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Allgemeines (Stand: 8.1.2021)

Wie lassen sich Impftermine während der Pandemie in die Praxisabläufe integrieren?

Auch während der SARS-CoV-2-Pandemie sollten anstehende Impfungen möglichst zeitgerecht verabreicht werden (siehe hierzu auch "Sollten Impfungen während der aktuellen SARS-CoV-2-Pandemie durchgeführt werden?") Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat zur Durchführung von Schutzimpfungen während der COVID-19-Pandemie außerdem im Epid Bull 18/2020 eine Stellungnahme veröffentlicht.

Um das Risiko einer Übertragung des Virus in der Praxis zu minimieren, können folgende Hinweise zur Praxisorganisation helfen:

  • Impftermine und andere Arztbesuche räumlich und zeitlich trennen:
    - Impftermine sollten räumlich (Wartebereiche, Behandlungsräume) und/oder zeitlich getrennt von anderen Arztbesuchen angeboten werden.
    - Insbesondere Arztbesuche wegen Infektionskrankheiten sollten streng von Impfterminen getrennt werden.

  • Wartezeiten in der Praxis vermeiden:
    - Impftermine sollten so getaktet werden, dass möglichst keine Wartezeiten in der Praxis entstehen.
    - Es könnten regelmäßige, kurze Impftermine angeboten werden, z.B. mehrmals in der Woche jeweils von 8-9 Uhr im 15-Minuten-Takt.

  • Kontakte in der Praxis reduzieren:
    - Kinder sollten möglichst mit nur einer Begleitperson und ohne Geschwister zum Termin kommen.
    - In der Praxis sollte der Impfling (und seine Begleitperson) durch möglichst wenige Mitarbeiter unter Einhaltung der empfohlenen Hygienemaßnahmen betreut werden.

  • Praxisbesuch planen:
    - Vor einem Praxisbesuch sollten sich Patienten telefonisch anmelden.
    - Wenn Patienten bei der telefonischen Anmeldung von Krankheitssymptomen berichtet, sollte nach den genauen Symptomen und dem möglichen Kontakt zu einer Corona-infizierten Person gefragt werden. Besteht der Verdacht auf eine Corona-Infektion, sollte die Impfung verschoben werden. COVID-19-Patienten sollten erst nach Entisolierung und vollständiger Genesung geimpft werden. Kontaktpersonen können bei Symptomfreiheit 14 Tage nach dem letzten Kontakt geimpft werden.
    - Patienten, die einen Impftermin wahrnehmen wollen, sollten über den veränderten Praxisablauf informiert und auf die notwendigen Hygienemaßnahmen hingewiesen werden.
    - Erinnerungssysteme können helfen, Patientinnen und Patienten, deren Eltern oder Sorgeberechtigte bzw. Angehörige aktiv an fällige, versäumte oder verschobene Impfungen zu erinnern.

  • Allgemeine Hygienemaßnahmen beachten:
    - Impftermine in gut belüfteten Bereichen durchführen und diese regelmäßig desinfizieren
    - Abstandsregelungen auch in der Praxis gewährleisten, z.B. durch Markierungen am Anmeldeschalter

Grundsätzlich sollte das Vorgehen in der eigenen Praxis immer unter Abwägung des individuellen Erkrankungsrisikos der Patientinnen und Patienten und der lokalen Gegebenheiten geplant werden.

Stand: 19.08.2020

Wird es einen eigenen Impfstoff für Kinder gegen COVID-19 geben?

Zunächst stehen die Impfstoffe nur für Erwachsene zur Verfügung, da sie bei Kindern und Jugendlichen noch nicht genügend auf Wirksamkeit und Sicherheit untersucht werden konnten.

Dass schwerpunktmäßig Impfstoffe für Erwachsene entwickelt werden, hat mehrere Gründe:

  1. Kinder sind schon allein aus ethischen Gründen nicht für frühe Tests vorgesehen. Vor der klinischen Prüfung an Kindern muss sichergestellt sein, dass in den Studien bei Erwachsenen keine schwerwiegenden Nebenwirkungen aufgetreten sind. Die Impfstoffentwicklung für Kinder verläuft ähnlich wie die Impfstoffentwicklung für Erwachsene, d.h. sie durchläuft verschiedene Stufen, in denen die Sicherheit und Wirksamkeit der Impfung geprüft werden, bevor sie eine Zulassung erlangen können.
  2. Der Fokus wird zunächst darauf gelegt, diejenigen zu schützen, die am schwersten an COVID-19 erkranken. Das sind bei COVID-19 insbesondere ältere Menschen und/oder Menschen mit Vorerkrankungen.
  3. Es ist davon auszugehen, dass mit wirksamen Impfstoffen gegen COVID-19 für Erwachsene, die im Laufe der Zeit in ausreichender Menge für die Bevölkerung vorhanden sein werden, auch das Infektionsgeschehen insgesamt zurückgedrängt werden kann. Darüber können auch Kinder geschützt werden.
  4. Kita- und Grundschulkinder scheinen nach allem, was bisher bekannt ist, das Infektionsgeschehen nicht in besonderer Weise anzutreiben und erkranken weniger häufig und stark als Erwachsene.

Stand: 17.12.2020

Wird es eine Impfempfehlung für Kinder gegen COVID-19 geben?

Das ist bisher noch nicht absehbar, Studien dazu sind jedoch geplant und wurden in kleinem Rahmen auch schon begonnen.

Es sind zunächst Impfstoffe für Erwachsene gegen COVID-19 in Deutschland zugelassen. Sollte es in Zukunft einmal einen Impfstoff für Kinder geben, muss durch die Zulassungsbehörden sichergestellt sein, dass dieser wirksam ist sowie ein sehr gutes Sicherheitsprofil aufweist. Ein solcher potentieller Impfstoff würde dann durch die STIKO bewertet werden. Die STIKO würde in der Folge darüber entscheiden, ob ein solcher Impfstoff für Kinder zu empfehlen ist oder nicht (siehe "Wie wurde die Impfempfehlung erarbeitet?").

Stand: 08.01.2021

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