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Durchführung der COVID-19-Impfung (Stand 27.10.2023)

Impfschema: (Wann und) Wie sollte gegen COVID-19 geimpft werden?

Grundimmunisierung

Die Grundimmunisierung besteht i.d.R. aus 2 Impfstoffdosen (mit Ausnahmen bei Kindern). Die STIKO empfiehlt zur Grundimmunisierung folgende COVID-19 Impfstoffe:

  • Comirnaty (3 µg) im Abstand von 0-3-8 Wochen (3 Impfstoffdosen)
  • Comirnaty (10 µg) Comirnaty (30 µg)
  • Comirnaty Original/Omicron BA.4/5
  • Comirnaty XBB.1.5
  • Spikevax (25 µg)
  • Spikevax (50 µg)
  • Spikevax (100 µg)
  • Nuvaxovid
  • Valneva
  • JCOVDEN; 2. Impfstoffdosis mit einem mRNA-Impfstoff oder Nuvaxovid

Siehe hierzu auch Tabelle C der aktuellen Impfempfehlung. Bei der Grundimmunisierung sollte ein Mindestabstand von 3 Wochen (entsprechend der Fachinformation des jeweils verwendeten Impfstoffs) eingehalten werden.

Der empfohlene Abstand zur vorherigen Impfung ist abhängig von der Personengruppe, der Impfhistorie sowie der Impfstoffdosis. Sollte der empfohlene Abstand überschritten worden sein, kann die Impfserie dennoch fortgesetzt und muss nicht neu begonnen werden.

Eine begonnene Impfserie sollte i. d. R. mit dem gleichen Impfstoff abgeschlossen werden. Es gibt jedoch Ausnahmen: Nach der ersten Dosis JCOVDEN sollte die Impfserie heterolog mit einem mRNA-Impfstoff oder Nuvaxovid abgeschlossen werden. Bei Personen im Alter unter 30 Jahren und Schwangeren, die bereits eine Impfstoffdosis Spikevax erhalten haben, sollten ausstehende Impfungen mit Comirnaty erfolgen. Darüber hinaus kann, wenn der für die erste Impfstoffdosis verwendete mRNA-Impfstoff nicht verfügbar ist, unter Berücksichtigung der Alterseinschränkung und bei Nichtschwangeren auch der jeweils andere mRNA-Impfstoff eingesetzt werden. Besteht nach Verabreichung der ersten mRNA-Impfstoffdosis eine produktspezifische medizinische Kontraindikation gegen eine Fortführung der Impfserie mit mRNA-Impfstoffen, wie zum Beispiel eine anaphylaktische Reaktion, kann unter Berücksichtigung der STIKO-Empfehlung die Grundimmunisierung mit Nuvaxovid oder Valneva vervollständigt werden.

Auffrischimpfung

Die STIKO empfiehlt allen Personen ab 18 Jahre eine Basisimmunität, bestehend aus 2 Impfungen (Grundimmunisierung) und einer zusätzlichen Auffrischimpfung, wenn noch keine Infektion stattgefunden hat. Bei der Auffrischimpfung sollte i.d.R. ein Abstand von mindestens 6 Monaten zur vorherigen Impfung oder Infektion eingehalten werden.

Für bestimmte Personengruppen sind darüber hinaus weitere Auffrischimpfungen empfohlen (u.a. für Personen ab dem Alter von 6 Monaten mit erhöhtem Risiko für einen schweren Verlauf, Personen ab 60 Jahren, BewohnerInnen von Pflegeeinrichtungen sowie medizinisches und pflegendes Personal), die mit einem Mindestabstand von i.d.R. 12 Monaten zur letzten Impfung oder letzten bekannten Infektion verabreicht werden sollten. Dafür soll i.d.R. ein für die jeweilige Altersgruppe zugelassener Varianten-adaptierter Impfstoff verwendet werden. Auch Nuvaxovid kann bei ≥18-Jährigen bei individuellem Wunsch nach entsprechender Beratung für die Auffrischimpfung verwendet werden, ist jedoch nach Einschätzung der STIKO in der Schutzwirkung unterlegen. In Ausnahmefällen ist auch die Anwendung bei 12-17-Jährigen laut STIKO möglich (off-label use).

