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Zielgruppeneinstiege

Erläuterungen zum Befund Ihres HPV-Tests

Informationen für Teilnehmerinnen der HPV-Prävalenzstudie 2017/18

Wie häufig ist eine HPV-Infektion?

In Deutschland gibt es keine regelmäßig erhobenen Daten zur Häufigkeit von HPV-Infektionen. Deswegen wird die HPV-Prävalenzstudie 2017/2018 durchgeführt, um so Daten zur Häufigkeit von HPV bei jungen Frauen erheben zu können. Studien zeigen, dass HPV-Infektionen weit verbreitet sind. Eine Erhebung im Jahr 2010/2011 hat gezeigt, dass ca. 40% der Frauen im Alter von 20-25 Jahren mit HPV infiziert sind. Weitere Studien haben gezeigt, dass sich ca. 80% der sexuell aktiven Frauen im Laufe des Lebens mindestens einmal mit HPV infizieren. 40% der Frauen infizieren sich mit HPV in den ersten zwei Jahren nach Aufnahme der sexuellen Aktivität. Etwa die Hälfte der Infektionen wird durch einen der Hochrisiko-Typen (16, 18, 31, 33, 35, 39, 45, 51, 52, 56, 58, 59, 68, 73 und 82) ausgelöst (siehe hierzu auch Was bedeuten die einzelnen HPV-Typen in meinem Befund? Was sind die Unterschiede?)

Stand: 20.07.2017

Was macht HPV?

Eine HPV-Infektion verläuft in den meisten Fällen ohne Symptome. Bei den meisten Frauen (ca. 90%) ist das Immunsystem des Körpers in der Lage, die HPV-Infektion zu bekämpfen und die Viren innerhalb von ein bis zwei Jahren wieder zu beseitigen, ohne das die Frau etwas davon mitbekommt.

Bei einigen Frauen, die mit einem Hochrisiko-Typ (16, 18, 31, 33, 35, 39, 45, 51, 52, 56, 58, 59, 68, 73 und 82) infiziert sind, kann es passieren, dass der Körper das Virus nicht beseitigen kann. Bei diesen Frauen kann es zu Veränderungen der betroffenen Zellen kommen. Dies betrifft vorwiegend den Gebärmutterhals, kann aber deutlich seltener auch die Scheide, die Schamlippen und Schleimhäute im Kopf-Hals-Bereich betreffen. Aus diesen veränderten Zellen kann sich über mehrere Jahre hinweg Krebs entwickeln. Es ist daher sehr wichtig, regelmäßig zur Abstrichkontrolle beim Frauenarzt/der Frauenärztin zu gehen. Hierbei werden mit einem Wattestäbchen Zellen vom Gebärmutterhals entnommen und unter dem Mikroskop kontrolliert.

Eine HPV-Infektion mit einem Niedrigrisiko-Typ (6, 11, 42, 43, 54, 57, 70, 72 und 90) kann Warzen im Intimbereich verursachen. Diese sog. Genitalwarzen sind unangenehm, aber harmlos und können durch Ihren Frauenarzt/Ihre Frauenärztin behandelt werden.

Weitere Informationen hierzu finden Sie auch unter der Frage "Was bedeuten die einzelnen HPV-Typen in meinem Befund? Was sind die Unterschiede?" und "Wie merkt man, dass man HPV hat?".

Stand: 20.07.2017

Wie merkt man, dass man HPV hat?

Die meisten HPV-Infektionen verlaufen ohne Symptome, so dass die Frauen nicht merken, dass sie sich mit HPV infiziert haben. Treten Symptome auf, so sind diese unterschiedlich für Infektionen mit Hochrisiko- und Niedrigrisiko-Typen.

Infektionen mit Niedrigrisikotypen (6, 11, 42, 43, 54, 57, 70, 72 und 90) können zu Warzen im Intimbereich, sog. Genitalwarzen, führen. Häufig bemerken die Frauen zunächst „kleine Erhebungen“ im Genitalbereich. Diese „Erhebungen“ sind Warzen und treten an Scheide und Schamlippen auf. Manchmal jucken neu gebildete Warzen etwas. Die Warzen können sich auch weiter im Intimbereich ausdehnen.

