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Fragen zur Impfung bei Kindern und Jugendlichen (Stand: 17.9.2021)

Warum empfiehlt die STIKO die COVID-19-Impfung von Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren?

Die STIKO spricht in der 9. Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung (August 2021) eine allgemeine COVID-19-Impfempfehlung für alle 12- bis 17-Jährigen aus. Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren wird eine COVID-19-Impfung mit zwei Dosen eines mRNA-Impfstoffs im Abstand von 3-6 (Comirnaty) bzw. 4-6 Wochen (Spikevax) empfohlen.

Zunächst war die Impfung nicht allen Kindern und Jugendlichen in dieser Altersgruppe empfohlen worden, da u.a. die Datenlage zur Sicherheit der Impfung unzureichend war. Auf der Grundlage von neueren Daten, insbesondere aus dem amerikanischen Impfprogramm mit nahezu 10 Millionen geimpften Kindern und Jugendlichen, konnten mögliche Risiken der Impfung für diese Altersgruppe zuverlässiger quantifiziert und beurteilt werden:

  • Sehr seltene, vor allem bei jungen männlichen Geimpften im Zusammenhang mit der Impfung beobachtete Herzmuskelentzündungen (ca. 1:16.000) müssen als Impfnebenwirkungen gewertet werden. In der Mehrzahl der Fälle wurden die Patient:innen mit diesen Herzmuskelentzündungen hospitalisiert, hatten jedoch unter der entsprechenden medizinischen Versorgung einen unkomplizierten Verlauf.
  • Untersuchungen aus dem Ausland weisen darauf hin, dass Herzbeteiligungen auch bei COVID-19-Erkrankungen auftreten.
  • Es sind bisher keine Signale für weitere schwere Nebenwirkungen nach mRNA-Impfung aufgetreten, insbesondere auch nicht bei Kindern und Jugendlichen.
  • Mathematische Modellierungen, die die Delta-Variante berücksichtigen, ergaben, dass für Kinder und Jugendliche ein deutlich höheres Risiko für eine SARS-CoV-2-Infektion in einer möglichen 4. Infektionswelle besteht. Zwar erkranken Kinder und Jugendliche ohne Vorerkrankungen meistens milde und Todesfälle sind eine absolute Seltenheit, in Einzelfällen kann es jedoch in Folge von COVID-19 zu schwerwiegenden Folgen kommen (z. B. Pediatric Inflammatory Multisystem Syndrome [PIMS]), deren Langzeitprognosen nicht endgültig bekannt sind.
  • Unsicher bleibt, ob und wie häufig Long-COVID nach SARS-CoV-2-Infektion bei Kindern und Jugendlichen auftritt. Bei zunehmenden Fallzahlen ist jedoch auch bei niedriger Inzidenz von Long-COVID ein Anstieg von Langzeitfolgen anzunehmen.

Nach sorgfältiger Bewertung dieser wissenschaftlichen Beobachtungen und Daten kommt die STIKO zu der Einschätzung, dass nach gegenwärtigem Wissenstand die Vorteile der Impfung gegenüber dem Risiko von sehr seltenen Impfnebenwirkungen überwiegen.

Die Empfehlung zielt in erster Linie auf den direkten Schutz der geimpften Kinder und Jugendlichen vor COVID-19 und den damit assoziierten psychosozialen Folgeerscheinungen ab. Unverändert soll die Impfung nach ärztlicher Aufklärung zum Nutzen und Risiko erfolgen. Die STIKO spricht sich ausdrücklich dagegen aus, dass bei Kindern und Jugendlichen eine Impfung zur Voraussetzung sozialer Teilhabe gemacht wird.

Für Kinder unter 12 Jahren stehen eine Zulassung und eine Beurteilung der STIKO von entsprechenden Impfstoffen noch aus.

Stand: 17.09.2021

Wird es einen eigenen Impfstoff für Kinder gegen COVID-19 geben?

Es stehen bisher verschiedene Impfstoffe für Erwachsene zur Verfügung. Für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren sind die Impfstoffe Comirnaty (Biontech/Pfizer) und Spikevax (Moderna) durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) zugelassen und von der STIKO empfohlen. Ein eigener Impfstoff für Kinder ist noch nicht verfügbar.

