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Resistenz gegen Pyrethroide bei Kopfläusen in Deutschland

Leitung:

  • Robert Koch-Institut: Fachgebiet 16 "Erreger von Pilz- und Parasiteninfektionen und Mykobakteriosen", Dr. Anton Aebischer
  • Umweltbundesamt: Fachgebiet IV 1.4 "Gesundheitsschädlinge und ihre Bekämpfung", Dr. Birgit Habedank

Ein Befall mit Kopfläusen (Pediculus humanus capitis) ist zwar zum Glück kein medizinischer Notfall, aber nur schwer zu kontrollieren. Insbesondere in Gemeinschaftseinrichtungen kann dies zu Frustration bei allen Beteiligten führen. Viele Einrichtungen und Vereine stellen Informationsmaterial zur Verfügung. Auch das Robert Koch-Institut bietet einen RKI-Ratgeber zu Kopfläusen an.
Das Thema Resistenz gegen Pediculozide (Läusemittel) wird im RKI-Ratgeber nur gestreift. 2016 sind das RKI, das für die Entlausungsmittelprüfung zuständige Umweltbundesamt (UBA) und viele Gesundheitsämter dem Thema deshalb in einer bundesweiten Studie nachgegangen.

Viele Kopflausmittel enthalten Pyrethroide (insektizide Wirkstoffe), und wenn eine Behandlung mit einem solchen Mittel versagt, werden immer wieder Resistenzen gegen Pyrethroide dafür verantwortlich gemacht. Diese werden wiederum mit dem Vorkommen so genannter Knock-down resistance (Kdr)-Mutationen im Erbgut der Kopfläuse in Verbindung gebracht. Die Untersuchungen des RKI und des UBA haben jedoch gezeigt, dass die vom UBA empfohlenen Mittel, ob Pyrethroid-haltig oder nicht, trotz Kdr-Mutationen wirksam sind.

Für die Studie wurden über die mitwirkenden Gesundheitsämter aus ganz Deutschland Beprobungssets an interessierte Betroffene oder Einrichtungen ausgegeben. Kopfläuse, deren Eier oder auch nur Nissen wurden mit diesen Sets ans RKI geschickt, zusammen mit Informationen zur Herkunft der Kopfläuse, sowie zur Behandlung und zu deren Erfolg.

Die Läuseproben wurden am RKI aufbereitet und die DNA der Läuse bzw. der Eier oder Nissen isoliert. Diese DNA wurde im Anschluss insbesondere auf Kdr-Mutationen hin untersucht. Ergebnisse aus vorhergehenden Studien im Auftrag des UBA aus der Region Kiel, auf die sich z.T. Bialek et al. (2011; NEJM 364: 394) und Burow et al. (2010; Kinder u. Jugendarzt 41: 224) beziehen, deuteten bereits auf einen hohen Anteil von Kdr-Genvarianten hin. Die Studienergebnisse wurden im Februar 2018 in Form einer Übersichtsgrafik veröffentlicht.

Stand: 13.03.2018

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