Bei Infektionen mit Hochrisikotypen (16, 18, 31, 33, 35, 39, 45, 51, 52, 56, 58, 59, 68, 73 und 82) kann es bei etwa 10% der Frauen nach Monaten bis Jahren zu Zellveränderungen vor allem am Gebärmutterhals kommen. Diese Veränderungen verursachen jedoch keine Symptome, die die Frau selbst bemerken könnte. Diese Zellveränderungen können nur durch den Frauenarzt/die Frauenärztin erkannt werden. Dafür werden Zellabstriche vom Gebärmutterhals entnommen und unter dem Mikroskop genau untersucht. Da die Frau selbst keine Symptome bemerken kann, ist es extrem wichtig, an der jährlichen Vorsorgeuntersuchung mit Gebärmutterhalsabstrich teilzunehmen!

Stand: 20.07.2017

Mein Abstrich-Befund beim Frauenarzt/der Frauenärztin war immer normal. Wie kann das sein, dass ich jetzt HPV habe?

Der Abstrich und der HPV-Test untersuchen zwei unterschiedliche Dinge. Der Gebärmutterhals-Abstrich wird vom Frauenarzt/der Frauenärztin unter dem Mikroskop daraufhin untersucht, ob die Zellen im Bereich des Gebärmutterhalses verändert sind. Diese Zellveränderungen am Gebärmutterhals sind Folge einer HPV-Infektion. Besteht jedoch eine HPV-Infektion (noch) ohne Zellveränderungen, kann man dies unter dem Mikroskop nicht sehen und der Abstrich ist normal. Der Abstrich macht also keine Aussage darüber, ob bei einer Frau eine HPV-Infektion vorliegt, sondern nur, ob (schon) Auswirkungen einer HPV-Infektion feststellbar sind. Für den Nachweis einer HPV-Infektion ist ein spezieller HPV-Test notwendig, wie er bei Ihnen im Rahmen der HPV-Prävalenzstudie 2017/18 durchgeführt wurde. Daher kann es sein, dass der Abstrich bei Ihrem Frauenarzt/Ihrer Frauenärztin (bisher) immer normal war. Auch muss man wissen, dass viele Menschen eine HPV-Infektion haben können, ohne jemals Symptome oder Auffälligkeiten zu entwickeln, und die Infektion alleine wieder ausheilt.

Stand: 20.07.2017

Bei mir wurde eine HPV-Infektion nachgewiesen – was nun?

HPV-Infektionen sind weit verbreitet. Bei den meisten Frauen (ca. 90%) ist das Immunsystem des Körpers jedoch in der Lage, die HPV-Infektion zu bekämpfen und die Viren innerhalb von ein bis zwei Jahren wieder zu beseitigen.

Wurde bei Ihnen eine HPV-Infektion mit einem der Hochrisiko-Typen (16, 18, 31, 33, 35, 39, 45, 51, 52, 56, 58, 59, 68, 73 und 82) festgestellt, ist es wichtig, dass regelmäßig kontrolliert wird, ob sich Zellveränderungen am Gebärmutterhals finden. Bitte nehmen Sie daher Ihr HPV-Ergebnis aus der Studie mit zu Ihrem Frauenarzt/Ihrer Frauenärztin. Von Ihrer Frauen­ärztin / Ihrem Frauen­arzt wird in bestimmten Abständen ein Gebärmutter­hals-Abstrich genommen und die Zellen werden unter dem Mikroskop untersucht. Sollte es tatsächlich zu schwerwiegenden Veränderungen kommen, die über längere Zeit fortbestehen, können diese frühzeitig – bevor sich ein Krebs entwickelt – behandelt werden, z.B. mit dem kegelförmigen Ausschneiden des veränderten Zellbereichs am Gebärmutterhals (Konisation). Bei leichtgradigen Veränderungen, vor allem im jungen Alter, empfiehlt es sich zu kontrollieren und einige Monate abzuwarten, damit das Immunsystem sie selbst ausheilen kann.

Eine Infektion mit Niedrigrisiko-Typen (6, 11, 42, 43, 54, 57, 70, 72 und 90) kann zu ungefährlichen, aber lästigen Warzen im Intimbereich führen. Diese sog. Genitalwarzen können behandelt werden. Ihr Frauenarzt/Ihre Frauenärztin kann Sie zu den Therapiemöglichkeiten beraten.

