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Infektionsketten digital unterbrechen mit der Corona-Warn-App

Die Corona-Warn-App ist ein wichtiger Baustein der Pandemiebekämpfung

Corona-Warn-App auf einem Smartphone. Quelle: Bundesregierung

Hier können Sie die Corona-Warn-App herunterladen

Corona-Warn-App für iOS
Corona-Warn-App für Android

Überblick über neue Funktionalitäten

Version 2.12 mit neuen Statistiken zum Pandemiegeschehen

Mit dem Update auf Version 2.12 informiert die Corona-Warn-App noch ausführlicher über das Pandemiegeschehen. Die Nutzerinnen und Nutzer finden jetzt im Statistikbereich auch die 7-Tage-Inzidenz der Hospitalisierung und die Zahl der COVID-19-Erkrankten auf Intensivstationen.

Für die Berechnung der 7-Tage-Inzidenz für Hospitalisierungen wird die Anzahl COVID-19-Fälle genutzt, bei denen angegeben ist, dass sie hospitalisiert sind, mit einem Meldedatum in den letzten 7 Tagen und bezogen auf 100.000 Einwohner (siehe auch die FAQ "Wie wird die 7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz berechnet und was ist bei der Bewertung zu berücksichtigen?" unter www.rki.de/covid-19-faq). Die Zahl der COVID-19-Erkrankten auf Intensivstationen zeigt an, welchen Anteil COVID-Patientinnen und -Patienten an allen betreibbaren Intensivbetten für Erwachsene ausmachen.

In der Version 2.12 wurde auch der universelle QR-Code Scanner in die Registerkarte der Corona-Warn-App integriert. Damit gibt es nun eine zentrale Stelle zum Scannen von QR-Codes in der App. An den bekannten Orten in der Corona-Warn-App bleibt der QR-Code-Scanner ebenfalls erhalten. Mit dem universellen QR-Code-Scanner können Nutzerinnen und Nutzer seit Version 2.11 alle von der Corona-Warn-App unterstützten QR-Codes scannen, unabhängig davon, ob es sich um Tests, Zertifikate oder Check-ins handelt.

Außerdem wurden die Mitteilungseinstellungen vereinheitlicht. Wie bei anderen Apps auch, können Nutzerinnen und Nutzer Einstellungen zu Benachrichtigungen der Corona-Warn-App nun in den Geräteeinstellungen ihres Smartphones definieren. Dort können sie Benachrichtigungen nicht nur ein- oder ausschalten, sondern auch Benachrichtigungstypen festlegen.

Eine weitere Neuerung gibt es jetzt auch für iOS-Nutzerinnen und Nutzer: Sie können nun ebenfalls QR-Codes aus Bildern oder PDF-Dokumenten importieren. Nachdem sie den QR-Code-Scanner geöffnet haben, können sie unten links „Datei öffnen“ auswählen und darüber einen QR-Code aus ihrer Bild- oder Dateibibliothek importieren. Für Android steht diese Funktion bereits seit Version 2.11 zur Verfügung.

Version 2.11: Corona-Warn-App erhält universellen QR-Code-Scanner

Ab der Version 2.11 der Corona-Warn-App wird das Einscannen der QR-Codes schneller und einfacher. Bisher konnten Nutzerinnen und Nutzer den jeweiligen QR-Code-Scanner nur für seinen bestimmten Zweck nutzen. Zum Beispiel unter „Check-in“, um einen QR-Code einer Veranstaltung zu scannen, oder unter „Zertifikate“, um Impf-, Genesenen- oder Testzertifikate hinzuzufügen. Der universelle QR-Code-Scanner ermöglicht es Nutzerinnen und Nutzer nun, mit einem QR-Code-Scanner alle von der Corona-Warn-App unterstützten QR-Codes an beliebigen Stellen innerhalb der App zu scannen.

Für Android-Nutzerinnen und -Nutzer gibt es auch eine weitere neue Funktion. Ab Version 2.11 können sie QR-Codes aus Bildern oder PDF-Dokumenten importieren und müssen sie nicht mehr unbedingt mit der Kamera scannen.

Dafür können Nutzerinnen und Nutzer einen QR-Code-Scanner in der Corona-Warn-App öffnen (beispielsweise unter dem Reiter „Check-in“). Nachdem sie auf „QR-Code scannen“ getippt haben, können sie unten links „Datei öffnen“ auswählen und darüber einen QR-Code aus ihrer Bild- oder Dateibibliothek importieren. Die Corona-Warn-App liest den QR-Code auf dem Bild oder der Datei aus und speichert das Zertifikat, den Test oder die Veranstaltung abhängig von der Art des QR-Codes im entsprechenden Bereich der Corona-Warn-App ab.

Für iOS-Nutzerinnen und -Nutzer steht diese Funktion mit Version 2.12 der Corona-Warn-App zur Verfügung. In der Vergangenheit hatten vorwiegend Android-Nutzerinnen und -Nutzer teilweise Schwierigkeiten, QR-Codes zu scannen. Grund dafür ist die Vielfalt der Geräte, der Kameras und der Software in der Android-Welt. Dafür hat das Projektteam mit dem Import für QR-Codes als Bilder oder Dateien eine Lösung gefunden. Bei iOS sind deutlich weniger Nutzerinnen und Nutzer betroffen. Für iPhones liefert das Projektteam diese Funktion deshalb mit dem nächsten Update der Corona-Warn-App (2.12).

Version 2.10: Infos zu Auffrischungsimpfung und Zertifikat als PDF

Mit der Version 2.10 ist die Corona-Warn-App in der Lage, über eventuell anstehende Auffrischungsimpfungen zu informieren. Zwar gibt es im Moment (Stand 22. September 2021) keine offiziellen Regelungen darüber, ob oder für wen eine Auffrischungsimpfung notwendig wird, aber durch das neue Update ist die Corona-Warn-App schon jetzt bereit, mögliche Regeln sofort umzusetzen und Nutzerinnen und Nutzer, die eine Auffrischung benötigen, zu informieren.

