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Impfquotenmonitoring (Stand: 15.4.2021)

Warum gibt es ein digitales Impfquotenmonitoring zur COVID-19-Impfung am RKI?

Die 17 Kassenärztlichen Vereinigungen in Deutschland übermitteln dem RKI Abrechnungsdaten von Impfleistungen bei Gesetzlich Krankenversicherten mit Hilfe derer die Impf-Inanspruchnahme zu verschiedenen Impfungen bestimmt werden kann. Diese Abrechnungsdaten werden regelmäßig pseudonymisiert und über sichere Datenverbindungen mit einem Zeitverzug von ca. 6 Monaten an das RKI übermittelt. Da für die COVID-19-Impfung von den Bundesländern zentrale Impfstellen und mobile Teams eingerichtet sind, stehen die o.g. Abrechnungsdaten für die COVID-19-Impfsurveillance nicht zur Verfügung. Für einen neuen Impfstoff ist außerdem eine zeitnahe Bewertung der Impfinanspruchnahme sowie der Wirksamkeit und Sicherheit der Impfstoffe essentiell. Daher wurde mit der Umsetzung der COVID-19-Impfung eine digitale Impfquotenerfassung aufgebaut, mit der die Daten aus den Impfzentren täglich übermittelt werden können.

Das System des digitalen Impfquotenmonitorings (DIM) steht für alle Impfstellen zur Verfügung, die außerhalb des Regelsystems Impfleistungen gegen COVID-19 erbringen.
COVID-19-Impfungen bei den niedergelassenen Ärzt:innen werden auf anderem Weg erfasst (siehe FAQ Wie werden die Daten zu den durchgeführten Impfungen bei niedergelassenen Ärzt:innen übermittelt?).

Stand: 15.04.2021

Welche Daten sollen beim digitalen Impfquotenmonitoring (DIM) übermittelt werden?

Grundlage für die Datenerhebung ist das Dritte Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite. Hier haben sich die Bundesländer auf die Erfassung folgender Daten geeinigt. An das RKI sollen im Rahmen des Digitalen Impfquotenmonitoring (DIM) folgende Daten übermittelt werden:

  • Datum der Impfung
  • der Name des Impfstoffes (Handelsname)
  • die Chargennummer
  • Beginn oder Abschluss der Impfserie
  • Pseudonym der geimpften Person
  • Alter und Geschlecht
  • die PLZ des Wohnortes und das
  • Vorliegen bzw. Nichtvorliegen einer Impfindikation nach STIKO-Empfehlung

Bislang nutzen allerdings noch nicht alle Bundesländer DIM, sondern übermitteln zum Teil aggregierte Daten per E-Mail. Dieser aggregierte Datensatz beinhaltet Angaben zur Impfindikation, denverwendeten Impfstoff und ob es sich um die 1. oder 2. Impfung handelt. Auf dieser Grundlage werden die Impfquoten unter www.rki.de/covid-19-impfquoten veröffentlicht (siehe auch die Frage "Wo werden die Daten zu den COVID-19-Impfungen veröffentlicht?").

Stand: 26.03.2021

Wo werden die Daten für DIM zu den durchgeführten COVID-19-Impfungen erhoben und wie werden diese übermittelt?

Die Erhebung der Daten zur COVID-19-Impfung erfolgt in den Impfzentren, durch die Mobilen Impfteams sowie in den Krankenhäusern. Autorisiertes Personal dieser Einrichtungen kann über die Webanwendung „Digitales Impfquotenmonitoring“ (DIM) die Daten eingeben. Die Daten werden in der Anwendung pseudonymisiert und über eine gesicherte Internetverbindung täglich an die Bundesdruckerei übermittelt, wo sie im Auftrag des RKI zwischengespeichert und vom RKI täglich abgerufen werden. Neben der Erfassung und Übermittlung von Einzeldatensätzen mit DIM werden in den meisten Bundesländern die Daten zunächst zentral im Land erfasst und über eine Schnittstelle der DIM-Anwendung gebündelt übergeben.

Stand: 26.03.2021

Wie werden die Daten zu den durchgeführten Impfungen bei niedergelassenen Ärzt:innen übermittelt?