Darüber hinaus bietet die Frauenklinik der Charité in einer Nachfolgestudie allen Frauen mit einer nachgewiesenen HPV-Infektion (alle Hochrisiko- und Niedrigrisiko-Typen) an, den HPV-Test über einen gewissen Zeitraum in Abständen zu wiederholen (siehe "Wenn ich in Zukunft nochmal einen HPV-Test machen möchte, wo kann ich das tun?").

Stand: 20.07.2017

Was bedeuten die einzelnen HPV-Typen in meinem Befund? Was sind die Unterschiede?

Es wurden bisher mehr als 200 verschiedene HPV-Typen beschrieben, die die Haut oder die Schleimhäute infizieren können. Viele dieser Virus-Typen sind für die gewöhnlichen Warzen an der Haut – häufig an Händen oder Füßen – verantwortlich. Solche eigentlich harmlosen, aber durch ihre Beständigkeit lästigen Warzen können auch im Intimbereich (Genitalbereich) auftreten. HPV-Typen, die Warzen auslösen, gehören zu der Gruppe der Niedrigrisiko- (low-risk) Typen. In diese Gruppe fallen die Typen 6, 11, 42, 43, 54, 57, 70, 72 und 90. Für Warzen im Intimbereich, sog. Genitalwarzen, sind zumeist die HPV-Typen 6 und 11 verantwortlich. Im Gegensatz zu den HPV-Typen, die Warzen verursachen können, gibt es einige HPV-Typen, die im infizierten Haut- oder Schleimhautbereich Krebs auslösen können. Diese Typen (16, 18, 31, 33, 35, 39, 45, 51, 52, 56, 58, 59, 68, 73 und 82) werden als Hochrisiko- (high-risk) Typen bezeichnet. Die Hochrisiko-Typen können bei länger bestehender Infektion (d.h. Monate bis Jahre) zu Zellveränderungen vor allem am Gebärmutterhals – deutlich seltener im Bereich der Scheide, Schamlippen und Schleimhäuten im Kopf-Hals-Bereich – führen und schließlich (meist nach mehr als 10 Jahren) dort Krebs auslösen. Die meisten Fälle von Gebärmutterhalskrebs (ca. 70%) werden mit den Typen 16 und 18 in Verbindung gebracht.

Stand: 20.07.2017

Im Befundbericht steht, dass ich für einen HPV-Typ einen "grenzwertig positiven" Befund habe. Was bedeutet dies?

Bei einem "grenzwertig positiven" Befund handelt es sich um einen nicht sicher positiven Nachweis von DNA eines HP-Virus, d.h. es ist unsicher, ob bei Ihnen tatsächlich eine HPV-Infektion vorliegt oder nicht. Wir empfehlen daher, auf jeden Fall weiter an der normalen, regelmäßigen Krebsvorsorge (Abstrich vom Gebärmutterhals durch Ihre Frauenärztin/ Ihren Frauenarzt) teilzunehmen.

Darüber hinaus bietet die Frauenklinik der Charité in einer Nachfolgestudie allen Frauen mit einer nachgewiesenen HPV-Infektion (alle Hochrisiko- und Niedrigrisiko-Typen) bzw. einem grenzwertig positiven Befund an, den HPV-Test über einen gewissen Zeitraum in Abständen zu wiederholen (siehe "Wenn ich in Zukunft nochmal einen HPV-Test machen möchte, wo kann ich das tun?").

Stand: 08.09.2017

Im Befund steht, dass für die drei Typen (26, 53, 66) der Status als Hochrisiko-Typ nicht gesichert ist. Was bedeutet das?

Im Rahmen der wissenschaftlichen Forschung werden fortlaufend neue HPV-Typen entdeckt und deren Potenzial für Zellveränderungen im infizierten Gewebe getestet. Es gibt immer wieder einige HPV-Typen, für die die Zuordnung, ob es sich um einen Hochrisiko- oder Niedrigrisiko-Typen handelt, noch nicht abschließend geklärt werden konnte. Dies ist bei den Typen 26, 53 und 66 der Fall. Bisherige Forschungsergebnisse lassen aber vermuten, dass es sich bei diesen drei HPV-Typen um Hochrisiko-Typen handelt.
Detaillierte Erklärungen zur Bedeutung Hochrisiko-Typ finden Sie in der Frage "Was bedeuten die einzelnen HPV-Typen in meinem Befund? Was sind die Unterschiede?".

