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Durchführung der COVID-19-Impfung (Stand 22.4.2021)

Impfschema: (Wann und) Wie sollte gegen COVID-19 geimpft werden?

Für eine vollständige Immunisierung sind mit den mRNA-Impfstoffen von BioNTech/Pfizer (Comirnaty) und Moderna (COVID-19 Vaccine Moderna) und dem Vektor-basierten Impfstoff von AstraZeneca (Vaxzevria) zwei Impfstoffdosen notwendig. Eine zweite Impfstoffdosis muss - je nach Hersteller - in einem bestimmten Abstand zur Vervollständigung der Impfserie verabreicht werden.

Die STIKO empfiehlt einen Impfabstand von:

  • 6 Wochen für mRNA-Impfstoffe (BioNTech/Pfizer, Moderna)
  • 12 Wochen für den Vektor-basierten Impfstoff von AstraZeneca

Sollte der empfohlene maximale Abstand zwischen der 1. und 2. Impfstoffdosis überschritten worden sein, kann die Impfserie dennoch fortgesetzt werden und muss nicht neu begonnen werden. Eine begonnene Impfserie wird i.d.R. mit dem gleichen Produkt abgeschlossen; eine Ausnahme bildet die Impfung mit dem Impfstoff von AstraZeneca (Vaxzevria) bei Personen <60 Jahre (siehe FAQ Was bedeutet die neue STIKO-Empfehlung zu AstraZeneca für bereits einmalig Geimpfte <60 Jahren?) Wird nach der 1. Impfstoffdosis eine SARS-CoV-2-Infektion labordiagnostisch nachgewiesen (positive PCR), kann die Verabreichung der 2. Impfstoffdosis frühestens 6 Monate nach Genesung bzw. Diagnosestellung erwogen werden.

Für den COVID-19-Impfstoff COVID-19 Vaccine Janssen von Johnson & Johnson ist bisher nur eine Dosis zur vollständigen Immunisierung erforderlich. Die Impfstoffe müssen ausschließlich intramuskulär (i.m.) verabreicht werden. Dies gilt auch für Patient:innen, die Antikoagulanzien (Blutgerinnungshemmer) einnehmen. Für diese sollen jedoch sehr feine Injektionskanülen verwendet und die Einstichstelle nach der Impfung mindestens 2 Minuten lang komprimiert werden.

Als vollständig geimpft gelten Personen 14 Tage nach Verabreichung aller notwendigen COVID-19-Impfstoffdosen, also am 15. Tag. Bei den COVID-19-Impfungen muss man unterscheiden, dass es Impfstoffe gibt, bei denen eine 1-malige oder eine 2-malige Impfung erforderlich ist (siehe oben). Personen, die eine PCR-bestätigte SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, sind 14 Tage nach der 1-maligen COVID-19-Impfung ebenfalls vollständig geimpft. Diese 1-malige Impfung sollte etwa 6 Monate nach der Diagnosestellung bzw. Genesung erfolgen.

Zu anderen planbaren Impfungen soll ein Mindestabstand von 14 Tagen vor und nach jeder COVID-19-Impfung eingehalten werden (Notfallimpfungen sind davon ausgenommen).

Die STIKO wird die Evidenz zu den bereits zur Anwendung kommenden sowie weiteren, kurz vor der Zulassung stehenden Impfstoffen fortlaufend prüfen. Die Impfempfehlung wird fortlaufend evaluiert und gegebenenfalls angepasst.

Stand: 22.04.2021

Sollten COVID-19-Impfungen auch in Senior:innen- und Altenpflegeheimen durchgeführt werden, in denen vor Kurzem oder zeitgleich COVID-19-Fälle aufgetreten sind?

Aus Sicht des RKI liegen derzeit keine Gründe vor, die COVID-19-Impfung nicht auch in Senioren- und Altenpflegeheimen anzubieten, in denen zeitgleich einzelne COVID-19-Fälle auftreten bzw. vor Kurzem aufgetreten sind.

