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Das Robert Koch-Institut trauert um Professor Dr. med. Georg Peters

Am 8. August ist Professor Dr. med. Georg Peters, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und Vorsitzender des Wissen­schaft­lichen Beirats des Robert Koch-Instituts, bei einer Bergwanderung in den Alpen tödlich verunglückt.

Georg Peters war dem Robert Koch-Institut lange Zeit und sehr eng verbunden. Seit mehr als 20 Jahren hat er das Institut sowie Kommissionen, die ihren Sitz am Robert Koch-Institut haben, intensiv unterstützt und inhaltlich mitgestaltet. So gehörte Georg Peters seit 1997 der Kommission für Krankenhaus­hygiene und Infektions­prävention (KRINKO) an, von 2001 bis 2004 auch als deren Vorsitzender. Georg Peters war Mitglied im 2012 gegründeten Expertenbeirat Influenza und zuvor bereits in der Influenza­kommission für den Pandemiefall aktiv. Erstmalig in den Wissenschaft­lichen Beirat des Robert Koch-Instituts berufen wurde Georg Peters im Herbst 2003. Im Februar 2009 wurde er zum Vorsitzenden des Wissenschaft­lichen Beirats gewählt, gefolgt von Wiederwahlen in den Jahren 2013 und 2017. Damit begann letzten Sommer seine vierte Amtszeit als Mitglied des Wissenschaft­lichen Beirats, die dritte als dessen Vorsitzender. In dieser Funktion war Georg Peters auch Mitglied des Gemeinsamen Wissenschaft­lichen Beirats des Bundes­ministeriums für Gesundheit, zuletzt dessen stellvertretender Vorsitzender.

Georg Peters war nicht nur kompetent, er war klug, pragmatisch und weit vorausschauend. Er hatte einen ausgezeichneten Blick für das Wesentliche und dazu eine überragende Fachkompetenz in der Medizinischen Mikrobiologie, von der klinischen Mikrobiologie – Mikroben bezeichnete er gern als "Viecher" – bis hin zur Ausbruchs­bekämpfung. Georg Peters war ein offener und fairer Visionär, der immer das Wohl seiner Mitmenschen wie der Patienten im Auge hatte. Daher suchten viele Kolleginnen und Kollegen seinen Rat. Dank seiner fachlichen und menschlichen Größe sowie seiner immensen Erfahrung war er in der Lage, stets wissenschaftlich fundierte wie praktikable Lösungswege zu entwickeln.

Georg Peters machte sich sehr für die Agenden RKI 2010 und RKI 2025 stark. Unter seinem Vorsitz wurden die Evaluierungen aller Abteilungen des Robert Koch-Institus, Nachwuchs- und Projektgruppen durchgeführt. Auch in Krisenzeiten stärkte er dem Robert Koch-Institut den Rücken, etwa beim EHEC-Ausbruch 2011 oder während der Bekämpfung des Ebolafieber-Ausbruchs in Westafrika 2014 und 2015. Aus vielen persönlichen Gesprächen wissen wir, dass ihm das Robert Koch-Institut und der wissenschaftliche Beirat unseres Instituts sehr am Herzen lagen. Er hat sich immer für uns eingesetzt. Wir haben ihm viel zu verdanken.

Der Tod von Georg Peters ist für uns alle ein großer Verlust. Wir werden ihm stets ein ehrendes Gedenken bewahren.

Unser tiefstes Mitgefühl gilt seiner Familie.

Prof. Dr. Lothar H. Wieler
Präsident

Prof. Dr. Lars Schaade
Vizepräsident

Stand: 15.08.2018

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