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Beitrag des ZIG zur internationalen Bekämpfung von COVID-19

Kollage von Bildern von ZIG-Unterstützungsmaßnahmen und EM Bild SARS-CoV-2. Quelle: Robert Koch-Institut

Seit Beginn des COVID-19-Ausbruchs unterstützt das Zentrum für Internationalen Gesundheitsschutz (ZIG) aktiv die Krisenreaktion auf nationaler und internationaler Ebene.

ZIG-Unterstützungsmaßnahmen auf nationaler Ebene konzentrieren sich auf die Sammlung und Bewertung internationaler Daten. Die Beobachtung der aktuellen Lageentwicklung weltweit und detailliert in ausgewählten Ländern sowie insbesondere die Analyse von Bewältigungsstrategien anderer Länder helfen bei der Krisenbewältigung in Deutschland.

ZIG-Unterstützungsmaßnahmen auf internationaler Ebene sind zeitgleich angelaufen. Bereits seit Ende Januar 2020 werden Diagnostik-Reagenzien und Labormaterialien an Partnerländer, vor allem in Afrika, versendet. In Absprache mit der Weltgesundheitsorganisation und den Africa Centres for Disease Control and Prevention werden virtuelle Diagnostik-Trainings für afrikanische Staaten und Staaten im Nahen und Mittleren Osten in verschiedenen Sprachen entwickelt und umgesetzt. Im Februar 2020 waren ZIG-Kolleginnen und Kollegen an Diagnostik-Trainings vor Ort in Ruanda (auf Vermittlung des GHPP-Projektes EFFO) und in Namibia (im Rahmen einer SEEG-Mission) beteiligt.

ZIG-Mitarbeitende waren auch an WHO-geleiteten Unterstützungsmissionen vor Ort im Rahmen von GOARN beteiligt:

  • Philippinen: Unterstützung des Datenmanagements des WHO-Regionalbüros bei der COVID-19-Ausbruchsbekämpfung von Februar bis März 2020.
  • Iran: Teilnahme an einer von der WHO geführten Mission hochrangiger internationaler Vertreter in den Iran im März 2020.

Das RKI ist ein gefragter Partner für Public-Health-Institutionen weltweit, wenn es um den Erfahrungsaustausch hinsichtlich des Managements des COVID-19-Ausbruchs geht. Hier steht das ZIG über Telefon- und Videokonferenzen in regelmäßigem Austausch mit Gesundheitsministerien und öffentlichen Gesundheitseinrichtungen in zahlreichen Ländern.

Am RKI koordinierte Global-Health-Projekte setzen ihre Ressourcen und ihr Personal in den Partnerländern ein, um die Ausbruchsbekämpfung vor Ort vorzubereiten und zu unterstützen. In den letzten Jahren aufgebaute Kapazitäten im Bereich des öffentlichen Gesundheitswesens tragen an vielen Stellen sichtbar dazu bei, diese Krisensituation gezielter und effektiver zu meistern. Neben der Stärkung der der Krankheitsüberwachung (Surveillance) und der Diagnostik, betrifft dies v.a. die verbesserte Infektionsprävention und -kontrolle.

Projekte

  • Einsatzhandbuch

Das Einsatzhandbuch „In Control? - A practical guide for experts working in health emergencies in international settings“ soll als Nachschlagewerk und Hilfsmittel dienen, um den Leserinnen und Lesern bei der Reaktion auf Gesundheitsnotfälle im Ausland, wie z.B. Covid-19, ein schnelles Verständnis der bunten Vielfalt der organisatorischen, rechtlichen und operativen Landschaft zu ermöglichen. Es wird in einem handlichen Format und als E-Book veröffentlicht, bietet praktische Informationen und Ratschläge für den Alltag und die Arbeit im internationalen Umfeld, und fasst die wichtigsten von Fachleuten verfassten Informationen in einem einzigen Tool zusammen.

Dieses Buch wird eine adaptierte Version der bekannten Publikation In Control: A practical guide for civilian experts working in crisis management missions sein.

Kontakt: Silva Lauffer, ZIG3

  • Risikokommunikation und Bürgerbeteiligung

Das Projekt „Risk Communication and Community Engagement (RCCE) during the COVID-19 outbreak: a multi-site international study” analysiert, welche Strategien während der COVID-19 Pandemie angewandt werden, um Risiken zu kommunizieren und Bürgerinnen und Bürger an der Kontrolle des Pandemieausbruchs und dem Schutz der Bevölkerung zu beteiligen. Im Vordergrund der Studie steht die Untersuchung der Entwicklung und Umsetzung von Kommunikations- und Beteiligungsstrategien. Darüber hinaus wird die Studie die Effektivität entsprechender Strategien bewerten.

Es werden Kommunikations- und Beteiligungsstrategien in drei nationalen Kontexten (Deutschland, Nigeria und Guinea) untersucht. Insbesondere die Bedeutung der Kommunikation mit und Beteiligung von gefährdeten und schwer erreichbaren Bevölkerungsgruppen (z.B. Geflüchtete, Wanderarbeiter) wird beleuchtet. Die Daten werden durch Literaturrecherchen, Umfragen, Interviews mit Schlüsselpersonen und Fokusgruppen-Diskussionen erhoben. Theorien der Kommunikationswissenschaften, Anthropologie und Politologie liegen der Konzeption und Analyse des Projekts zugrunde.

Die vom Zentrum für Internationalen Gesundheitsschutz geleitete Studie gibt Aufschluss darüber, wie Risikokommunikation und die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern zur Bewältigung einer Pandemie beiträgt und dadurch hilft, die Ausbreitung eines Pathogens in der Bevölkerung zu begrenzen. Die Ergebnisse können zur Verbesserung von Kommunikations- und Beteiligungsstrategien in zukünftigen Pandemien beitragen. Das Studienprotokoll wird derzeit entwickelt. Erste Ergebnisse des interdisziplinären Forschungsprojektes werden im Herbst 2020 vorliegen.

Kontakt: Dr. Charbel El Bcheraoui, ZIG2

  • Go.Data

Go.Data ist eine von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) entwickelte Plattform zur Erfassung von Krankheitsdaten im Feld. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Erfassung von Kontaktdaten, der Kontaktverfolgung und Übertragungsketten. Die Daten können in Form von Listen, Grafiken und operativen Dashboards dargestellt werden. Go.Data bietet verschiedene Betriebsarten (online, offline) und funktioniert mit verschiedenen Betriebssystemen (Windows, Linux, Mac) und als mobile App. Go.Data ist auf Flexibilität im Feld ausgelegt und hochgradig konfigurierbar mit umfangreichen Datenexport- und -importfunktionen. Es kann zur gleichzeitigen Bewältigung mehrerer Ausbrüche verwendet und an eine Vielzahl von Ausbruchsszenarien angepasst werden. Go.Data ist kostenlos, quelloffen und mehrsprachig.

Das RKI als WHO Collaboration Centre für das Global Outbreak Alert and Response Network (GOARN) unterstützt Länder mit hoher Priorität bei der Reaktion auf Ausbrüche, einschließlich Schulung, Implementierung und Monitoring von Go.Data.

Kontakt: Dr. Basel Karo, ZIG1

Stand: 11.06.2020

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