Aufgrund der Wirksamkeit der COVID-19-Impfstoffe, die sich innerhalb von 7-14 Tagen nach 1. Dosis ausbildet, können vermutlich in solchen Einrichtungen - gerade bei protrahiert verlaufenden COVID-19-Ausbrüchen - eine relevante Anzahl an Fällen und auch an Todesfällen verhindert bzw. schwere Krankheitsverläufe abgemildert werden. Die bisher verfügbaren mRNA-Impfstoffe zeigen auch bereits nach der 1. Impfstoffdosis eine Effektivität hinsichtlich der Verhinderung von COVID-19. In den Publikationen der Phase-3-Studien zu Comirnaty (BioNTech/Pfizer) und COVID-19 Vaccine Moderna wird eine 1-Dosis-Wirksamkeit von 50-80% angegeben.

Der vektor-basierte Impfstoff Vaxzevria (AstraZeneca) wird seit dem 01.04.2021 für alle Personen mit einem Alter von > 60 Jahren empfohlen. Nach derzeitigem Kenntnisstand hat die AstraZeneca Vaccine unter Einhaltung des empfohlenen Abstands von 12 Wochen zwischen beiden Impfungen eine Wirksamkeit von bis zu 80% in allen Altersgruppen. Die Wirksamkeit ist in Bezug auf die Verhinderung einer schweren COVID-19-Erkrankung teilweise noch höher. Die bislang vorliegenden Daten geben keinen Hinweis darauf, dass die COVID-19-Impfstoffe nach bereits unbemerkt durchgemachter SARS-CoV-2-Infektion eine Gefährdung darstellt (FAQ: Dürfen bzw. sollten sich COVID-Genesene noch impfen lassen?).

Stand: 01.04.2021

Was sollte bei der Impfung in Senior:innen- und Altenpflegeheimen, in denen vor Kurzem oder zeitgleich zur Impfung COVID-19-Fälle aufgetreten sind, beachtet werden?

Ob man in einem Senior:innen- bzw. Alterspflegeheim im Rahmen eines Ausbruchs mit der COVID-19-Impfung beginnt, kann nur vor Ort entschieden werden. Die Entscheidung hängt mitunter von der Größe des Ausbruchs (Zahl der Betroffenen) und dem Anteil der COVID-19-Fälle an allen Bewohner:innnen sowie von der Dynamik des Ausbruchsgeschehens ab.

Des Weiteren sollte Folgendes beachtet werden:

  • Das Personal der Impfteams sollte möglichst selbst gegen COVID-19 geimpft sein (siehe STIKO-Empfehlung) und die infektionshygienischen Verhaltensregeln beachten (Verwendung von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) bestehend aus Schutzkittel, Einweghandschuhen, Atemschutzmaske (FFP2) und Schutzbrille).
  • Entsprechend der Fachinformation der Impfstoffe sollte die Impfung bei Personen mit akuter, schwerer, fieberhafter Erkrankung oder akuter Infektion verschoben werden.
  • Entsprechend der STIKO-Empfehlung muss vor Verabreichung einer COVID-19-Impfung das Vorliegen einer akuten asymptomatischen oder unerkannt durchgemachten SARS-CoV-2- Infektion labordiagnostisch nicht ausgeschlossen werden.
  • Entsprechend der STIKO-Empfehlung sollten Personen, die eine labordiagnostisch gesicherte Infektion mit SARS-CoV-2 bereits im Vorfeld durchgemacht haben, zunächst nicht geimpft werden.
  • Auch bei sehr alten Menschen oder Menschen mit progredienten Krankheiten, die sich in einem schlechten Allgemeinzustand befinden, muss die Impffähigkeit gegeben sein. Bei diesen Gruppen sollte ärztlich geprüft werden, ob ihnen die Impfung empfohlen werden kann.
  • Entwickelt eine geimpfte Person im Anschluss an die Impfung Symptome, die mit COVID-19 vereinbar sind, sollte eine SARS-CoV-2-Infektion labordiagnostisch ausgeschlossen werden.
  • Bei der Bewertung von bzw. Kommunikation zu Impfdurchbrüchen (d.h. Erkrankung trotz Impfung) muss das Zeitintervall zwischen der Verabreichung der Impfstoffdosis und dem Auftreten der Erkrankung berücksichtigt werden.
  • Die Gabe der 2. Impfstoffdosis soll für die mRNA-Impfstoffe (Comirnaty (BioNTech/Pfizer), COVID-19-Vaccine-Moderna) nach 6 Wochen und für Vaxzevria (AstraZeneca) nach 12 Wochen erfolgen, da dadurch sowohl eine sehr gute individuelle Schutzwirkung als auch ein größerer Effekt der Impfung auf Bevölkerungsebene zu erzielen ist.