Dass schwerpunktmäßig Impfstoffe für Erwachsene entwickelt werden, hat mehrere Gründe:

  1. Kinder sind schon allein aus ethischen Gründen nicht für frühe Tests vorgesehen. Vor der klinischen Prüfung an Kindern muss sichergestellt sein, dass in den Studien bei Erwachsenen keine schwerwiegenden Nebenwirkungen aufgetreten sind. Die Impfstoffentwicklung für Kinder verläuft ähnlich wie die Impfstoffentwicklung für Erwachsene, d.h. sie durchläuft verschiedene Stufen, in denen die Sicherheit und Wirksamkeit der Impfung geprüft werden, bevor sie eine Zulassung erlangen können.
  2. Der Fokus wird zunächst darauf gelegt, diejenigen zu schützen, die am schwersten an COVID-19 erkranken. Das sind bei COVID-19 insbesondere ältere Menschen und/oder Menschen mit Vorerkrankungen.
  3. Es ist davon auszugehen, dass mit wirksamen Impfstoffen gegen COVID-19 für Erwachsene, die im Laufe der Zeit in ausreichender Menge für die Bevölkerung vorhanden sein werden, auch das Infektionsgeschehen insgesamt zurückgedrängt werden kann. Darüber können auch Kinder geschützt werden.
  4. Kita- und Grundschulkinder scheinen nach allem, was bisher bekannt ist, das Infektionsgeschehen nicht in besonderer Weise anzutreiben und erkranken weniger häufig und stark als Erwachsene.

Stand: 19.08.2021

Welche Erkenntnisse bestehen zu Long-COVID und PIMS bei Kindern und Jugendlichen?

Die STIKO hat für ihre Empfehlung der COVID-19-Impfung für Kinder und Jugendliche im Alter von 12-17 Jahren die Evidenz zur Epidemiologie und Krankheitslast der COVID-19-Erkrankung in dieser Altersgruppe umfassend aufgearbeitet. Auch wenn COVID-19 in der Regel bei Kindern und Jugendlichen keine schwere Erkrankung ist, kann es in Einzelfällen in Folge der Erkrankung zu schwerwiegenden Krankheitsmanifestationen kommen. So bestehen mit Long-COVID und dem sogenannten Pediatric Inflammatory Multisystem Syndrome (PIMS) zwei Krankheitsbilder, deren Langzeitprognosen noch nicht endgültig bekannt sind.

Es handelt sich bei Long-COVID nicht um ein einheitliches Krankheitsbild, weshalb die Epidemiologie schwer zu erfassen ist. Als Long-COVID bzw. Post-COVID-19-Syndrom werden Krankheitszeichen und Symptome beschrieben, die mehr als 12 Wochen nach Krankheitsbeginn bestehen bzw. mehr als 12 Wochen nach Infektion auftreten, deren Pathogenese bisher nicht geklärt ist und für die keine andere Erklärung als die Folge einer SARS-CoV-2-Infektion festzustellen ist. Vorläufige Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Long-COVID schwere Auswirkungen auf die psychische Gesundheit, die Lebensqualität, das soziale Leben und das Familienleben haben kann. Häufige Symptome sind anhaltende Erschöpfungszustände (Fatigue), Atembeschwerden, Geruchs- und Geschmacksstörungen, Konzentrations- und Schlafstörungen, Kopfschmerzen, depressive Verstimmung und Herzrhythmusstörungen. Insgesamt ist die Symptomatik variabel und der Zeitraum variiert zwischen Wochen und Monaten. Bisher wurden größtenteils Studien zu Long-COVID bei Erwachsenen publiziert, wohingegen die Datenlage bei Kindern noch sehr limitiert ist. Die Häufigkeit von Long-COVID kann derzeit bei Kindern noch nicht verlässlich erfasst werden. Einige Symptome von Long-COVID wie Konzentrations- und Schlafstörungen, Kopfschmerzen und depressive Verstimmung sind sehr unspezifisch und treten auch infolge von psychosozialen Belastungen während der Pandemie zum Beispiel durch Ängste, Schulschließungen oder Isolation, unabhängig von SARS-CoV-2-Infektionen auf. Daher sind Studien wichtig, die eine Kontrollgruppe von Kindern und Jugendlichen einschließen, die keine SARS-CoV-2-Infektion hatten. In den drei vorliegenden Studien mit Kontrollgruppe sind Kinder mit SARS-CoV-2-Infektion nicht häufiger von Spätfolgen betroffen als Kinder ohne SARS-CoV-2-Infektion.