In der Version 2.10 wird eine Textbox unter jedem Impfzertifikat angezeigt. Sie hält Nutzerinnen und Nutzer immer auf dem aktuellen Stand zu ihrem Impfstatus. Sollten Auffrischungsimpfungen notwendig werden, informiert die Corona-Warn-App die Betroffenen in dieser Box und weist zusätzlich mit einer Push-Nachricht darauf hin, dass es Neuigkeiten in der App gibt.

Ein roter Punkt zeigt Nutzerinnen und Nutzern an, wo es Neuigkeiten bei ihren Zertifikaten gibt. Diese visuelle Anleitung erleichtert es den Nutzerinnen und Nutzern, wichtige Informationen schnell zu finden, beispielsweise wenn ein Zertifikat abgelaufen oder eine Signatur ungültig ist.

Ab dieser Version ist es möglich, auch eine Druckversion der Zertifikate (wenn sie in Deutschland ausgestellt wurden) zu erstellen. iOS-Nutzerinnen und Nutzer können unter dem entsprechenden Zertifikat auf „Mehr“ und dann „Druckversion anzeigen“ tippen, Android-Nutzer*innen wählen die drei Punkte in der rechten oberen Ecke aus und tippen dann auf „Druckversion anzeigen“ (alle Bilder unter https://www.coronawarn.app/en/screenshots/)

Durch diese Funktion kann man das Zertifikat als PDF-Dokument speichern, verschicken oder es erneut ausdrucken. Falls das originale Dokument aus der Apotheke oder der Impfstelle verloren gegangen ist, spart diese Funktion einen erneuten Gang zur Apotheke.

Version 2.9: Stellvertreterwarnung und Auffrischungsimpfnachweis

Mit der Version 2.9. ist es Veranstalterinnen und Veranstaltern möglich, allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einer Veranstaltung in Vertretung eine Warnung über die Teilnahme einer später positiv getesteten Person zu übermitteln, die selber nicht über die Corona-Warn-App eingecheckt war. Notwendig für die Veranstalterin bzw. den Veranstalter ist eine Tan des Gesundheitsamtes, die unter dem Menüpunkt „In Vertretung warnen“ eingepflegt werden kann.

Ebenfalls können Nutzerinnen und Nutzern der Corona-Warn-App nun auch den Nachweis einer Auffrischungsimpfung in der Corona-Warn-App im Zertifikatebereich hinterlegen. Bei Genesenen entfällt künftig nach der ersten Impfung (Ausnahme Johnson und Johnson) die 14-tägige Wartezeit. Das Impfzertifikat wird hier unmittelbar erstellt.

Version 2.8: Standardisierte Schreibweise bei Namen in Zertifikaten und Anpassung der EU-Zertifikatsprüfung

Mit der Version 2.8 werden Namen in Zertifikaten, die in der Corona-Warn-App gespeichert sind (zum Statusnachweis als geimpft, genesen bzw. getestet), zusätzlich zur länderspezifischen Schreibweise auch in standardisierter, lateinischer Schreibweise angezeigt. So können sie überall gelesen werden.

Außerdem wurde die EU-Zertifikatsprüfung angepasst. Nutzende können sich mit der Zertifikatsprüfung vor einer Reise vergewissern, dass ihre Zertifikate in dem Land, in das sie reisen, gültig sind. Dafür kann jedes Land, das digitale COVID-Zertifikate der EU unterstützt, entsprechende Regeln hinterlegen, die die Corona-Warn-App abgleichen kann. Hat ein Land keine Einreiseregeln zur Verfügung gestellt, die die Corona-Warn-App zur Überprüfung heranziehen kann, heißt es in der Zertifikatsprüfung nun „Zertifikat nicht prüfbar“.

Version 2.7: Technisches Ablaufdatum und automatische Prüfung der Zertifikate

Mit der Version 2.7 können Nutzerinnen und Nutzer der Corona-Warn-App in ihrer App nun das technische Ablaufdatum ihrer Impf- beziehungsweise Genesenenzertifikate einsehen. Die Corona-Warn-App weist zudem 28 Tage vor dem technischen Ablauf unter dem Zertifikat in der App sowie mit einer Push-Nachricht auf das Ablaufdatum hin, sollten die Nutzerinnen und Nutzer Push-Nachrichten aktiviert haben. Sobald das Zertifikat abgelaufen ist, erfolgt eine weitere Benachrichtigung.

Ein Zertifikat, das technisch abgelaufen ist, bedeutet nicht zwangsläufig, dass kein Impfschutz mehr besteht. Es wird dann lediglich ein neuer digitaler Nachweis über die Impfung oder die Genesung benötigt.

Außerdem prüft die Corona-Warn-App nun die Signatur von Zertifikaten auf ihre Echtheit. Es können somit nur Zertifikate in die Corona-Warn-App importiert werden, die von einer autorisierten Stelle ausgestellt wurden. Da die Überprüfung automatisch erfolgt, müssen die Nutzerinnen und Nutzer dafür nicht selbst tätig werden. Dies gilt sowohl für Zertifikate, die ab Version 2.7 zum ersten Mal in die Corona-Warn-App importiert werden als auch für solche, die schon in der App vorhanden sind.

Version 2.6: Lokale 7-Tage-Inzidenzen und Gültigkeit von Zertifikaten für Reisende

Mit der Version 2.6 können Nutzerinnen und Nutzer der Corona-Warn-App in ihrer App bis zu fünf Bezirke oder Kreise auswählen und die jeweilige 7-Tage-Inzidenz anzeigen lassen.
Gehen Sie auf „Lokale 7-Tage-Inzidenz hinzufügen“ und wählen Sie Ihre Kreise und Bezirke aus.

Außerdem können Nutzerinnen und Nutzer ab jetzt auch vor einer Reise prüfen, ob ihre Zertifikate (Test-, Genesenen-, und/oder Impfzertifikat) in einem ausgewählten Land zum Zeitpunkt ihrer Reise gültig sind. Die Corona-Warn-App berücksichtigt dafür die geltenden Einreiseregeln des ausgewählten Reiselandes und gleicht sie mit verschiedenen Parametern des Zertifikats ab, wie Datum und Art des Tests, Testzentrum oder Datum einer Impfung.
Beteiligt sind grundsätzlich alle europäischen Länder, die die EU-Covid-Zertifikate unterstützen.