Stand: 01.04.2021

Sollen Personen, die eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben oder von COVID-19 genesen sind, geimpft werden?

Es ist davon auszugehen, dass Personen, die von einer SARS-CoV-2-Infektion oder COVID-19 genesen sind, zumindest vorübergehend über einen gewissen Schutz vor einer Erkrankung verfügen. Aufgrund dieser anzunehmenden Immunität, zur Vermeidung überschießender Nebenwirkungen (überschießende systemische Impfreaktionen) und in Anbetracht des bestehenden Impfstoffmangels sollte eine einmalige Impfung von Personen mit durchgemachter Infektion (labordiagnostisch gesichert) nach Ansicht der STIKO unter Berücksichtigung der Priorisierung frühestens 6 Monate nach Genesung erwogen werden (siehe FAQ "Ist bei der Impfung Genesener eine einzige Impfstoffdosis ausreichend?").

Tritt nach Verabreichung der 1. Impfstoffdosis eine labordiagnostisch gesicherte SARS-CoV-2-Infektion (PCR-bestätigt) auf, kann nach Ansicht der STIKO die Verabreichung der 2. Impfstoffdosis ebenfalls erst frühestens 6 Monate nach Genesung bzw. Diagnosestellung erfolgen.

Wie vor jeder Impfung sollte auch vor der Impfung gegen COVID-19 geprüft werden, ob der Gesundheitszustand der zu impfenden Person eine Impfung erlaubt.

Die bisher vorliegenden Daten geben insgesamt keine Hinweise darauf, dass die Impfung nach bereits durchgemachter SARS-CoV-2-Infektion problematisch bzw. mit Gefahren verbunden wäre, das gilt für Sicherheit, Wirksamkeit und Verträglichkeit der Impfung. In den Zulassungsstudien der beiden mRNA-Impfstoffe sind auch Teilnehmer:innen eingeschlossen gewesen, die bereits im Vorfeld eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht hatten. Die Impfung wurde von diesen Personen nicht schlechter vertragen als von primär seronegativen Studienteilnehmer:innen. Lokale und systemische Reaktionen (siehe "Welche Impfreaktionen und Nebenwirkungen wurden nach einer COVID-19-Impfung beobachtet?") nach den Impfungen waren teilweise sogar weniger stark ausgeprägt. Die Effektivität der Impfung ist nicht unterschiedlich, wenn bereits eine SARS-CoV-2-Infektion vorangegangen ist. Vor diesem Hintergrund besteht keine Notwendigkeit, vor einer COVID-19-Impfung das Vorliegen einer akuten, asymptomatischen oder unerkannt durchgemachten SARS-CoV-2-Infektion labordiagnostisch auszuschließen.

Stand: 16.03.2021

Ist bei der Impfung Genesener eine einzige Impfdosis ausreichend?

Ja. Die STIKO hat ihre Impfempfehlung für Genesene auf Grundlage neuer Daten zur Immunogenität der COVID-19-Impfung bei von einer SARS-CoV-2-Infektion Genesenen aktualisiert.

Bei immungesunden Personen, die eine labordiagnostische gesicherte SARS-CoV-2-Infektion (PCR-bestätigt) durchgemacht haben, sollte eine einmalige Impfung frühestens 6 Monate nach Genesung erwogen werden. Aufgrund der bestehenden Immunität nach durchgemachter Infektion kommt es durch die 1-malige Boosterung durch die Impfung zu einer sehr guten Immunantwort. Für die Impfung von Genesenen können alle zugelassenen COVID-19-Impfstoffe verwendet werden.

Stand: 16.03.2021

Zu welchem Zeitpunkt soll die zweite Impfung mit den mRNA-COVID-19-Impfstoffen Comirnaty (BioNTech/Pfizer) und COVID-19 Vaccine Moderna erfolgen?

Unter Berücksichtigung der Zulassungen und der vorliegenden Wirksamkeitsdaten empfiehlt die STIKO für die mRNA-Impfstoffe einen Abstand zwischen den beiden Impfstoffdosen von 6 Wochen, da dadurch sowohl eine sehr gute individuelle Schutzwirkung als auch ein größerer Effekt der Impfung auf Bevölkerungsebene zu erzielen ist.