PIMS ist ein schweres entzündliches Krankheitsbild, das in seltenen Fällen bei Kindern und Jugendlichen i.d.R. 3-4 Wochen nach einer Infektion mit SARS-CoV-2 (auch asymptomatisch) beobachtet wurde. In vielen Fällen geht PIMS mit Schocksymptomatik und i.d.R. vorübergehender Herz-Kreislauf-Insuffizienz einher. Die Ursache der Entstehung der Erkrankung ist unklar und auch zur Häufigkeit gibt es derzeit keine verlässlichen Daten. Die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI) definiert PIMS als Fälle, bei denen neben Fieber, erhöhte systemische Entzündungsparameter, mindestens zwei Organbeteiligungen und eine aktuelle oder stattgehabte SARS-CoV-2-Infektion oder ein SARS-CoV-2-Kontakt nachzuweisen waren, sowie andere infektiologische Ursachen ausgeschlossen werden konnten. Das zunächst neue Krankheitsbild wird von den behandelnden Ärzt:innen zunehmend besser verstanden und ist inzwischen gut behandelbar. In Deutschland wurden seit Beginn der Pandemie bis zum 1.8.2021 398 Fälle von PIMS im Rahmen einer Erhebung der DGPI erfasst. Bis dato ist in Deutschland kein Kind oder Jugendlicher an PIMS verstorben.

Weitere Informationen zu den Krankheitsbildern finden sich in der 9. Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung und der dazugehörigen wissenschaftlichen Begründung.

Stand: 19.08.2021

Welche Impfreaktionen und Nebenwirkungen wurden nach einer COVID-19-Impfung bei Kindern und Jugendlichen beobachtet?

Wie bei jeder Impfung, können auch nach der COVID-19-Impfung mit Comirnaty (BioNTech/Pfizer) und Spikevax (Moderna) bei Kindern und Jugendlichen Impfreaktionen und unerwünschte Wirkungen auftreten. Impfreaktionen wurden insgesamt bei 12- bis 17-Jährigen etwas häufiger beobachtet als bei 18- bis 25-Jährigen. Lokalreaktionen (Schmerzen an der Einstichstelle, Rötung, Schwellung) traten nach den beiden Impfstoffdosen etwa gleichhäufig auf, während systemische Impfreaktionen (Abgeschlagenheit, Fieber, Kopfschmerz, Schüttelfrost, Übelkeit, Durchfall, Gelenk- und Muskelschmerzen) nach der zweiten Impfstoffdosis häufiger auftraten. Lokalreaktionen traten zwischen dem 1. und 3. Tag nach Impfung auf und hielten im Mittel 1-3 Tage an. Systemische Reaktionen traten zwischen dem 1. und 4. Tag nach Impfung auf und hielten im Mittel 1-2 Tage an.

Insgesamt gelten die beiden Impfstoffe als „reaktogen“, das heißt sie lösen häufig eine stärkere körperliche Reaktion aus. Diese Beschwerden nach der Impfung vergehen jedoch nach wenigen Tagen von selbst und zeigen, dass das Immunsystem auf die Impfstoffe wie gewünscht reagiert. Wirkliche Nebenwirkungen (wie eine Herzmuskelentzündung) sind sehr selten. Solche Herzmuskelentzündungen können jedoch auch nach der COVID-19-Infektion auftreten.