Zusätzlich können sich die Nutzenden der Corona-Warn-App über die Funktion „Sie lassen sich testen“ alle Covid-19-Testzentren anzeigen lassen, die in Ihrer Nähe und an die Corona-Warn-App angeschlossen sind.

Version 2.5: Genesenenzertifikat als Teil der Zertifikats-Wallet; Familienfunktion & Kennzahlen zu Impfstatistiken

Mit der Version 2.5 können Nutzerinnen und Nutzer der Corona-Warn-App nach digitalen Testzertifikaten für PCR- und Schnelltests sowie Impfzertifikaten nun auch Genesenenzertifikate in ihre App integrieren. Ob getestet, geimpft oder genesen – ab sofort können sie damit alle drei digitalen Zertifikatstypen an einem Ort in ihrer Corona-Warn-App verwalten (Zertifikats-Wallet), sowohl für sich selber als auch für andere Personen, wie Familienmitglieder (Familienfunktion).

An den entsprechenden Kontrollstellen, zum Beispiel am Flughafen, muss die Gültigkeit des jeweiligen Zertifikats durch das Scannen des QR-Codes mit der CovPass Check-App, beziehungsweise der Check-App des jeweiligen Landes, und der Kontrolle des Personalausweises überprüft werden.

In der Übersicht des Zertifikats-Wallets wird pro Person das relevanteste Zertifikat zuerst angezeigt. Beispielsweise wird das Testzertifikat eines aktuellen PCR- oder Schnelltests angezeigt, selbst, wenn der Nutzer oder die Nutzerin ein Impfzertifikat mit vollständigem Schutz hat. Sobald der Test nicht mehr aktuell ist (nach 24 beziehungsweise 48 Stunden), wird automatisch das Impfzertifikat an erster Stelle angezeigt.

Außerdem werden in den Statistiken nun zusätzlich Kennzahlen über den Fortschritt der Impfungen in Deutschland angezeigt - d.h. wie viele Personen sind bundesweit mindestens einmal beziehungsweise vollständig geimpft, welchen Anteil der Gesamtbevölkerung macht das jeweils aus und wie viele Impfdosen wurden in Deutschland verabreicht.

Version 2.4: Digitales EU-Testzertifikat

Mit der Version 2.4 der Corona-Warn-App können Nutzerinnen und Nutzer ein offizielles, digitales COVID-Testzertifikat für PCR- und Schnelltests anfordern, das im Falle eines negativen Testergebnisses ausgestellt wird. Sie können es in Ländern der Europäischen Union sowie Island, Norwegen, Liechtenstein und der Schweiz dafür verwenden, um ein negatives Testergebnis offiziell nachzuweisen.

Zur Erstellung des Testzertifikats werden die Daten Ende-zu-Ende verschlüsselt und vom Labor beziehungsweise der Schnellteststelle an die Corona-Warn-App übermittelt. Dafür werden die verschlüsselten Daten an das Robert Koch-Institut übertragen, um sie digital zu signieren und so die Gültigkeit des Zertifikats zu bestätigen. Die Daten können vom Robert Koch-Institut nicht entschlüsselt werden und werden nach Zustellung des Zertifikats gelöscht.

Nicht alle Schnelltestzentren unterstützen das digitale Testzertifikat. In diesem Fall werden Nutzerinnen und Nutzer während der Registrierung eines Tests nicht zum Beantragen des Zertifikats weitergeleitet.

Zusätzlich wurde in der Version 2.4 das Kontakt-Tagebuch erweitert. Sobald das Testergebnis vorliegt, wird es nun automatisch dem Kontakt-Tagebuch hinzugefügt.

In die freiwillige Datenspende zur Evaluation der Corona-Warn-App fließen jetzt auch solche Warnungen ein, die aufgrund eines positiven Schnelltests ausgelöst werden, wie es bereits für PCR-Tests möglich ist. Voraussetzung für die Erfassung ist, dass die Nutzerinnen und Nutzer die freiwillige Datenspende aktiviert haben.

Außerdem lassen sich nun über eine Online-Schnelltestpartnersuche Testanbieter finden, die die Übermittlung von Schnelltest-Ergebnissen an die Corona-Warn-App unterstützen: https://map.schnelltestportal.de

Version 2.3: Digitaler Impfnachweis

Die Version 2.3. der Corona-Warn-App ermöglicht es den digitalen Impfnachweis in der App hinzuzufügen. Sobald ihr Impfschutz vollständig ist, können Sie den QR-Code in der App vorzeigen, um Ihren Impfschutz nachzuweisen.

  • Um ein Impfzertifikat in der App hinzuzufügen, scannen sie den QR-Code, den Sie bei der Impfung erhalten haben.
  • Die App liest die Informationen aus dem QR-Code aus und speichert diese in einem sicheren Bereich Ihres Smartphones.
  • Die Daten bleiben auf Ihrem Smartphone. Eine Übertragung an andere Personen findet nur statt, wenn Sie diesen Ihr Impfzertifikat zur Überprüfung vorzeigen.
  • Die Verwendung des digitalen Impfnachweises ist freiwillig. Der Nachweis des vollständigen Impfschutzes kann auch auf andere Weise erbracht werden (z.B. mit dem gelben Impfausweis)
  • Das Impfzertifikat enthält die Daten über Ihre Corona-Impfung. Zum Nachweis Ihres Impfschutzes in den gesetzlich vorgesehenden Fällen genügt das Vorzeigen des QR-Codes in der App. Stellen Sie die Impfzertifikate und QR_Codes niemanden zur Verfügung, wenn sie nicht wollen, dass die Daten ausgelesen werden.
  • Wenn Sie den QR-Code in der App vorzeigen und dieser mit der Prüf-App gescannt wird, können andere Personen nachvollziehen, ob Ihr Impfschutz vollständig ist. Bei der Prüfung werden in der offiziellen Prüf-App auch Ihr Name und Ihr Geburtsdatum angezeigt.
  • Sie haben jederzeit die Möglichkeit, Impfzertifikate in der App wieder zu entfernen. Bis dahin bleiben die Impfzertifikate auf Ihrem Smartphone gespeichert.