Stand: 20.07.2017

Wie habe ich HPV bekommen?

HPV wird meist, aber nicht ausschließlich, über Sexualkontakte übertragen. Bestimmte HPV-Typen kommen außer auf den Schleimhäuten auch auf der Haut im Genital- und Analbereich vor. Daher kann es auch zu einer Übertragung durch sehr engen Körperkontakt (trotz Kondomnutzung beim Geschlechtsverkehr) kommen.

Stand: 20.07.2017

Wie kann ich trotz HPV-Impfung einen positiven oder grenzwertig positiven Befund für einen in der Impfung enthaltenen HPV-Typen (z.B. 6, 11, 16, 18) haben?

Sie sind gegen HPV geimpft und sollten daher vor einer Infektion mit den HPV-Typen 6, 11, 16 und 18 (sowie nach einer Impfung mit Gardasil9® zusätzlich gegen die Typen 31, 33, 45, 52 und 58) geschützt sein. Der Schutz der Impfung kann aber nur eintreten, wenn Sie vor einer Infektion geimpft wurden.

Die Nachweismethoden in dem hier verwendeten HPV-Test sind sehr empfindlich, d.h. es werden auch kleinste Spuren von HPV detektiert. Es ist daher nicht auszuschließen, dass auch in der Scheide zurückgelassenes HP-Virus von Ihrem Partner nachgewiesen werden kann. In einem solchen Fall liegt keine richtige HPV-Infektion vor. Um feststellen zu können, ob bei Ihnen tatsächlich eine HPV-Infektion vorliegt, kann eine erneute HPV-Testung in 6-12 Monaten hilfreich sein (siehe auch "Wenn ich in Zukunft nochmal einen HPV-Test machen möchte, wo kann ich das tun?").

Stand: 08.09.2017

Kann man eine HPV-Infektion behandeln?

Eine HPV-Infektion selbst kann man nicht behandeln. Aber man kann die Auswirkungen einer HPV-Infektion im Auge behalten und Gewebeveränderungen behandeln:

  • Niedrigrisiko-Typen können lästige, oft wiederkehrende Genitalwarzen verursachen. Diese lassen sich durch verschiedene Behandlungsmöglichkeiten (z.B. Salben, Vereisung, Lasertherapie) gut therapieren. Zu der für Sie richtigen Therapie der Genitalwarzen berät Sie Ihre Frauenärztin/Ihr Frauenarzt.
  • Hochrisiko-Typen können zu Zellveränderungen vor allem am Gebärmutterhals führen, die zu Krebs entarten können. Wichtig ist hier die regelmäßige Kontrolle durch Ihre Frauenärztin/Ihren Frauenarzt. Die in einem Abstrich vom Gebärmutterhals entnommenen Zellen werden unter dem Mikroskop angeschaut und auf Zellveränderungen geprüft. Sollte es tatsächlich zu schwerwiegenden Veränderungen gekommen sein, welche über längere Zeit fortbestehen, können diese frühzeitig – bevor sich ein Krebs entwickelt – behandelt werden, z.B. mit dem kegelförmigen Ausschneiden des veränderten Zellbereichs am Gebärmutterhals (Konisation).

Gut zu wissen: Bei den meisten Frauen (ca. 90%) ist das Immunsystem des Körpers in der Lage, die HPV-Infektion zu bekämpfen und die Viren innerhalb von ein bis zwei Jahren wieder aus den betroffenen Haut- bzw. Schleimhautregionen zu beseitigen. D.h. nur für einen kleinen Teil der Frauen wird eine Behandlung der Folgen einer HPV-Infektion notwendig werden (wenn schwerwiegende Zellveränderungen festgestellt werden, während bei leichtgradigen man etwas abwarten kann). Um diese Zellveränderungen am Gebärmutterhals rechtzeitig erkennen und ggf. behandeln zu können, sind regelmäßige Kontrollen beim Frauenarzt / der Frauenärztin, vor allem für Frauen, bei denen ein Hochrisiko-Typ festgestellt wurde, unerlässlich!

