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Tag des Gesundheitsamtes 2023

Prävention und Gesundheitsförderung

Johann Peter Frank, Lithographie von Adolph Friedrich Kunike, 1819

Das Gesundheitsamt vor Ort ist eine zentrale Säule für den Schutz der Gesundheit der Bevölkerung. Den Tag des Gesundheitsamtes hat das RKI 2019 erstmals ausgerufen, am 19. März, dem Geburtstag von Johann Peter Frank – der Mitte des 18. Jahrhunderts geborene Arzt und Sozialmediziner Johann Peter Frank gilt als Begründer des Öffentlichen Gesundheitsdienstes. Leistungsfähige lokale Gesundheitsbehörden sind überall auf der Welt das Rückgrat aller öffentlichen Bemühungen um die Gesundheit der Bevölkerung.

Das Motto für den Tag des Gesundheitsamtes 2023 lautet „Prävention und Gesundheitsförderung“.

„Gesundheitsförderung zielt darauf ab, personale, soziale und materielle Ressourcen für die Gesunderhaltung zu stärken. Menschen sollen befähigt werden, durch selbstbestimmtes Handeln ihre Gesundheitschancen zu erhöhen (Empowerment). Zudem sollen die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen gesundheitsförderlicher gestaltet werden. Zentral ist außerdem die gesundheitsförderliche Gestaltung gesundheitsrelevanter Lebenswelten (Settings, zum Beispiel in Betrieb, Schule, Kindergarten, Krankenhaus, Hochschule, Gemeinde oder Wohnquartier). … In der Praxis finden sich Methoden der Gesundheitsförderung auch in Maßnahmen zur Primärprävention“ (aus: https://www.rki.de/DE/Content/GesundAZ/G/Gesundheitsfoerderung/Gesundheitsfoerderung_inhalt.html).

„Prävention bedeutet, die Krankheitslast in der Bevölkerung durch gezielte Maßnahmen zu verringern. Dabei umfasst Prävention alle Aktivitäten, die mit dem Ziel durchgeführt werden, Erkrankungen zu vermeiden, zu verzögern oder weniger wahrscheinlich zu machen. Es gibt die Primärprävention (vor Krankheitsbeginn, beispielsweise Impfen), Sekundärprävention (im Frühstadium einer Erkrankung, zum Beispiel Früherkennungsmaßnahmen) und Tertiärprävention (bei einer Krankheitsmanifestation, wie beispielsweise Patientenschulungen). Präventive Interventionsstrategien fokussieren zum einen auf das individuelle Verhalten und zum anderen auf die Verhältnisse, d.h. auf die gesundheitsrelevanten Lebensbedingungen wie beispielsweise Arbeitsbedingungen, Nichtraucherschutzgesetze oder das Schaffen von Radwegen (aus https://www.rki.de/DE/Content/GesundAZ/P/Praevention/Praevention_inhalt.html).

Im Unterschied zur ärztlichen Tätigkeit in Krankenhäusern oder ambulanten Praxen, die vorwiegend individualmedizinisch ausgerichtet ist, sind im ÖGD bevölkerungsbezogene Aspekte mit präventivem Ansatz von Bedeutung. Die Gesundheitsämter sind daher wichtige Akteure der Gesundheitsförderung und Prävention vor Ort. Das Präventionsgesetz (2015), das Leitbild für einen modernen ÖGD (2018) sowie der 2020 beschlossene „Pakt für den ÖGD“ bieten „Chancen für mehr Gesundheitsförderung durch den ÖGD vor Ort“, heißt es bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Bereits vor der Pandemie herrschte chronischer Personalmangel bei den Gesundheitsämtern. Der unermüdliche Einsatz, die Leistungsbereitschaft, und das Verantwortungsbewusstsein der Mitarbeitenden im ÖGD haben maßgeblich dazu beigetragen, die Pandemie bestmöglich zu bewältigen und die anderen Aufgabenbereiche, die während der Pandemie nicht an Bedeutung verloren haben, möglichst mit einer Notbesetzung zu bearbeiten.

Die Ressourcen zur Unterstützung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes wurden gestärkt. Im Pakt für den ÖGD wurden vom Bund umfangreiche Maßnahmen zur Unterstützung des ÖGD sowie die dafür notwendigen finanziellen Ressourcen zur Verfügung gestellt.

Stand: 07.01.2023

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