Plakat "So teilen Sie Ihren positiven Test in der Corona-Warn-App"

Plakat "Positiv getestet? So teilen Sie Ihr Ergebnis über die Corona-Warn-App" (PDF, 4 MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Die Corona-Warn-App kann helfen Infektionsketten zu unterbrechen. Dafür ist es entscheidend, dass Menschen, die positiv auf das Coronavirus getestet werden mit Hilfe der App warnen. Voraussetzung dafür ist, dass Personen, die einen PCR-Test machen, diesen in der App registrieren. Das Plakat erklärt Schritt für Schritt, wie dies funktioniert.

Beitrag der Corona-Warn-App zur Pandemiebekämpfung

Ein zentraler Bestandteil der Bekämpfung jeder Pandemie ist das Unterbrechen der Infektionsketten. Mit der Corona-Warn-App können Sie als Nutzerin oder Nutzer einen wichtigen Beitrag leisten. Mit Hilfe der App können Risikobegegnungen im öffentlichen Raum erfasst und andere Menschen gewarnt werden, die mit Infizierten in Kontakt gekommen sind. Dadurch kann die Corona-Warn-App die Arbeit der Gesundheitsämter beim Nachverfolgen der Kontakte Corona-positiv getesteter Personen unterstützen. Die Kontaktnachverfolgung durch die Gesundheitsämter bleibt weiterhin nötig, z.B. um Personen zu ermitteln bzw. zu informieren, die die App nicht nutzen oder kein Smartphone besitzen.

Die Kontaktnachverfolgung und Benachrichtigung über die App ersetzt selbstverständlich NICHT die nach dem Infektionsschutzgesetz vorgeschriebenen Meldewege.

Die Corona-Warn-App wird vom Robert Koch-Institut für die deutsche Bundesregierung herausgegeben. Download und Nutzung der App sind freiwillig.

Wichtiger Hinweis: Ihre Daten sind sicher. Die Corona-Warn-App erfüllt höchste Ansprüche an den Datenschutz und arbeitet sehr datensparsam. Daher stehen allerdings auch nur im begrenzten Maßen Daten zur Auswertung ihrer Nutzung zur Verfügung.

Grundsätzliche Funktionsweise der Corona-Warn-App

Wie funktioniert und was kann die Corona-Warn-App (Erklärfilm)

Corona-Warn-App. Source: Bundesregierung

Eine genaue Anleitung finden Sie im folgenden Schaubild: So funktioniert die Corona-Warn-App im Detail (PDF, 2 MB, Datei ist nicht barrierefrei).

Statusanzeigen in der Corona-Warn-App

Die Corona-Warn-App hat zwei verschiedene Statusanzeigen: "niedriges Risiko" (grün) und "erhöhtes Risiko" (rot).

Die Status­anzeige „niedriges Risiko“ zeigt an, dass die App keine Be­geg­nung mit einer in der App doku­men­tierten Corona-posi­tiven Person iden­ti­fiziert hat oder dass die rele­vanten Schwellen­werte nicht über­schritten wurden.

Zeigt die App ein „niedri­ges Risikoan und listet gleich­zeitig Risiko­be­gegnun­gen auf, be­deu­tet dies, dass Sie Kontakt mit einer Corona-posi­tiven Person hatten, die Be­gegnung aber so kurz oder die Distanz so groß war, dass höchst­wahr­schein­lich kein erhöh­tes An­steckungs­risiko be­standen hat. Sie müssen in diesem Fall nichts tun, werden aber erneut für die geltenden Abstands- und Hygiene­regeln sensibi­lisiert.

Erscheint die Status­anzeige „erhöhtes Risiko“ auf dem Smart­phone der Nutze­rin/des Nutzers, hatte sie/er in den ver­gan­ge­nen 14 Tagen min­destens eine Be­gegnung mit einer später posi­tiv ge­testeten Person. Die Nutzerin/der Nutzer wird auf­ge­fordert, persön­liche Kontakte zu redu­zieren und sich mit der haus­ärzt­lichen Praxis oder dem Gesund­heits­amt in Verbindung zu setzen. Die Ärztin/der Arzt wird nach Sympto­men, rele­vanten Kon­takten, ggf. Risiko­indi­ka­tionen fragen und dann ent­schei­den, ob getestet werden soll.

Bei der kostenlosen Testung handelt es sich nicht notwendigerweise um einen PCR-Test. In der Coronavirus-Testverordnung heißt es im Einzelnen (in § 1 Abs. 1):

"Zur Diagnostik können nach Maßgabe dieser Verordnung und der Teststrategie des Bundesministeriums für Gesundheit eine Labordiagnostik mittels Nukleinsäure­nachweis, eine varianten­spezifische PCR-Testung oder eine Diagnostik durch Antigen-Test gehören. Zur Diagnostik durch Antigen-Test gehören

  1. eine Labordiagnostik mittels Antigen-Test,
  2. ein Antigen-Test zur patientennahen Anwendung durch Dritte (PoC-Antigen-Test) oder
  3. ein Antigen-Test zur Eigenanwendung, dessen Durchführung von einem Leistungserbringer nach §6 vor Ort überwacht wird (überwachter Antigen-Test zur Eigenanwendung)."

Evaluation der Corona-Warn-App

Um die Wirksamkeit der Corona-Warn-App zu untersuchen, führt das Robert Koch-Institut seit März 2021 federführend eine wissenschaftliche Evaluation durch. Die Evaluation setzt auf die freiwillige Beteiligung der App-Nutzenden, um die Effektivität der Corona-Warn-App zu erforschen.