Stand: 20.07.2017

Wenn ich in Zukunft nochmal einen HPV-Test machen möchte, wo kann ich das tun?

Generell kann Ihr Frauenarzt / Ihre Frauenärztin einen HPV-Test durchführen lassen. Bisher wird diese Leistung jedoch nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.

Routinemäßige HPV-Tests sind nur bedingt sinnvoll, da viele Infektionen von selbst ausheilen. Eine Behandlung wird nicht aufgrund eines auffälligen HPV-Tests begonnen, sondern bei Zellveränderungen im Abstrich oder bei Warzen. Sollte ein Hochrisiko-Typ bei Ihnen festgestellt worden sein, ist es dagegen deutlich wichtiger, regelmäßig zu den Abstrichkontrollen im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung bei Ihrem Frauenarzt / Ihrer Frauenärztin zu gehen.

Im Rahmen einer Nachfolgestudie zur HPV-Prävalenzstudie 2017/18 bietet die Frauenklinik der Charité allen Frauen mit einer nachgewiesenen HPV-Infektion (alle Hochrisiko- und Niedrigrisiko-Typen) an, den HPV-Test über einen gewissen Zeitraum in Abständen zu wiederholen. Damit kann untersucht werden, ob Ihr Körper die HPV-Infektion schon ausheilen konnte oder ob noch eine HPV-Infektion besteht. Auch diese Nachkontrollen sind für Sie kostenlos. Diese HPV-Tests können aber nicht die regelmäßigen Abstriche zur Suche nach Zellveränderungen ersetzen, die von Ihrem Frauenarzt / Ihrer Frauenärztin durchgeführt werden sollten! Sollten Sie Interesse an einer Teilnahme haben, beachten Sie bitte das dem HPV-Befund beiliegende Informationsmaterial ("HPV-Persistenzstudie").

Stand: 20.07.2017

Ich habe eine HPV-Infektion - was bedeutet das, wenn ich schwanger werden will?

Eine HPV-Infektion hat keinen Einfluss auf die Möglichkeit schwanger zu werden.

Stand: 20.07.2017

Kann ich mich noch impfen lassen, wenn bei mir HPV nachgewiesen wurde?

Zurzeit empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) die HPV-Impfung allen Mädchen im Alter von 9-17 Jahren. Für diese Altersgruppe werden die Kosten der Impfung auch von der Krankenkasse übernommen. Hintergrund der Entscheidung für eine standardmäßige Impfung dieser Altersgruppe ist, dass die Wirksamkeit der Impfung (d.h. der Schutz vor einer Infektion) deutlich höher ist, wenn noch keine HPV-Infektion vorliegt. In dieser Altersgruppe ist die Wahrscheinlichkeit noch groß, dass die Mädchen bisher keine Sexualkontakte hatten und somit noch nicht mit HPV infiziert sind.

Sollte bei Ihnen eine HPV-Infektion nachgewiesen worden sein, können Sie sich grundsätzlich aber auch bei einer bestehenden HPV-Infektion noch impfen lassen, d.h. die Impfung ist auch dann gut verträglich und kann eine gewisse Schutzwirkung zeigen. Jedoch ist diese Wirksamkeit bei einer bestehenden HPV-Infektion deutlich niedriger, als wenn keine Infektion vorliegt. Wenn ein bestimmter HPV-Typ bei Ihnen schon nachgewiesen wurde, kann die Impfung gegen diesen Typ nicht mehr wirken. Sind jedoch HPV-Typen in der Impfung enthalten, die bei Ihnen nicht nachgewiesen wurden, kann noch ein Schutz gegen diese Typen aufgebaut werden. Insgesamt ist also die Wirksamkeit der HPV-Impfung bei Frauen, die schon sexuell aktiv und zum Teil mit HPV infiziert sind, deutlich niedriger als bei jungen Mädchen. Das ist der Grund, warum die HPV-Impfung nur für Mädchen im Alter von 9-17 Jahren von der STIKO empfohlen worden ist. Für Frauen in Ihrem Alter ist die Impfung nicht von der STIKO empfohlen und wird nicht von jeder Krankenkasse bezahlt. Daher sollten Sie am besten vor der Impfung bei Ihrer Krankenkasse nachfragen, da die HPV-Impfung eine sehr teure Impfung ist.

Stand: 20.07.2017

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