Anwendung

Die Impfstoffe sollen ausschließlich intramuskulär (i. m.) verabreicht werden. Dies gilt auch für Patient:innen, die Antikoagulanzien (Blutgerinnungshemmer) einnehmen. Für diese sollen sehr feine Injektionskanülen (z.B. 23 oder 25 Gauge) verwendet und die Einstichstelle soll nach der Impfung mindestens 2 Minuten lang fest komprimiert werden.

Bei COVID-19-Impfungen ist eine Aspiration bei der intramuskulären Applikation zur weiteren Erhöhung der Impfstoffsicherheit sinnvoll.

Im Allgemeinen wird eine Nachbeobachtungszeit nach der Impfung gegen COVID-19 von mindestens 15 Minuten empfohlen. Längere Nachbeobachtungszeiten von 15-30 Minuten sollten vorsichtshalber bei bestimmten Risikopersonen eingehalten werden, z. B. bei Personen mit Gerinnungshemmung oder einer Impfkomplikation in der Anamnese. Eine Impfkomplikation ist eine über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehende unerwünschte Reaktion.

Stand: 27.10.2023

Warum soll bei der Verabreichung der COVID-19-Impfung eine Aspiration erfolgen?

COVID-19-Impfstoffe dürfen ausschließlich intramuskulär und keinesfalls intravasal (d.h. in ein Blutgefäß) appliziert werden. Ziel der mit der 18. Aktualisierung der STIKO-Empfehlung zur COVID-19-Impfung erstmalig empfohlenen Aspiration bei den COVID-19-Impfungen ist es, eine unbemerkte intravasale Injektion zu vermeiden. Bei der Empfehlung der STIKO handelt es sich um eine zusätzliche Vorsichtsmaßnahme zur Erhöhung der Sicherheit der COVID-19-Impfungen, die möglicherweise dazu beitragen kann, das ohnehin geringe Risiko für eine Myo- und/oder Perikarditis nach COVID-19-Impfung weiter zu reduzieren. Bei Personen, die im Verlauf der bisherigen Impfkampagne ohne Aspiration gegen COVID-19 geimpft wurden und die Impfung ohne Komplikationen vertragen haben, besteht keinerlei Anlass zur Sorge über negative Folgen.

Bei der Impfung mit vorangehender Aspiration wird nach der intramuskulären Platzierung der Injektionsnadel zunächst kurz und sanft der Spritzenstempel zurückgezogen, bevor dann der Impfstoff injiziert wird. Sollte der sehr seltene Fall eintreten, dass ein Blutgefäß getroffen worden ist, würde in der Spritze Blut sichtbar werden. In diesem Fall wird nicht injiziert und die Kanüle aus dem Gewebe gezogen, die Impfstoffdosis verworfen und die Impfung an anderer Stelle wiederum nach Aspiration durchgeführt. Die Aspiration hat keine Nachteile für die zu impfende Person. Bei der empfohlenen sehr kurzen Aspirationsdauer ist das Vorgehen schmerzfrei.

Nach der COVID-19-Impfung mit mRNA-Impfstoffen sind sehr selten Myo- und Perikarditiden als schwere unerwünschte Ereignisse meist innerhalb der ersten 1-2 Wochen nach Verabreichung der Impfung aufgetreten. Einzelne Fälle von Myokarditiden wurden auch nach der Anwendung von Nuvaxovid beobachtet. Der Pathomechanismus ist bisher unklar. In einer tierexperimentellen Studie wurde beobachtet, dass nach gezielt intravasaler Injektion von Comirnaty bei Mäusen Myo- und Perikarditiden auftraten. Es besteht derzeit beim Menschen keine gesicherte Evidenz für den Zusammenhang zwischen einer intravasalen Injektion und dem Eintreten einer postvakzinalen Myokarditis und/oder Perikarditis. Durch die Aspiration vor der Impfstoffinjektion soll eine theoretisch denkbare, derzeit hypothetische Kausalkette beim Menschen ausgeschlossen werden. Auch in den Fachinformationen aller COVID-19-Impfstoffe wird darauf hingewiesen, dass die Injektion nicht intravaskulär, subkutan oder intradermal erfolgen darf.