Ziel der Evaluation ist es, besser zu bewerten, welchen Beitrag die App zum Unterbrechen von Infektionsketten leistet. Diese Evaluation mit Beteiligung der Nutzenden umfasst folgendes:

  1. die ereignisbezogene Befragung von Nutzerinnen und Nutzern der Corona-Warn-App in Form einer Online-Befragung und
  2. die ereignisunabhängige Analyse technischer Nutzungsdaten zur Funktion der Corona-Warn-App. Diese basiert auf einer freiwilligen Datenspende der Nutzerinnen und Nutzer, bei der ihre Privatsphäre gewahrt wird.

Die ereignisbezogene Befragung der Nutzerinnen und Nutzer ist seit Kurzem abgeschlossen. Die Möglichkeit zur Datenspende besteht weiterhin.

Die Privatsphäre der Nutzenden, die sich an der Evaluation beteiligen, bleibt jederzeit gewahrt. Genauere Informationen dazu finden Sie in folgender Grafik: Evaluation der Corona-Warn-App: So bleibt die Privatsphäre der Nutzerinnen und Nutzer geschützt (PDF, 189 KB, Datei ist nicht barrierefrei).

Die Evaluation wird von zahlreichen wissenschaftlichen Fachgesellschaften und Universitäten begleitet. Die Ergebnisse dienen dazu, die Corona-Warn-App weiterzuentwickeln, indem beispielsweise die Algorithmen der Risikoberechnung verbessert und die Nutzendenführung in der App optimiert wird.

Weitere Details zur Evaluation können Sie hier nachlesen.

Detailauswertungen veröffentlicht das Robert Koch-Institut regelmäßig im Blogformat auf https://www.coronawarn.app/de/science/.

Kennzahlen-Dashboard zur Corona-Warn-App

Seit mehr als einem Jahr veröffentlicht das Projektteam (Robert Koch-Institut, SAP, Deutsche Telekom) regelmäßig Kennzahlen zur Corona-Warn-App. Dies ist ein wichtiger Beitrag zur Transparenz, die zentraler Bestandteil aller Open-Source-Projekte ist.

An die Stelle des wöchentlichen Übersichtsdokuments tritt nun ein öffentliches, interaktives Dashboard mit den wichtigsten Kennzahlen. Diese werden täglich aktualisiert. In der Startversion sind folgende Kennzahlen abrufbar: Downloads, Registrierung von Tests, Testergebnisse sowie Teilungsverhalten und Warnungen mit grünem und rotem Risiko. Die Daten können ebenfalls als csv-Datei heruntergeladen werden.
Das Dashboard ist über den Blog der Corona-Warn-App unter https://www.coronawarn.app/de/analysis verfügbar.

Details zu den Quellen der dargestellten Daten sowie zur Nutzung des Dashboards finden Sie unter: https://www.coronawarn.app/de/blog/2021-10-04-key-figures-dashboard/

Archiv: Übersicht zu Kennzahlen zur Corona-Warn-App

Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Evaluation der Corona-Warn-App sowie zum öffentlichen Gesundheitsdienst/Labor/Medizinisches Personal

Epidemiologische Fragen (8.2.2021)

Wie die Risikofaktoren errechnet werden

Das Robert Koch-Institut bringt kontinuierlich seine wissenschaftliche Expertise dazu ein, wie Begegnungen, bei denen das Risiko einer Ansteckung bestand, über die App kategorisiert werden. Ebenso empfiehlt das RKI, welche Maßnahmen den Nutzerinnen und Nutzern der App für den Fall geraten werden, dass sie eine Begegnung mit einer positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Person hatten.

Damit eine Begegnung von der Corona-Warn-App als mögliche Risikobegegnung bewertet wird, muss sie epidemiologisch relevant gewesen sein. Das bedeutet, es muss das Risiko einer Ansteckung bestanden haben. Die Risikobewertung in der App erfolgt auf Basis eines komplexen Modells, in dessen Entwicklung verschiedene Faktoren eingeflossen sind.

Das Ansteckungsrisiko wird dabei in einem vierstufigen Verfahren bewertet. Dazu gehören die Auswertungen,

  • wie lange es her ist, dass die Nutzerin oder der Nutzer eine Corona-positive Person getroffen hat,
  • wie lange der Kontakt bestanden hat,
  • wie nah sich die Personen gekommen sind und
  • welches Übertragungsrisiko bei der Corona-positiven Person bestand.

Das Ergebnis ist ein Risikopunktestand (Risk Score), der der Nutzerin oder dem Nutzer als Mitteilung angezeigt wird. Überschreitet dieser „Risk Score“ einen definierten Schwellenwert, bekommt die Nutzerin/der Nutzer automatisch eine Warnung auf dem Bildschirm angezeigt

Mehr dazu unter: https://github.com/corona-warn-app/cwa-documentation/blob/master/translations/cwa-risk-assessment.de.md

Stand: 08.02.2021

Wie sich die Risikoberechnung mit der Umstellung auf die weiterentwickelte Schnittstelle von Apple/Google verändert hat

Die Corona-Warn-App basiert auf dem sog. Exposure Notification Framework (ENF) von Apple und Google. Mit Version 1.9 der Corona-Warn-App wurde diese auf die weiterentwickelte Schnittstelle (Version 2 des Exposure Notification Frameworks, ENF) umgestellt.

Konkret haben sich folgende Aspekte geändert: Bei mehreren Begegnungen mit erhöhtem Risiko (rot) wird Nutzerinnen und Nutzern nun das Datum angezeigt, an dem die letzte Begegnung mit erhöhtem Risiko stattgefunden hat.

Zudem ändert sich die epidemiologische Risikobewertung: Jetzt können mehrere – einzeln betrachtete – Begegnungen mit niedrigem Risiko (grün) zu einem erhöhten Risiko (rot) führen: Je nach Infektiösität werden 15-30 Minuten an Begegnungen mit niedrigem Risiko (grün) zu einer Begegnung mit erhöhtem Risiko (rot).

Auch die Anzeige ändert sich. Nutzerinnen und Nutzer bekommen nun die Anzahl an Tagen angezeigt, an denen Risikobegegnungen stattgefunden haben, dafür aber nicht mehr die Anzahl an Begegnungen.

