Navigation und Service

Zielgruppeneinstiege

Hinweis zum Einsatz von Cookies

Mit dem Klick auf "Erlauben" erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihren Aufenthalt auf der Seite anonymisiert aufzeichnen. Die Auswertungen enthalten keine personenbezogenen Daten und werden ausschließlich zur Analyse, Pflege und Verbesserung unseres Internetauftritts eingesetzt. Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie über den folgenden Link: Datenschutz

OK

Bioterroristische Anschlagslagen bewältigen

Aufgaben und Kompetenzen des Robert Koch-Instituts

Zuständigkeiten und Aufgaben

Das Robert Koch-Institut hat die Aufgabe, die Gesundheitsbehörden der Länder sowie Polizei und Feuerwehr bei der Bewältigung bioterroristischer Anschlagslagen zu beraten und zu unterstützen. Hierzu hält das Zentrum für Biologische Gefahren und Spezielle Pathogene (ZBS) das notwendige Fachwissen im klinischen und seuchenhygienischen Management, in der Lagebewertung und –bewältigung sowie in der Labordiagnostik vor.

Gemeinsam mit den Behörden vor Ort wird im Ereignisfall

  • eine Gefährdungs- und Risikobewertung erstellt,
  • bei der Probenahme vor Ort unterstützt,
  • der Erreger oder das biologische Toxin in der Umwelt und ggf. beim Menschen labordiagnostisch nachgewiesen und charakterisiert,
  • bei der Untersuchung kontaminierten Spurenmaterials beraten.

Strukturen

Bei Verdacht auf einen bioterroristischen Anschlag steht das ZBS den verantwortlichen Stellen im Bedarfsfall auch direkt am Ort des Geschehens zur Seite.

1. Einsatzgruppe Bio

Die Einsatzgruppe Bio besteht aus Experten, die für die spezifischen Anforderungen einer außergewöhnlichen biologischen Gefahrenlage trainiert sind. Die Gruppe unterstützt Einsatzkräfte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD), von Polizei und Feuerwehr bei der Arbeit am kontaminierten Einsatzort. Sie kann Umweltproben sichern und bei der Tatortarbeit unterstützen.

2. Beratergruppe für Biologische Einsatzlagen

Neben der Einsatzgruppe Bio bietet die Informationsstelle des Bundes für Biologische Gefahren und Spezielle Pathogene (IBBS) eine Beratergruppe für Biologische Einsatzlagen. Diese unterstützt Führungsstäbe oder Befehlsstellen der Polizei und Feuerwehr sowie den ÖGD im klinischen und seuchenhygienischen Management, außerdem bei der Beurteilung und Bewältigung von Ereignissen durch hochpathogene Agenzien. Die Beratergruppe befindet sich derzeit im Aufbau.

3. Laboranalytik

Das Zentrum für Biologische Gefahren und Spezielle Pathogene (ZBS) ist in der Lage, alle bioterroristisch relevanten Agenzien zu identifizieren und charakterisieren:
Die Labore für hochpathogene Viren (ZBS1), hochpathogene mikrobielle Erreger (ZBS2) und biologische Toxine (ZBS3) können alle bioterroristisch relevanten Agenzien in klinischen sowie in Umweltproben spezifisch nachweisen und näher bestimmen. Darüber hinaus erlaubt die spezielle Licht- und Elektronenmikroskopie (ZBS4) eine schnelle mikroskopische Analyse unbekannter Proben und die Proteomik und Spektrometrie (ZBS6) die weitere Bestimmung von biologischen Stoffen mit modernen schwingungs- und massenspektrometrischen Verfahren.

Stand: 24.09.2019

Zusatzinformationen

Gesundheitsmonitoring

In­fek­ti­ons­schutz

Forschung

Kom­mis­sio­nen

Ser­vice

Das Robert Koch-Institut ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit

© Robert Koch-Institut

Alle Rechte vorbehalten, soweit nicht ausdrücklich anders vermerkt.