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Multidisziplinärer COVID-19-Unterstützungsbesuch im Iran (19. November bis 7. Dezember 2021)

Vom 19. November bis zum 7. Dezember 2021 fand ein multidisziplinärer COVID-19-Unterstützungsbesuch im Iran statt. Er folgte auf den Besuch einer iranischen Delegation am RKI im Juni 2021, bei dem bereits gemeinsame Interessen und Arbeitsbereiche angerissen wurden, darunter die COVID-19-Lage, Impfprävention, syndromische Surveillance und Containment Scouts. Der Iran ist im Hinblick auf seine Einwohnerzahl ähnlich groß wie Deutschland und war eines der ersten stark betroffenen Länder in der COVID-19-Pandemie; im Zeitraum von August bis September 2021 traf das Land eine schwere dritte Welle. Die öffentliche Gesundheitsversorgung ist kostenfrei, jedoch erschweren geltende Sanktionen einige Bereiche der Pandemie-Response deutlich, z.B. die Beschaffung von Material und Reagenzien im Bereich der Labordiagnostik.

RKI-Mitarbeitende im Austausch mit iranischem Gesundheitspersonal. Quelle: RKIRKI-Mitarbeitende im Austausch mit iranischem Gesundheitspersonal. Quelle: RKI

Ziel dieser RKI-Mission war ein Expertenaustausch zur aktuellen Situation und zur nationalen Reaktion auf die fortlaufende Pandemie. Darüber hinaus wurden diverse Institutionen besucht, um das iranische Public-Health-System besser kennenzulernen und mögliche zukünftige gemeinsame Aktivitäten zu eruieren. Daneben unterstützte das RKI einen Ausbruchsuntersuchungskurs des iranischen Pasteur-Instituts.

Treffen am Mofid-Kinderkrankenhaus, Teheran. Quelle: RKITreffen am Mofid-Kinderkrankenhaus, Teheran. Quelle: RKI

Die Mission war in zwei Gruppen aufgeteilt: In der ersten Woche bestand das Team aus Mitarbeitenden der Fachgebiete 37 und ZIG1. Unterstützung von klinischer Seite leistete die Charité Berlin. Besucht wurden unter anderem das Landesbüro der Weltgesundheitsorganisation (WHO), verschiedene Abteilungen des Gesundheitsministeriums (Forschung, internationale Kooperationen, Center for Communicable Diseases Control (CDC), Fachbereich für Migranten und Geflüchtete), die Tehran University of Medical Sciences (TUMS), das Pediatric Infections Research Center/Shahid Beheshti University of Medical Sciences, diverse Institutionen des öffentlichen Gesundheitswesens (Krankenhäuser, Gesundheitsposten und -zentren, u. a. am internationalen Flughafen Isfahan, Impfzentrum) und das iranische Pasteur-Institut, welches selbst einen COVID-19-Impfstoff entwickelt hat und aktuell Studien zu diesem durchführt. Themen waren insbesondere die infektionsepidemiologische Surveillance, Kontaktpersonennachverfolgung (KoNa), klinisches Management, Hygiene/IPC sowie das Vorgehen und die Durchführung von Ausbruchsuntersuchungen.

RKI-Mitarbeitende beim Ausbruchsuntersuchungskurs. Quelle: RKIRKI-Mitarbeitende beim Ausbruchsuntersuchungskurs. Quelle: RKI

Die zweite Gruppe, bestehend aus Mitarbeitenden von ZIG1 sowie von FG37, unterstützte einen gemeinsamen Workshop zur Untersuchung von Krankheitsausbrüchen (Training of trainers) im Research Centre for Emerging and Reemerging Infectious Diseases (Teil des iranischen Pasteur-Instituts) in Akanlu, einem kleinen Ort in der Provinz Hamadan, fünf Stunden westlich von Teheran. Während des Workshops hielten Vertreter von WHO CO, WHO EMRO, CDC Iran, des iranischen Pasteur-Institut, der Shahid Beheshti University of Medical Sciences sowie des RKI Vorträge und tauschten ihre Erfahrungen in den Bereichen Ausbuchsuntersuchung und -management aus.

Workshop am Research Centre for Emerging and Reemerging Infectious Diseases, Akanlu. Quelle: © Pasteur Institute of IranWorkshop am Research Centre for Emerging and Reemerging Infectious Diseases, Akanlu. Quelle: © Pasteur Institute of Iran

Stand: 26.04.2022

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