Navigation und Service

Zielgruppeneinstiege

Hinweis zum Einsatz von Cookies

Mit dem Klick auf "Erlauben" erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihren Aufenthalt auf der Seite anonymisiert aufzeichnen. Die Auswertungen enthalten keine personenbezogenen Daten und werden ausschließlich zur Analyse, Pflege und Verbesserung unseres Internetauftritts eingesetzt. Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie über den folgenden Link: Datenschutz

OK

AMSeC - Auffrischimpfung gegen Meningokokken der Serogruppe C: Abschätzung der Effekte auf Krankheitslast und Kosten im deutschen Gesundheitssystem

Projektleitung und Ansprechpartner: PD Dr. Ole Wichmann, Stefan Scholz

Projektfinanzierung: Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) Innovationsfonds

Laufzeit: 01.02.2019 - 31.01.2022

Hintergrund

Die Meningokokken-Infektion ist eine durch Bakterien verursachte Erkrankung, die durch Tröpfcheninfektion übertragen wird. In Deutschland kommen vorrangig die Gruppen B und C vor. Jährlich erkranken etwa 700 Menschen in Deutschland, am häufigsten Kinder und Jugendliche. Die Patienten leiden an Hirnhautentzündung oder Sepsis. Das Krankheitsspektrum reicht dabei von weitgehend symptomfreien Verläufen bis hin zu schweren septischen Verläufen, die innerhalb weniger Stunden zum Tod führen können. Bei 10 bis 20 Prozent der Patienten kommt es während der Erkrankung zu Komplikationen, die zu teils lebenslangen Einschränkungen führen können. Seit Juli 2006 empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) eine Impfung gegen Meningokokken C für alle Kinder im Alter von 12 bis 23 Monaten. Im Verlauf der Zeit kommt es allerdings zu einer Abnahme der Schutzwirkung. Außerdem ist derzeit ein Anstieg von Meningokokken-Erkrankungen vom Typ W und Y zu verzeichnen, gegen die der Meningokokken-C-Impfstoff keine Wirkung zeigt.

Ziele

Der Zweck der Studie ist die Bereitstellung einer evidenzbasierten Entscheidungsgrundlage für die STIKO zur Frage, ob zusätzlich zu der zur Zeit empfohlenen einmaligen Monoimpfung gegen Meningokokken der Gruppe C eine Auffrischimpfung im Jugendalter gegen den Subtyp C oder eine Kombinationsimpfung gegen die Subtypen A, C, W und Y eingeführt werden sollte. Hiermit wäre ggf. die Aufnahme in die Schutzimpfungsrichtlinie des G-BA verbunden, wodurch sie Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenkassen würde.

Methodik

Im Rahmen der Studie wird ein mathematisches Modell für die deutsche Bevölkerung entwickelt, das  eine Prognose über die zukünftige Krankheitslast und die damit verbundenen Kosten erstellen und den Einfluss verschiedener Impfstrategien auf diese Größen simulieren soll. Das Modell soll auch die Lebensqualität und Kosten der Patienten während und nach überstandener Erkrankung berücksichtigen. Dazu werden in einer Substudie Patientendaten verschiedener Altersstrukturen zur Lebensqualität mittels strukturierter schriftlicher Befragung erhoben. Um die Lebensqualität und die Kosten zu quantifizieren, die allein auf eine Meningokokkenerkrankung und deren Folgeerkrankungen zurückzuführen sind, werden in einer Fall-Kontroll-Studie Daten von Personen mit Meningokokkenerkrankung und von Personen ohne Meningokokkenerkrankung verglichen und ausgewertet. Die Personen mit Meningokokkenerkrankung sollen aus den Meldedaten über die Gesundheitsämter und die Personen ohne Meningokokkenerkrankung aus der Allgemeinbevölkerung über die USUMA GmbH rekrutiert werden.

Datenschutz

Die datenschutzrechtliche Grundlage der AMSeC-Studie bildet die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und die schriftliche Einwilligungserklärung der Personen für die schriftliche Befragung. Bei minderjährigen Teilnehmenden ist die Zustimmung der Eltern oder Sorgeberechtigten erforderlich. Der Wille des Kindes hat dabei Vorrang. Personen im Alter von 14 bis 17 Jahren sollen zusätzlich zu ihren Eltern/Sorgeberechtigten schriftlich in die Teilnahme einwilligen. Im Grundsatz ist davon auszugehen, dass Personen ab 14 Jahren die benötigte Einsichts-, Urteils- und Verständnisfähigkeit besitzen, um sich für eine Teilnahme zu entscheiden und, falls gewünscht, den schriftlichen Fragebogen alleine zu beantworten.

Die Rekrutierung der Personen ohne Meningokokkenerkrankung wird im Auftrag des Robert Koch-Instituts von der USUMA GmbH telefonisch durchgeführt. Dazu erbitten die Interviewer nach einer kurzen Beschreibung des Studienzwecks die Einwilligung, dass sie den Personen Informationen und eine Einladung zur Studienteilnahme zusenden können und hierfür die Kontaktdaten aufnehmen dürfen. Ohne diese Einwilligung wird kein Telefoninterview durchgeführt. Sollte die von der USUMA GmbH angeschriebene Person an der Studie teilnehmen wollen, sendet sie die Einwilligungserklärung mit Namen und Anschrift an das RKI zurück.

Kontakt

Verantwortlich für die Studie: Robert Koch-Institut, Fachgebiet 33, Seestr. 10, 13353 Berlin

Ansprechpartner: Dr. Viktoria Schönfeld, Stefan Scholz, AMSEC-Team [at] rki.de, Tel: 030 18754 3357

Stand: 14.07.2020

Zusatzinformationen

Gesundheitsmonitoring

In­fek­ti­ons­schutz

Forschung

Kom­mis­sio­nen

Ser­vice

Das Robert Koch-Institut ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit

© Robert Koch-Institut

Alle Rechte vorbehalten, soweit nicht ausdrücklich anders vermerkt.