Impfreaktionen Comirnaty:

Zu den häufigsten Impfreaktionen zählten Schmerzen an der Einstichstelle (91%), Abgeschlagenheit (78%), Kopfschmerz (76%), Schüttelfrost (49%), Myalgien (42%), Fieber (24%) Gelenkschmerzen (20%), Schwellung (9%) und Rötung (9%) an der Einstichstelle. Die Reaktionen waren größtenteils mild bis moderat ausgeprägt. Schwere Lokalreaktionen und systemische Reaktionen traten mit einer Häufigkeit bis 2% auf; sie waren nach der zweiten Impfstoffdosis häufiger als nach der ersten Impfstoffdosis.

Lymphknotenschwellungen im Arm-Halsbereich, die auf den Impfstoff bzw. das Placebo zurückgeführt wurden, traten bei 7 Personen (0,6%) in der Impfstoffgruppe, 7 Personen (0,6%) in der Vergleichsgruppe der 16- bis 25-Jährigen und einer Person (0,1%) in der Placebogruppe auf. In 50% der Fälle waren die Reaktionen innerhalb von 10 Tagen rückläufig, bei den anderen dauerten die Lymphknotenschwellungen bei Datenschluss noch an.

Die Einnahme von fiebersenkende Medikamenten (Antipyretika) gaben 37% der 12- bis 15-Jährigen nach der ersten Impfstoffdosis und 51% nach der zweiten Impfstoffdosis an; bei den 16- bis 25-Jährigen waren es 32% nach der ersten Dosis und 46% nach der zweiten Impfstoffdosis. Im Rahmen der Impfung trat je eine vasovagale Reaktion in der Impfstoff- und der Placebogruppe auf. Anaphylaktische Rektionen wurden weder bei den 12- bis 15-Jährigen noch bei den 16- bis 25-Jährigen beobachtet. Eine Hypersensitivitätsreaktion in Form einer Urtikaria trat bei 6 Personen (0,5%) in der Impfstoffgruppe, 6 Personen (1%) in der Vergleichsgruppe und 10 Personen (0,9%) in der Placebogruppe auf. Andere Ereignisse, wie z. B. Facialisparesen, Thrombosen oder neurologische Symptome, die durch Comirnaty bedingt sein könnten, wurden nicht beobachtet.

Impfreaktionen Spikevax:

Zu den häufigsten Impfreaktionen zählten Schmerzen an der Einstichstelle (97%), Kopfschmerz (78%), Abgeschlagenheit (75%), Myalgien (54%), Schüttelfrost (49%), Schwellung/ Schmerzempfindlichkeit der axillären Lymphknoten (35%), Arthralgie (Gelenkschmerzen) (35%), Übelkeit/Erbrechen (29 %), Schwellung an der Injektionsstelle (28 %), Erythem an der Injektionsstelle (26 %) und Fieber (14 %). Die Reaktionen waren größtenteils mild bis moderat ausgeprägt. Schwerwiegende Lokalreaktionen traten nicht auf und schwerwiegende systemische Reaktionen traten nur nach der 2. Impfstoffdosis mit einer Häufigkeit bis 0,1% auf.

Die Einnahme von fiebersenkenden Medikamenten (Antipyretika) gaben 31% der 12- bis 17-Jährigen nach der ersten Impfstoffdosis und 50% nach der zweiten Impfstoffdosis an. Anaphylaktische Reaktionen wurden bei den 12- bis 17-Jährigen nicht beobachtet. Es traten Hypersensitivitätsreaktionen, einschließlich verzögerter Reaktionen des Typs IV, Urtikaria und Hypersensitivität an der Einstichstelle bei 2% der TeilnehmerInnen auf.

Seltene Nebenwirkung: Mykarditiden (Herzmuskelentzündungen)

Erst bei der breiten Anwendung der mRNA-Impfstoffe sind Myo- und Perikarditiden oder eine Kombination von beidem als sehr seltene wahrscheinliche Folge der Impfung aufgefallen. Sie traten zumeist wenige Tage nach der Impfung und überwiegend nach der 2. Impfstoffdosis auf. Jungen und junge Männer waren besonders betroffen (ca. 1:16.000). Die Verläufe sind zumeist gutartig, es fehlen jedoch Daten zum Langzeitverlauf. Ein entsprechender Hinweis zu dieser sehr seltenen unerwünschten Wirkung wurde auf Empfehlung der EMA Anfang Juli 2021 unter „Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung“ in die Fachinformationen von Comirnaty und Spikevax aufgenommen.