Für die Risikobewertung ist mit der Umstellung auf das ENF 2.0 nicht mehr eine einzige Begegnung ausschlaggebend, sondern die Summe der Risikominuten pro Tag. So können auch mehrere, kurzzeitige Risikobegegnungen zu einem erhöhten Risiko führen.

Weitere Details zur Risikoberechnung sind, wie bisher auch, auf GitHub dokumentiert.

Stand: 08.02.2021

Was es mit dem Kontakttagebuch auf sich hat

Die Corona-Warn-App verfügt über ein Kontakttagebuch. Mit dieser Funktion können Nutzende in einem integrierten Kalender dokumentieren, wen sie wann getroffen haben. Das Nutzen der Funktion ist freiwillig. Möchte eine Nutzerin oder ein Nutzer die Funktion nicht nutzen, hat dies keine Auswirkungen auf andere Funktionen der Corona-Warn-App.

Das Kontakttagebuch wird über den Startbildschirm der App unter dem Button „Tagebuch führen“ angesteuert. Nachfolgend haben Nutzerinnen und Nutzer die Möglichkeit, nach Datum einzutragen, wen sie getroffen haben („Person hinzufügen“) und wo sie gewesen sind („Ort hinzufügen“). Diese Informationen werden für einen Zeitraum von 16 Tagen und ausschließlich auf dem Smartphone selbst gespeichert. Wird die Nutzerin bzw. der Nutzer innerhalb dieses Zeitraums positiv auf SARS-CoV-2 getestet, dient das Kontakttagebuch als Erinnerungshilfe, um Menschen zu informieren, mit denen in den vorangegangenen Tagen ein Kontakt bestanden hat.

Stand: 08.02.2021

Warum nur die Kontakte der letzten 14 Tage aufgezeichnet und ggf. gewarnt werden

Die Inkubationszeit gibt die Zeit von der Ansteckung bis zum Beginn der Erkrankung an. Sie liegt im Mittel bei 5 bis 6 Tagen (Spannweite 1 bis 14 Tage).

Das serielle Intervall definiert das durchschnittliche Intervall vom Beginn der Erkrankung eines ansteckenden Falles bis zum Erkrankungsbeginn eines von diesem angesteckten Falles. Das Robert Koch-Institut schätzt das serielle Intervall für SARS-CoV-2 im Median auf vier Tage, was durch verschiedene Studien gestützt wird. Ein beträchtlicher Anteil steckt sich zudem vermutlich schon 1 bis 2 Tage vor dem Symptombeginn der infektiösen Person an. Um alle Eventualitäten in der App abzudecken, wurde daher die Spannweite von 14 Tagen verwendet.

Weitere Informationen: www.rki.de/covid-19-steckbrief

Stand: 08.02.2021

Wie viele Personen bereits über eine mögliche Risiko-Begegnung informiert wurden

Es gibt keine Daten dazu, wie viele Menschen mit Hilfe der Corona-Warn-App über eine mögliche Risikobegegnung informiert wurden, da die App auf einem dezentralen Ansatz basiert. Alle Daten der Nutzerinnen und Nutzer werden verschlüsselt und ausschließlich auf dem eigenen Smartphone gespeichert. Das Robert Koch-Institut hat keinen Zugriff auf diese Daten.

Wird eine Person, die die App nutzt, positiv auf das Coronavirus getestet, kann sie freiwillig andere Nutzerinnen und Nutzer darüber informieren. Dann werden die Zufallscodes der infizierten Person allen zur Verfügung gestellt, die die Corona-Warn-App nutzen.

Ist die App aktiviert, prüft sie, ob die Nutzerin oder der Nutzer die Corona-positiv getestete Person getroffen hat. Diese Prüfung findet nur auf dem Smartphone statt. Ist die Prüfung positiv, zeigt die App der Nutzerin oder dem Nutzer eine Risiko-Benachrichtigung („erhöhtes Risiko“) an.

Stand: 08.02.2021

Fragen zur Evaluation der Corona-Warn-App (07.7.2021)

Was das Ziel der Evaluation ist

Die Evaluation untersucht die Wirksamkeit und den Nutzen der Corona-Warn-App.
Der Nachweis zur Wirksamkeit der CWA – dass die Nutzenden der CWA weniger weitere Personen infizieren – hat zwei wesentliche Aspekte:

  • Zum einen können Personen, die rechtzeitig über eine potentielle Infektion informiert werden, ihre Kontakte schneller reduzieren und so eine weitere Übertragung verhindern.
  • Zum zweiten können mit der CWA neben Freunden und Verwandten auch Personen, die den Warnenden nicht bekannt sind, über ein entsprechendes Risiko informiert werden.

Stand: 07.07.2021

Wie die Evaluation umgesetzt wird

Um die Wirksamkeit der Corona-Warn-App zu untersuchen, führt das Robert Koch-Institut seit März 2021 federführend eine wissenschaftliche Evaluation durch. Die Evaluation setzt auf die freiwillige Beteiligung der App-Nutzenden, um die Effektivität der Corona-Warn-App zu erforschen.

Ziel der Evaluation ist es, besser zu bewerten, welchen Beitrag die App zum Unterbrechen von Infektionsketten leistet. Diese Evaluation mit Beteiligung der Nutzenden umfasst folgendes:

  1. die ereignisbezogene Befragung von Nutzerinnen und Nutzern der Corona-Warn-App in Form einer Online-Befragung und
  2. die ereignisunabhängige Analyse technischer Nutzungsdaten zur Funktion der Corona-Warn-App. Diese basiert auf einer freiwilligen Datenspende der Nutzerinnen und Nutzer, bei der ihre Privatsphäre gewahrt wird.

Die ereignisbezogene Befragung der Nutzerinnen und Nutzer ist seit Kurzem abgeschlossen. Die Möglichkeit zur Datenspende besteht weiterhin.