Stand: 01.04.2021

Hat die Impfung gegen COVID-19 einen Einfluss auf das Ergebnis von Antigen- und PCR-Testungen?

Es ist nicht davon auszugehen, dass die COVID-19-Impfung positive Antigentests (Schnelltests) hervorruft. Treten nach einer Impfung positive Antigentests auf, könnten folgende Ursachen zu Grunde liegen:

  • Die Person, die geimpft wurde, könnte bereits vor der Impfung infiziert gewesen sein. Die mittlere Inkubationszeit bei COVID-19 beträgt 5-6 Tage.
  • Die Person, die geimpft wurde, könnte sich kurz nach Impfung angesteckt haben. Eine Wirkung der Impfung tritt in der Regel 10-14 Tage nach Applikation der 1. Impfstoffdosis ein.
  • Da die COVID-19-Impfung keinen 100 %igen Schutz garantieren kann, ist es auch möglich, dass sich eine Person trotz Impfung infiziert; in der Regel verläuft die Erkrankung dann mit milderen Symptomen oder sogar asymptomatisch.
  • Der Antigentest kann falsch positiv sein.

Die COVID-19-Impfung mit mRNA- sowie Vektor-Impfstoffen wird wie andere intramuskulär zu verabreichende Impfstoffe bei Erwachsenen in den Oberarmmuskel injiziert. Nach der Impfung wird in Immunzellen und anderen Körperzellen das virale Spike-Protein (S-Protein) gebildet, gegen welches dann eine Immunantwort ausgelöst wird. Diese führt zur Bildung von virusneutralisierenden Antikörpern sowie zu einer T-Zell-Antwort. Das S-Protein wurde für die Impfstoffentwicklung ausgewählt, da es stark immunogen ist.

Fast alle in Deutschland eingesetzten Antigentests basieren auf dem Nachweis eines anderen Proteins, dem Nucleocapsid-Protein (N-Protein). Da Antigentests also ein anderes Virusprotein nachweisen als das bei der mRNA- oder Vektor-Impfung gebildete, ist ein Einfluss einer Impfung auf das Antigentestergebnis nicht gegeben. Die Angabe, ob es sich um einen S-Protein- oder N-Proteinbasierten Test handelt, findet sich in der Regel in der beigelegten Produktinformation.
Der Antigentest wird als Nasopharyngeal- bzw. Rachenabstrich durchgeführt. Selbst wenn es sich um einen S-Proteinbasierten Test handelt, erscheint es sehr unwahrscheinlich, dass vor der Antikörperbildung eine ausreichende Menge an Protein in den Mukosazellen (Schleimhaut) des Nasen-Rachenraums durch den Antigentest erfasst werden kann, zumal die Sensitivität der Antigentests begrenzt ist.

Ein positiver Antigentest bedarf einer PCR-Testung, um eine Infektion zu bestätigen oder auszuschließen. Die quantitativen RT-PCR-Verfahren zum Nachweis von SARS-CoV-2 mRNA beruhen üblicherweise auf der Detektion von zwei verschiedenen Virusgenen (Dual Target Prinzip; z.B. Envelope [E] plus N2; N1 plus N2; orf1a/b plus E). Eine Interferenz mit einer durchgeführten COVID-19-Impfung ist bei Verwendung dieser PCR-Tests ausgeschlossen.

Stand: 16.04.2021

Was muss beim Impfen unter Antikoagulation beachtet werden?

Die COVID-19-Impfung soll strikt intramuskulär (i.m.) und keinesfalls intradermal, subkutan oder intravaskulär verabreicht werden. Bei Patient:innen unter Antikoagulation soll die Impfung ebenfalls i.m. mit einer sehr feinen Injektionskanüle (z.B. 23 oder 25 Gauge) und einer anschließenden festen Komprimierung der Einstichstelle über mindestens 2 Minuten erfolgen.

Stand: 15.01.2021

Welche Nachbeobachtungszeit ist empfohlen?

Im Allgemeinen wird eine Nachbeobachtungszeit nach der Impfung gegen COVID-19 von mindestens 15 Minuten empfohlen. Längere Nachbeobachtungszeiten von 15-30 Minuten sollten vorsichtshalber bei bestimmten Risikopersonen eingehalten werden, z. B. bei Personen mit Gerinnungshemmung oder einer Impfkomplikation in der Anamnese. Eine Impfkomplikation wird laut STIKO definiert als eine über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehende gesundheitliche Schädigung.

