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Influenzavirusforschung am RKI

Was hat die Lunge mit dem Ei zu tun? Am Robert Koch-Institut eine ganze Menge! Jeder kennt den normalen Schnupfen, der zum Glück meist nach ein paar Tagen mit laufender Nase, Kopfschmerzen und Husten wieder vorbei geht. Hierfür kommen viele verschiedene Viren als Erreger in Frage, die zum Glück üblicherweise nicht lebensbedrohlich sind.

Anzüchtung von Influenzaviren im Ei, 2016. Quelle: Andrea Schnartendorff/RKI

Ganz anders sieht die Sache bei der Influenza, der echten Virus­grippe, aus. Diese wird durch Influenza­viren ausgelöst und kann einen schwereren Verlauf nehmen. Dann ist nicht nur die Nase betroffen, denn diese Viren befallen auch die tieferen Atem­wege, im schlimmsten Fall die ganze Lunge. In schweren Grippe­saisons sterben in Deutschland mehr als 20.000 Menschen an der Influenza.

Das Nationale Referenz­zentrum für Influenza­viren am RKI überwacht die saisonale Influenza­virus­zirkulation, indem Patienten­proben aus einem Netzwerk von Arzt­praxen auf Viren untersucht werden. Weil Influenza­viren ursprünglich alle von Vögeln abstammen, werden viele davon in Hühner­eiern angezüchtet. Damit können wir erkennen, welche Viren gerade unterwegs sind, und können auch Vorhersagen über die Wirksamkeit von antiviralen Medikamenten oder Impfstoffen treffen.

Um die Mechanismen besser zu erforschen, wie genau uns die Viren krank machen, und die Frage, was wir dagegen tun können, brauchen Wissen­schaftler gute Modelle. Da die Virus­ver­mehrung immer nur in Zellen statt­finden kann, verwenden wir unterschiedliche Systeme von Zellkulturen. Seit einiger Zeit können wir auch echtes Lungengewebe im Labor untersuchen. Wenn Chirurgen Operationen an Lungen vornehmen, fällt oft über­schüssiges Material an, das wir für die Kultivierung von Influenza­viren einsetzen.

Begleiten Sie uns in die spannende Welt der Influenza­virus­forschung und auf unserem Weg von der Lunge ins Ei und wieder zurück! In einem gut verständlichen Übersichtsvortrag und anhand praktischer Anschauungs­objekten können Sie lernen, wie wir versuchen, den Geheimnissen der Viren auf die Spur zu kommen. Weitere Informationen zur Influenza finden Sie unter www.rki.de/influenza.

Stand: 15.10.2018

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