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Biologische Gefahren

Vorbeugen, erkennen und den Schaden begrenzen

Gefahrenlagen, die durch bestimmte Substanzen oder Erreger entstehen, können natürlich bedingt sein, unbeabsichtigt oder gezielt verursacht werden. Unterschieden werden diese nach dem auslösenden Stoff: chemisch - biologisch - radiologisch - nuklear - explosiv (CBRNE).

Am Robert Koch-Institut (RKI) steht der Umgang mit Gefahrenlagen biologischen Ursprungs im Vordergrund, deren Folgen für die Gesundheit der Bevölkerung schwerwiegend sein können. Erkennen, Bewerten und Bewältigen natürlicher oder unfallbedingter Ausbruchsereignisse mit besonderen und hochpathogenen Krankheitserregern oder Toxinen wie auch eines bioterroristischen Anschlags ist Aufgabe des Zentrum für Biologische Gefahren und Spezielle Pathogene (ZBS) des RKI.

Bei Verdacht auf einen bioterroristischen Anschlag steht das ZBS den verantwortlichen Behörden im Gesundheits- und Sicherheitsbereich bei Bedarf zur Seite. Dabei sind die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des ZBS fachliche Ansprechpartner für den Umgang mit biologischen Gefahrstoffen, indem sie ihre wissenschaftliche Expertise zur Verfügung stellen und auf Anforderung auch am Ort des Geschehens unterstützen können.

In enger Kooperation mit den mit örtlichen Gesundheits- und Sicherheitsbehörden sowie Bundeskriminalamt und Spezialeinsatzkräften der Polizei, wird im Ereignisfall

  • eine Gefährdungs- und Risikobewertung erstellt,
  • in Amtshilfe bei der Probenahme vor Ort unterstützt,
  • der Erreger oder das biologische Toxin in der Umwelt und ggf. beim Menschen labordiagnostisch nachgewiesen und charakterisiert,
  • die Kriminaltechnik bei der Untersuchung kontaminierten Spurenmaterials beraten.

Während und nach dem Einsatz bietet das ZBS den beteiligten Einsatzkräften und dem zuständigen Gesundheitsamt außerdem Beratung zum Umgang mit Kontamination am Einsatzort (Situationsanalyse, persönliche Schutzausrüstung, potentielle Schutzmaßnahmen vor einer Weiterverbreitung der Kontamination, Dekontamination) sowie bei der Betreuung kontaminierter Personen an.

Um nachhaltig dafür notwendiges Wissen und Fähigkeiten zu generieren, arbeitet das ZBS mit verschiedenen Fachgremien eng zusammen. Mit Spezialisten u.a. aus den Bereichen klinisches Management, Arbeitssicherheit und Sicherheit werden beispielsweise behördenübergreifend Konzepte und Trainings zur Vorbereitung auf und Bewältigung von biologischen Gefahrenlagen entwickelt und erprobt.

Stand: 27.06.2018

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