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Neues Kooperationsprojekt mit dem Gesundheitsministerium der Russischen Föderation zur Umsetzung des russischen Trainingsprogramms für Feldepidemiologie

ZIG-Delegation mit Vertretern des russischen Gesundheitsministeriums in Moskau. Quelle: Staatliche Medizinische Universität Moskau "I. M. Setschenov"ZIG-Delegation mit Vertretern des russischen Gesundheitsministeriums in Moskau.Quelle: Staatliche Medizinische Universität Moskau "I. M. Setschenov"

Eine zentrale Aufgabe des neuen Zentrums für Internationalen Gesundheitsschutz (ZIG) am Robert Koch-Institut ist die Initiierung und der Ausbau internationaler Zusammenarbeit zur Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden im Rahmen der vertrauensvollen Partnerschaften weltweit. Seit seiner Einführung im Januar 2019 hat sich ZIG an mehreren internationalen Kooperationsinitiativen beteiligt, die den langfristigen Aufbau von Kapazitäten für öffentliche Gesundheitsnotfälle unterstützen und die Gesundheitssysteme stärken. Eine der jüngsten Entwicklungen ist die strategische Partnerschaft mit dem Gesundheitsministerium der Russischen Föderation bei der Umsetzung des nationalen Field Epidemiology Training Program (FETP).

Im Juli 2019 traf sich die erste Delegation des ZIG in Moskau mit den Vertretern des russischen Gesundheitsministeriums. Während des Treffens äußerten die russischen Kollegen ihr Interesse an der Einrichtung des russischen FETP, um das Seuchenüberwachungssystem des Landes und die Bereitschafts- und Reaktionskapazitäten für Ausbrüche zu stärken. Das Projekt ist Teil einer größeren Initiative der russischen Regierung zur Modernisierung des öffentlichen Gesundheitswesens mit den Schwerpunkten Innovation, Forschung und Ausbildung.

Ziel des seit 1980 weltweit eingerichteten FETPs ist es unter anderem, einen Stab von Experten mit "realer" Praxiserfahrung in verschiedenen Bereichen der Seuchenuntersuchung zu schaffen, einschließlich Datenerfassung und -analyse, schneller Risikobewertung, Forschung und Interpretation von Krankheitsinformationen. Das Hauptmerkmal des Programms ist der betreute "Learning by doing"-Ansatz. Das heißt, dass die Stipendiaten mindestens 80 Prozent der Ausbildungszeit im Feld verbringen und sich mit praktischen Aufgaben bei Krankheitsausbrüchen und anderen Arten von Notfällen im Bereich der öffentlichen Gesundheit beschäftigen. Heute decken über 70 FETPs rund 100 Länder ab.

Um die Umsetzung des russischen FETP zu unterstützen, hat das RKI vom 2. bis 6. Dezember 2019 eine Erkundungsmission nach Moskau durchgeführt, um dem russischen Gesundheitsministerium Empfehlungen zur Entwicklung und Umsetzung des nationalen FETPs zu geben. Das Expertenteam bestand aus Andreas Jansen und Evgeniya Boklage vom ZIG sowie der Teamleiterin der Postgraduiertenausbildung für Angewandte Epidemiologie (PAE) am RKI, Katharina Alpers, der ehemaligen wissenschaftlichen Koordinatorin des EPIET Marion Muehlen und dem EPIET-Mitbegründer Arnold Bosman.

 Die erfolgreiche Umsetzung eines FETP setzt voraus, dass das neue Programm mit dem sozioökonomischen und politischen Kontext des Gastlandes im Einklang steht. Um von Nutzen zu sein, muss es maßgeschneidert sein und in das bestehende System des öffentlichen Gesundheitswesens integriert werden. Während der Mission führten die Experten des RKI eine Reihe von Interviews und Roundtable-Gesprächen mit den wichtigsten Stakeholdern durch, darunter über 15 Epidemiologen, Virologen und andere Public-Health-Experten aus dem akademischen Bereich, nationalen Forschungsinstituten und öffentlichen Gesundheitsorganisationen. Die Bewertung lieferte ein klareres Bild der Struktur des nationalen öffentlichen Gesundheitssystems und half, dessen Bedürfnisse in der Feldepidemiologie zu identifizieren. Durch die Verwendung halbstandardisierter Fragebögen und Szenarien konnte das RKI-Team ein Verständnis für das russische System der epidemiologischen Ausbildung, der Krankheitsüberwachung, seiner Prozesse und der Hauptakteure im Hinblick auf verschiedene Arten von Notfällen im öffentlichen Gesundheitswesen gewinnen. 

Am Ende der Mission traf das Expertenteam mit dem stellvertretenden Gesundheitsminister der Russischen Föderation Sergei Kraevoi zusammen, um die ersten Ergebnisse des Besuchs zu präsentierten. Im Anschluss an das Treffen kündigte der Vizeminister die Einrichtung der Arbeitsgruppe zur Koordinierung der Initiative auf russischer Seite an. Das RKI-Expertenteam wird einen Abschlussbericht mit strategischen Empfehlungen zum Vorgehen bei der Entwicklung der nationalen FETP erstellen und einen Umsetzungsplan zur Unterstützung der Initiative skizzieren.

Stand: 06.12.2019

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