Die impfenden (Haus)Ärzt:innen sollen täglich die Gesamtzahl der Impfungen je Impfstoff nach 1. und 2. Impfung sowie unterteilt nach zwei Altersgruppen (<60 und ab 60 Jahre) an die Kassenärztliche Bundesvereinigung übermitteln. Weitere Details wie Geburtsmonat und-jahr, Geschlecht, PLZ der Geimpften, definierte ICD-10-Codes für bestehende Grunderkrankungen werden dann wie bisher über die Kassenärztlichen Vereinigungen quartalweise übermittelt. Im Abrechnungssystem der Ärzt:innen (Praxissoftware) wird eine impfstoffspezifische Ziffer für die COVID-19-Impfungen hinterlegt sowie die Möglichkeit, die Chargennummer zu übermitteln. Das sind die einzigen Unterschiede zur Dokumentation der COVID-19-Impfungen in der Praxissoftware im Vergleich zu anderen Impfungen. Niedergelassene Ärzt:innen, die bereits in Modellprojekten in die Impfaktivitäten der Länder einbezogen sind, melden Impfdaten an zentrale Stellen der Länder, die eine Anbindung an DIM haben.

Stand: 15.04.2021

Warum ist eine zeitnahe Datenübermittlung von alters- und geschlechterspezifischen Informationen zu den Impfungen auch durch die niedergelassenen Ärzt:innen notwendig?

Durch die Dokumentation und Übertragung von detaillierten Informationen zu Impfungen werden Daten zu Inanspruchnahme sowie Wirksamkeit und Sicherheit sichergestellt. Diese sind für die Bewertung der neu zugelassenen COVID-19-Impfstoffe essentiell.

Die niedergelassenen Ärzt:innen (Hausärzt:innen) übermitteln die Gesamtzahl der Impfungen unterteilt nach (1) Impfstoff und Impfdosis sowie (2) Impfdosis und zwei Altersgruppen (<60 und ≥60) täglich an die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) (siehe FAQ "Wie werden die Daten zu den durchgeführten Impfungen bei niedergelassenen Ärzt:innen übermittelt?"). Doch diese Datenübergabe ist vor allem für die Bewertung der Sicherheit der neuen COVID-19-Impfstoffe unzureichend.

In Deutschland ist das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für die wissenschaftliche Evaluation von Sicherheitssignalen zuständig. Das PEI benötigt hierfür einen Bezug zur Zahl der verabreichten Impfungen mit dem entsprechenden Impfstoff in den betroffenen Altersgruppen und Geschlechtern. Diese Informationen werden über die KVen zusammen mit anderen Details nur quartalsweise übermittelt, was eine erhebliche Zeitverzögerung bedeutet. Da aus den Ärzt:innenpraxen diese Angaben nicht tagesaktuell vorliegen, ist eine zeitnahe Evaluation von Sicherheitssignalen durch das PEI stark eingeschränkt.

Je mehr Menschen geimpft werden, desto mehr Sicherheitssignale werden dem PEI gemeldet. Das ist statistisch plausibel und kann rein zufälligen, zeitlichen Zusammenhängen geschuldet sein. Jedoch kann das PEI seiner Zuständigkeit durch das Fehlen wesentlicher Daten im aktuellen Meldesystem nicht verlässlich nachkommen, wodurch es zukünftig nicht mehr möglich sein wird, Sicherheitsvorfälle mit COVID-19-Impfstoffen adäquat zu bewerten.

Für die Hausärzt:innen und Impfärzt:innen hat das zur Folge, dass sie ihre Patient:innen nicht mehr zuverlässig über die Impfstoffe aufklären und wichtige Fragen zum aktuellen Impfgeschehen nicht mehr beantworten können. Außerdem kann nicht ausgeschlossen werden, dass die fehlende Datenlage in extremen Fällen zu einer längeren Pause eines Impfstoff-Einsatzes führt.

Stand: 15.04.2021

Wo werden die Daten zu den COVID-19-Impfungen veröffentlicht?

Über die Anzahl der durchgeführten Impfungen (unterschieden nach Impfstoff sowie erster und vollständiger Impfung) wird werktäglich berichtet. Die Daten werden am RKI aufbereitet, visualisiert und unter www.rki.de/covid-19-impfquoten sowie in einem Impfdashboard des Bundesministeriums für Gesundheit bereitgestellt.

Stand: 26.03.2021

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