Durch die Aspiration vor Injektion ergibt sich für die zu impfende Person kein Risiko, aber ein möglicher, wenn auch nicht quantifizierbarer Nutzen.

Für andere Impfungen gilt weiterhin: Die STIKO empfiehlt im Rahmen ihres Konzeptes zum schmerzreduzierten Impfen ebenso wie die WHO, dass bei der Verabreichung von Standardimpfungen auf die Aspiration verzichtet werden kann.

Stand: 14.11.2022

Kann die COVID-19-Impfung gleichzeitig mit anderen Impfungen verabreicht werden (z.B. Influenza)?

Gemäß Empfehlung der STIKO muss zwischen mRNA- oder Vektor-basierten COVID-19-Impfungen und der Verabreichung anderer Totimpfstoffe kein Impfabstand eingehalten werden. Die Impfungen können simultan, d.h. gleichzeitig, verabreicht werden, wenn eine Indikation zur Impfung sowohl gegen andere Erkrankungen als auch gegen COVID-19 besteht (z. B. bei gleichzeitiger Indikation für eine Impfung gegen COVID-19 und Influenza). Die Injektion soll jeweils an unterschiedlichen Gliedmaßen erfolgen. Zu Impfungen mit Lebendimpfstoffen soll hingegen ein Mindestabstand von 14 Tagen vor und nach jeder COVID-19-Impfung eingehalten werden.

Nuvaxovid kann gleichzeitig mit einem Influenza-Totimpfstoff verabreicht werden. Zur Verabreichung von anderen Tot- und Lebendimpfstoffen wird ein Abstand von 14 Tagen vor und nach Nuvaxovid-Applikation empfohlen. Für Valneva wird ein Abstand von 14 Tagen vor und nach Applikation zu anderen Tot- und Lebensimpfstoffen empfohlen.

Bei einer gleichzeitigen Gabe von 2 Impfstoffen ist zu beachten, dass Impfreaktionen häufiger als bei der getrennten Gabe auftreten können. Wirksamkeit und Sicherheit entsprechen bei gleichzeitiger Anwendung verschiedener Impfstoffe im Allgemeinen denen bei jeweils alleiniger Anwendung.

Eine ausführliche Aufklärung der zu impfenden Person über die möglichen, vermehrten vorübergehenden lokalen und systemischen Impfreaktionen ist bei der gleichzeitigen Gabe von COVID-19-Impfstoffen und anderen Totimpfstoffen (inkl. Influenza-Hochdosis-Impfstoffen) besonders wichtig.

Die STIKO hat zur Durchführung von Schutzimpfungen während der COVID-19-Pandemie im Epid Bull 18/2020 eine Stellungnahme veröffentlicht.

Stand: 08.02.2023

Wie sollen Personen geimpft werden, die bereits eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben?

Nach Einschätzung der STIKO sollen alle Personen im Alter ab 18 Jahren über eine sogenannte Basisimmunität gegen SARS-CoV-2 verfügen. Eine Basisimmunität wird durch mindestens 3 SARS-CoV-2-Antigenkontakte (Kontakte des Immunsystems mit dem Erreger oder seinen Bestandteilen, durch Impfung oder Infektion) erreicht.

Für den Aufbau einer bestmöglichen Basisimmunität sollten mindestens 2 der 3 Antigenkontakte als Impfung erfolgt sein. Bei Personen, die noch keine 3 Antigenkontakte hatten, sollen noch fehlende Antigenkontakte deshalb durch Impfungen mit zugelassenen und von der STIKO empfohlenen COVID-19-Impfstoffen komplettiert werden.