Stand: 15.01.2021

Sollte der Impferfolg nach einer COVID-19-Impfung mittels Antikörperbestimmung überprüft werden?

Die STIKO empfiehlt bei den COVID-19-Impfungen keine Prüfung des Impferfolgs, weder nach der 1. Impfstoffdosis noch nach der 2. Impfstoffdosis. Derzeit sind für Geimpfte keine serologischen Korrelate definiert, die als Surrogatmarker für bestehende Immunität geeignet wären, sodass kein Schwellenwert angegeben werden kann, ab dem ein sicherer Schutz angenommen wird. Zudem wird unabhängig vom Vorhandensein von Antikörpern nach Impfung eine zelluläre Immunität aufgebaut. Ob im weiteren Verlauf ein serologisches Korrelat für die Wirksamkeit definiert werden kann ist unsicher; auch bei anderen impfpräventablen Krankheiten (z.B. Pertussis) kann bisher kein sicheres serologisches Korrelat für Schutz angegeben werden.

Stand: 08.02.2021

Muss eine COVID-19-Impfung zu einem späteren Zeitpunkt aufgefrischt werden?

Für die COVID-19-Impfstoffe liegen aktuell noch keine Daten vor, ob und ggf. in welchem Zeitabstand eine Auffrischimpfung notwendig sein wird. Die Beantwortung dieser Frage hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Dauer des Impfschutzes nach primärer Impfserie, der Wirkweise des Impfstoffs, möglicher Immunitätsentwicklung gegen Impfstoffkomponenten oder der Wirksamkeit gegen neue Virusmutationen. Bei vielen Standard- oder Indikationsimpfungen ist empfohlen, nach einem bestimmten Zeitintervall eine Auffrischimpfung zum Erhalt des Impfschutzes durchzuführen.

Stand: 23.02.2021

Könnte nach einer abgeschlossenen Impfserie eine spätere Auffrischimpfung mit einem anderen COVID-19-Impfstoff erfolgen?

Wie auch bei anderen neuen Impfstoffen liegen für die COVID-19-Impfstoffe aktuell noch keine Daten vor, ob und ggf. in welchem Zeitabstand eine Auffrischimpfung notwendig sein wird. Auch ist bisher nicht bekannt, ob – bei Notwendigkeit einer Auffrischimpfung – diese mit einem anderen Impfstofftyp vorteilhaft ist. Die Beantwortung dieser Fragen hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Dauer des Impfschutzes nach primärer Impfserie, der Wirkweise des Impfstoffs, möglicher Immunitätsentwicklung gegen Impfstoffkomponenten oder der Wirksamkeit gegen neue Virusmutationen.

Zurzeit ist eine häufig gestellte Frage, ob nach einer vollständigen Impfserie mit dem AstraZeneca-Impfstoff zu einem späteren Zeitpunkt mit einem mRNA-Impfstoff oder ggf. einem Impfstoff anderer Technologie aufgefrischt werden kann. Wie oben beschrieben liegen hierzu bisher keine Daten vor. Aus immunologischer Sicht spricht – nach aktuellem Kenntnisstand – nichts dagegen, zu einem späteren Zeitpunkt mit einem anderen COVID-19-Impfstoff geimpft zu werden, sei es, um einen mit der Zeit nachlassenden Impfschutz aufzufrischen oder um einen bestehenden, eventuell aber begrenzten Impfschutz (z.B. aufgrund neuer Virusvarianten) noch zu verbessern.

Aktuell empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) ein heterologes Impfschema für bereits einmal mit Vaxzevria (AstraZenca) geimpfte Personen im Alter von <60 Jahren aufgrund eines aufgetretenen Sicherheitssignals (siehe FAQ Warum ist der AstraZeneca-Impfstoff nur noch für Personen ≥60 Jahre empfohlen?). Das heißt, anstelle der zweiten AstraZeneca-Impfdosis soll eine Dosis eines mRNA-Impfstoffs 12 Wochen nach der Erstimpfung zu verabreicht werden. Die Hintergründe der Empfehlung werden in folgender FAQ behandelt: Warum empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) für bereits einmal mit Vaxzervria (AstraZeneca) geimpfte Personen im Alter von <60 Jahren ein heterologes Impfschema?

Stand: 07.04.2021

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