Weitere schwerwiegende unerwünschte Ereignisse sind bei 12- bis 17-Jährigen nach COVID-19 Impfung bisher nicht nachgewiesen worden, obwohl alleine in den USA und Kanada in dieser Altersgruppe bereits über 12 Millionen Impfstoffdosen verabreicht wurden.

Stand: 19.08.2021

Welchen Kindern und Jugendlichen wird die COVID-19-Schutzimpfung besonders empfohlen?

Die STIKO empfiehlt eine COVID-19-Impfung mit den mRNA-Impfstoffen Comirnaty (BioNTech/Pfizer) und Spikevax (Moderna) allen Kindern und Jugendlichen im Alter von 12-17 Jahren. Besonders deutlich überwiegt der Nutzen der Impfung die Risiken bei Kindern und Jugendlichen, die aufgrund von Vorerkrankungen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf der COVID-19-Erkrankung haben. Diese Kinder und Jugendlichen sollen deshalb bevorzugt berücksichtigt werden. Gleiches gilt für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren, in deren Umfeld sich Angehörige oder andere Kontaktpersonen mit hoher Gefährdung für einen schweren COVID-19-Verlauf befinden, die selbst nicht geimpft werden können oder bei denen der begründete Verdacht auf einen nicht ausreichenden Schutz nach Impfung besteht (z. B. Menschen unter relevanter immunsuppressiver Therapie). Außerdem besteht eine berufliche Impfindikation für Jugendliche, die arbeitsbedingt entweder ein erhöhtes Expositionsrisiko aufweisen oder engen Kontakt zu vulnerablen Personengruppen haben.
Zu den Grunderkrankungen, die mit einem erhöhten Risiko für schwere COVID-19-Verläufe bei Kindern und Jugendlichen einhergehen, gehören:

  • Adipositas (> 97. Perzentile des Body Mass Index (BMI))
  • Angeborene oder erworbene Immundefizienz oder relevante Immunsuppression
  • Angeborene zyanotische Herzfehler (O2-Ruhesättigung <80 %) und Einkammerherzen nach Fontan-Operation
  • Chronische Lungenerkrankungen mit einer anhaltenden Einschränkung der Lungenfunktion unterhalb der 5. Perzentile, definiert als z-Score-Wert < -1,64 für die forcierte Einsekundenkapazität (FEV1) oder Vitalkapazität (FVC) (ein gut eingestelltes Asthma bronchiale ist hier nicht gemeint).
  • Chronische Niereninsuffizienz
  • Chronische neurologische oder neuromuskuläre Erkrankungen
  • Diabetes mellitus, wenn nicht gut eingestellt bzw. mit HbA1c-Wert >9,0%
  • Schwere Herzinsuffizienz
  • Schwere pulmonale Hypertonie
  • Syndromale Erkrankungen mit schwerer Beeinträchtigung
  • Trisomie 21
  • Tumorerkrankungen und maligne hämatologische Erkrankungen

Stand: 19.08.2021

Wie wirksam ist die COVID-19-Impfung für Kinder und Jugendliche?

In klinischen Studien zeigte eine vollständige Impfung mit Comirnaty (BioNTech) bei 12- bis 15-Jährigen bzw. mit Spikevax (Moderna) bei 12- bis 17-Jährigen eine Wirksamkeit gegenüber einer COVID-19-Erkrankung von bis zu 100 %. Bei beiden mRNA-Impfstoffen ist davon auszugehen, dass die Wirksamkeit in Bezug auf eine schwere COVID-19-Erkrankung ähnlich hoch ist.

Wie lange der Impfschutz anhält, ist derzeit noch nicht bekannt. Der Schutz setzt auch nicht sofort nach der Impfung ein, und einige geimpfte Personen bleiben ungeschützt.

Stand: 19.08.2021

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