Die Beteiligung der Nutzerinnen und Nutzer an der Befragung und Datenspende zur Evaluation der App war und ist freiwillig. Auch für die Evaluation anhand von Daten der App gelten höchste Anforderungen an den Datenschutz. Die Privatsphäre der Nutzenden, die sich an der Evaluation beteiligen, bleibt jederzeit gewahrt.

Stand: 07.07.2021

Wie sich Nutzerinnen und Nutzer der Corona-Warn-App an der Evaluation beteiligen können

Die ereignisbezogene Befragung der Nutzerinnen und Nutzer ist seit Kurzem abgeschlossen. Die Möglichkeit zur Datenspende besteht weiterhin.

Nutzerinnen und Nutzer haben weiterhin die Möglichkeit, freiwillig und fortlaufend technische Nutzungsdaten ihrer Corona-Warn-App zur wissenschaftlichen Auswertung zur Verfügung zu stellen, ohne dabei ihre Identität preiszugeben. Die ist möglich über die sog. Privacy Preserving Analytics (PPA) – also die Privatsphäre wahrende Analyse technischer Nutzungsdaten. In der Corona-Warn-App kann dies über die Funktion der „Datenspende“ aktiviert werden.

Stand: 07.07.2021

Wo die Ergebnisse der Evaluation veröffentlicht werden

Das Robert Koch-Institut veröffentliche Detailauswertungen zur Wirksamkeit der Corona-Warn-App regelmäßig im Blogformat auf https://www.coronawarn.app/de/science/.

Zudem werden die Erkenntnisse natürlich für den wissenschaftlichen Diskurs aufbereitet und entsprechend publiziert.

Stand: 18.06.2021

Was mit den Ergebnissen der Evaluation geschieht

Die durch die Evaluation gewonnenen Erkenntnisse sollen zur Weiterentwicklung der Corona-Warn-App genutzt werden. Sie sollen zum einen Verbesserungspotentiale aufzeigen und zum anderen auch als Nachweis zur Wirksamkeit der App dienen.

Stand: 05.03.2021

Wie die Privatsphäre geschützt wird

Mit Hilfe eines Verifizierungsverfahrens und technischer Maßnahmen wird sichergestellt, dass Nutzende, die sich an der Evaluation beteiligen, nicht identifiziert werden können. Dies gilt sowohl für die Online-Befragung als auch für die Analyse der technischen Nutzungsdaten. In jedem Fall bleibt die Privatsphäre der sich beteiligenden Nutzerinnen und Nutzer geschützt.
Zudem verhindern diese Schutzmaßnahmen Missbrauch und sichern die Datenqualität.

Gleichzeitig stellt dieses Verfahren sicher, dass nur Nutzerinnen und Nutzer an der Evaluation teilnehmen, die die Corona-Warn-App tatsächlich installiert haben und dass diese auch nur einmalig an der Befragung teilnehmen können.

Genauere Informationen dazu finden Sie in folgender Grafik: Evaluation der Corona-Warn-App: So bleibt die Privatsphäre der Nutzerinnen und Nutzer geschützt (PDF, 189 KB, Datei ist nicht barrierefrei).

Stand: 12.03.2021

Was es mit der Datenspende zur Analyse technischer Nutzungsdaten auf sich hat

Neben den ereignisbezogenen Befragungen wurde zudem eine datenschutzkonforme Möglichkeit geschaffen, wie Nutzerinnen und Nutzer freiwillig und fortlaufend technische Nutzungsdaten ihrer Corona-Warn-App zur wissenschaftlichen Auswertung zur Verfügung stellen können, ohne dabei ihre Identität preiszugeben.
Mit Hilfe der sog. Privacy Preserving Analytics (PPA) – also einer die Privatsphäre wahrenden Analyse technischer Nutzungsdaten - können die Abläufe und die Nutzung der CWA besser verstanden und die App dadurch fortlaufend in ihrer Funktion und in ihrer Benutzungsfreundlichkeit verbessert werden.
Konkret können mit Hilfe der Analyse der technischen Nutzungsdaten folgende Aspekte untersucht werden:

  • welche Ereignisse (z.B. Anzeige eines erhöhten Risikos, Registrierung eines Tests, Anzeige eines Testergebnisses, Schlüsseleinreichung zum Warnen Anderer) in der App mit welcher Häufigkeit auftreten,
  • wann diese Ereignisse auftreten und wie und mit welchem zeitlichen Abstand sie aufeinander folgen,
  • welche Auswahlen die Nutzenden in der App daraufhin treffen,
  • wo und wann Nutzende Prozesse innerhalb der App abbrechen,
  • mit welchen demografischen Daten (z.B. Altersgruppe, sofern angegeben) dies assoziiert ist.

Stand: 05.03.2021

Fragen zum öffentlichen Gesundheitsdienst/ Labor/ Medizinisches Personal (8.2.2021)

Wie die Testlabore an die Corona-Warn-App angebunden sind

Labore können Testergebnisse auf SARS-CoV-2 auch direkt an die jeweilige Nutzerin/den jeweiligen Nutzer senden, sodass diese schneller informiert werden. Im Fall eines Positivtests wird so das Risiko zu reduziert, dass sich weitere Menschen anstecken.

Voraussetzung für die automatische Übermittlung ist, 1. dass die Labore technisch an die Infrastruktur der Corona-Warn-App angeschlossen sind. Die Anbindung der Labore an die Corona-Warn-App ist freiwillig. 2. Muss die getestete Person ihren Test in der App registrieren. Dies geschieht mit Hilfe eines QR-Codes, die Teil eines Formulars der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) sind.

Bei der Probenentnahme gibt die getestete Person ihre Einwilligung zur automatischen Übermittlung des Testergebnisses.

Muster Probenbegleitschein. Quelle: Robert Koch-Institut

Die bestehenden Meldewege entsprechend des Infektionsschutzgesetzes im Fall eines positiven Testergebnisses bleiben von der automatischen Übermittlung unberührt.