Die sogenannte hybride Immunität, die durch die Kombination von Impfung und Infektion erreicht wird, vermittelt einen guten Schutz vor schweren Krankheitsverläufen, der mindestens 12 Monate anhält. Daher sollen auch Personen mit einer oder mehreren zurückliegenden SARS-CoV-2-Infektionen geimpft werden. Die chronologische Abfolge dieser Antigenkontakte (SARS-CoV-2-Infektionen bzw. COVID-19-Impfungen) ist dabei unerheblich.

Eine Infektion sollte in der Regel nur dann als eigenständiger Antigenkontakt gewertet werden, wenn der Abstand zur vorangegangenen Impfung oder Infektion mindestens 3 Monate beträgt. Umgekehrt sollte nach einer Infektion ein Abstand von 3 Monaten zur Vervollständigung der Grundimmunisierung, bzw. 6 Monate zur Auffrischimpfung eingehalten werden.

Siehe dazu auch die FAQ „Ist die Schutzwirkung nach durchgemachter SARS-CoV-2-Infektion vergleichbar mit der nach COVID-19-Impfung?“.

Über die Basisimmunität hinaus sind für bestimmte Gruppen weitere Auffrischimpfungen empfohlen, siehe dazu die FAQ „Wer soll nach der aktuellen STIKO-Impfempfehlung gegen COVID-19 geimpft werden?“.

Stand: 01.06.2023

Welchen Risikogruppen wird die COVID-Impfung besonders empfohlen?

Die Prognose einer SARS-CoV-2-Infektion ist in der Allgemeinbevölkerung überwiegend günstig. Schwerwiegende und tödliche COVID-19-Verläufe werden überwiegend in Risikopopulationen beobachtet.

Die XBB.1.5-Varianten-adaptierten COVID-19-Impfstoffe werden voraussichtlich schrittweise bereitgestellt werden. Daher sollten zu Beginn der Impfsaison sehr alte Menschen sowie weitere Personen mit einem relevanten Risiko für schwere Erkrankung bei Infektion vorzugsweise geimpft werden.

Bei ausreichender Verfügbarkeit ist die impfende Ärzteschaft aufgerufen, auch bislang nicht geimpfte Erwachsene und Kinder, die arbeitsbedingt besonders exponiert sind oder die engen Kontakt zu vulnerablen Personengruppen haben, besonders zu berücksichtigen.

Nach aktuellem Kenntnisstand wurde für folgende Personengruppen ein erhöhtes Risiko für schwere COVID-19-Verläufe festgestellt:

A) Personen im Alter ab 60 Jahren

B) Schwangere, insbesondere bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge einer Grundkrankheit

C) BewohnerInnen und Betreute in Einrichtungen der Pflege sowie Personen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge einer Grundkrankheit in Einrichtungen der Eingliederungshilfe

D) Personen im Alter ab 6 Monaten mit Grunderkrankungen, die ein erhöhtes Risiko für schwere COVID-19-Verläufe haben:

Zu den Grundkrankheiten mit einem erhöhten Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf gehören z.B.:

  • Chronische Erkrankungen der Atmungsorgane (z. B. COPD)
  • Chronische Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenerkrankungen
  • Diabetes mellitus und andere Stoffwechselerkrankungen
  • Adipositas
  • Erkrankungen des ZNS, wie z. B. chronische neurologische Erkrankungen, Demenz oder geistige Behinderung, psychiatrische Erkrankungen oder zerebrovaskuläre Erkrankungen
  • Trisomie 21
  • Angeborene oder erworbene Immundefizienz (z. B. HIV-Infektion, chronisch-entzündliche Erkrankungen unter relevanter immunsupprimierender Therapie, Z.n. Organtransplantation)
  • Aktive neoplastische Krankheiten

Die vollständige Tabelle findet sich in der wissenschaftlichen Begründung der STIKO-Empfehlung.

Stand: 18.09.2023

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