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Epidemiologisches Bulletin 30/31 2020

Virushepatitis B und D im Jahr 2019

Deutschland hat sich den Eliminationszielen viraler Hepatitiden der WHO bis 2030 verschrieben. Um die Surveillance in Deutschland zu intensivieren und um eine bessere Vergleichbarkeit mit anderen europäischen Ländern zu gewährleisten, wurden 2015 die Falldefinitionen von Hepatitis B und D angepasst.

Zudem erfolgte eine Anpassung des IfSG 2017. Seit 2019 werden auch Zahlen zu chronischen Infektionen veröffentlicht. Seit 2015 ist eine starke Zunahme der gemeldeten Fallzahlen zu verzeichnen, was mit den oben beschriebenen Änderungen zusammenhängt. Eine im Epidemiologischen Bulletin 30/31 2020 nach Infektionsstadium differenzierte Auswertung des zeitlichen Verlaufs zeigt jedoch, dass die Anzahl akuter Infektionen seit 2011, mit Ausnahme von 2015, bei weniger als 600 Infektionen pro Jahr lag und seitdem kein Anstieg an akuten Infektionen zu verzeichnen war. Die Hepatitis-B-Impfquoten sind nicht nur in der Allgemeinbevölkerung, sondern auch in den Risikogruppen unzureichend. Strategien zur Erhöhung der Impfquoten sollten für die Allgemeinbevölkerung und die unterschiedlichen Risikogruppen evaluiert werden. Es wird dringend empfohlen, alle Säuglinge, Kinder und Jugendliche konsequent zu impfen.

Veröffentlicht: Epidemiologisches Bulletin 30/31 2020 (PDF, 1 MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Stand: 23.07.2020

    Hepatitis C im Jahr 2019

    Die Meldeinzidenz übermittelter HCV-Infektionen im Jahr 2019 hat sich seit 2018 stabilisiert. Die Unterschiede zwischen den Inzidenzen in den Bundesländern haben sich im Vergleich zum Vorjahr leicht verschoben. Wie auch in den Vorjahren lag die Inzidenz gemeldeter HCV-Infektionen bei Männern deutlich höher als bei Frauen. Wie im Epidemiologischen Bulletin 30/31 2020 erläutert wird, erklärt die Tatsache, dass Männer häufiger Drogen konsumieren als Frauen und dies der am häufigsten berichtete Übertragungsweg ist, unter anderem die höhere Inzidenz von Hepatitis C bei Männern.

    Veröffentlicht: Epidemiologisches Bulletin 30/31 2020 (PDF, 1 MB, Datei ist nicht barrierefrei)

    Stand: 23.07.2020

      Erfassung der SARS-CoV-2-Testzahlen in Deutschland (Update vom 30.7.2020)

      Im Rahmen der COVID-19-Pandemie spielt die Labordiagnostik zu SARS-CoV-2 eine entscheidende Rolle. Daten zur Anzahl der durchgeführten Testungen zu SARS-CoV-2 sowie zur Anzahl der Personen mit den jeweiligen Testergebnissen und den Testkapazitäten werden aktuell über verschiedene Netzwerke bzw. Umfragen erhoben.

      Veröffentlicht: Ergänzung vom 30.7.2020 (PDF, 258 KB, Datei ist nicht barrierefrei)

      Stand: 30.07.2020

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