Stand: 08.02.2021

Welche Information die Nutzerin/der Nutzer mit „erhöhtem Risiko“ an das Gesundheitsamt weitergeben kann, um die Kontaktnachverfolgung zu unterstützen

Mit der Benachrichtigung über ein „erhöhtes Risiko“ sind folgende konkrete Angaben verbunden:

  • Anzahl der Tage mit Risikobegegnungen,
  • Datum der letzten Risikobegegnung,
  • Zeitpunkt der letzten Aktualisierung/Risikoüberprüfung (Tag/Uhrzeit)

Nur die Nutzerin/der Nutzer selbst sieht diese Informationen in der App. Eine Weitergabe an das Gesundheitsamt ist freiwillig.

Stand: 08.02.2021

Wie das Gesundheitsamt verifizieren kann, dass die Nutzerin/der Nutzer ein "erhöhtes Risiko" auf der App hat

Die Nutzerin/der Nutzer wird gebeten, die Risikobenachrichtigung in der App zu beschreiben, um den Erhalt der Benachrichtigung zu plausibilisieren. Darüber hinaus gibt es aktuell keine Möglichkeit für die Gesundheitsämter zweifelsfrei zu bestätigen, dass die Anruferin/der Anrufer eine Risiko-Benachrichtigung „erhöhtes Risiko“ über die App erhalten hat.

Meldet sich eine Nutzerin/ein Nutzer beim Gesundheitsamt wird empfohlen, im Gespräch – analog zum üblichen Verfahren – die Kontaktsituation zu klären. Dazu können die Details der Risikobenachrichtigung aus der App genutzt werden, wie z.B. genannte Anzahl der Risikobegegnungen und den Zeitpunkt seit der letzten Risikobegegnung. Sofern möglich, erfolgen auf dieser Basis eine Kategorisierung als Kontakt der Kategorie I oder II und entsprechende Maßnahmen.

Sofern die Informationen für die Kategorisierung nicht ausreichen, wird folgendes Vorgehen empfohlen:

  • PCR-Testung auf SARS-CoV-2 anbieten
  • Hinweis geben, dass negativer Test eine Infektion nicht ausschließt
  • nachdrücklich auf AHA+L-Regeln hinweisen
  • Empfehlung aussprechen, zu Hause zu bleiben und Kontakte zu reduzieren, wenn möglich.
  • In besonderen Fällen kann das Gesundheitsamt eine häusliche Absonderung (Quarantäne, Isolation) oder ein Tätigkeitsverbot anordnen.

Stand: 20.11.2020

Wie die Corona-Warn-App vom medizinischen Personal (inklusive Krankentransporte) verwendet werden soll

1. Behandlung von positiv getesteten Patientinnen und Patienten mit adäquater Schutzausrüstung* (vorherige Verifizierung über die Corona-Warn-App)
Den behandelnden Personen wird nicht dauerhaft ein erhöhtes Risiko in der Corona-Warn-App angezeigt, wenn sie mit positiv getesteten Patientinnen und Patienten in Kontakt stehen, die vor Behandlungsbeginn ihr positives Testergebnis in der Corona-Warn-App geteilt haben.

Dies liegt daran, dass die Warnmeldung, die von der positiv getesteten Person ausgeht, nur einmalig und für den Zeitraum vor dem Teilen des positiven Testergebnisses ausgelöst wird. So werden alle Nutzerinnen und Nutzer, die im Zeitraum von bis zu 14 Tagen vor dem Teilen des positiven Testergebnisses mit der positiv getesteten Person Kontakt hatten, gewarnt. Nach dem Teilen des positiven Testergebnisses wird die Austauschfunktion der Codes über die App des verifizierten Falls deaktiviert.

Medizinisches Personal kann daher die Corona-Warn-App vollumfänglich nutzen, selbst wenn sie positiv getestete Patientinnen und Patienten behandelt.

2. Behandlung von positiv getesteten Patientinnen und Patienten mit adäquater Schutzausrüstung* (Verifizierung über die Corona-Warn-App, erst nachdem es bereits Kontakte in der Klinik gab)
Teilt eine positiv getestete Person erst nach Behandlungsbeginn ihr/sein Testergebnis über die Corona-Warn-App, wird dem behandelnden Personal eine Risikobegegnung bzw. eine Benachrichtigung über ein erhöhtes Risiko für diesen Kontakt angezeigt. Die gezielte Deaktivierung der Warnmeldung für bestimmte Kontakte ist nicht möglich. Auch kann die App die konkrete Kontaktsituation – also bei der Behandlung mit adäquater Schutzausrüstung – nicht erkennen. Daher wird empfohlen, bei der Behandlung von positiv getesteten Personen die eigene Bluetooth-Funktion auszuschalten, um zu verhindern, dass die Behandlungskontakte Risikobenachrichtigungen auslösen.

3. Behandlung von Patientinnen und Patienten mit ungeklärten SARS-CoV-2 Infektionsstatus durch Personen mit adäquater Schutzausrüstung*
Bei der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit einem ungeklärten Infektionsstatus mit adäquater Schutzausrüstung wird empfohlen, die eigene Bluetooth-Funktion zu deaktivieren. Teilt die behandelte Person später ihr positives Testergebnis in der Corona-Warn-App werden dem medizinischen Personal ansonsten Behandlungskontakte als erhöhtes Risiko angezeigt. Die gezielte Deaktivierung der Warnmeldung für bestimmte Kontakte ist nicht möglich. Auch kann die App die konkrete Kontaktsituation – also bei der Behandlung mit adäquater Schutzausrüstung – nicht erkennen.

*Eine adäquate Schutzausrüstung liegt vor, wenn die Vorgaben gemäß den "Empfehlungen des RKI zu Hygienemaßnahmen im Rahmen der Behandlung und Pflege von Patienten mit einer Infektion durch SARS-CoV-2" und den "Erweiterten Hygienemaßnahmen im Gesundheitswesen im Rahmen der COVID-19 Pandemie" befolgt und korrekt eingehalten wurden.

Stand: 08.02.2021

Antworten auf allgemeine und technische Fragen sowie Fragen zum Testergebnis, zu Statusanzeigen der Corona-Warn-App, zur Eventregistrierung und zur Integration von Schnelltests finden Sie hier.

Stand: 20.10.2021

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