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COVID-19: Kriterien zur Entlassung aus dem Krankenhaus bzw. aus der häuslichen Isolierung

In Abstimmung mit der Arbeitsgruppe Infektionsschutz der AOLG

Änderung gegenüber der Version vom 17.4.2020: Abschnitt I b., Abschnitt III inkl. Ergänzung eines Hinweises und Abschnitt IV b.

Im Einzelfall kann in enger Absprache von Klinik, Labor und Gesundheitsamt von diesen Kriterien abgewichen werden, insbesondere bei Beteiligung von Personen, die den Risikogruppen zugerechnet werden (z.B. Immunsupprimierte, ältere Menschen, chronisch Erkrankte).

Länderspezifische Regelungen können abweichen und sind zu beachten.

I. Kriterien zur Entlassung aus dem Krankenhaus (nach schwerem Krankheitsverlauf)

a. In die häusliche Isolierung

- Klinische Besserung, die basierend auf ärztlicher Einzelfallbeurteilung eine ambulante Weiterbetreuung erlaubt

UND

- Voraussetzungen bzgl. Umfeld erfüllt (siehe www.rki.de/covid-19-ambulant)

b. Vollständige Entlassung ohne weitere Auflagen

- Symptomfreiheit seit mind. 48 Stunden bezogen auf die akute COVID-19-Erkrankung

UND

- Negative PCR-Untersuchung aus zwei zeitgleich durchgeführten Abstrichen: ein oropharyngealer und ein nasopharyngealer Abstrich (Einzelne PCR-Untersuchung ausreichend nach Überführung zweier Abstrichtupfer in das dasselbe Transportmedium oder Abnahme mit demselben Abstrichtupfer zunächst oropharyngeal, dann nasopharyngeal)

II. Kriterien zur Entlassung aus der häuslichen Isolierung

a. Ohne vorangegangenen Krankenhausaufenthalt

(leichter Krankheitsverlauf)

- Frühestens 14 Tage nach Symptombeginn

UND

- Symptomfreiheit seit mind. 48 Stunden bezogen auf die akute COVID-19-Erkrankung (nach Rücksprache mit ärztlicher Betreuung)

Hinweis: Wird nach Erfüllung der unter II.a. genannten Entlasskriterien trotzdem eine SARS-CoV-2-PCR-Untersuchung durchgeführt und fällt diese positiv aus, ist in dieser spezifischen Konstellation nicht zwingend davon auszugehen, dass damit auch das Vorhandensein größerer Mengen von vermehrungsfähigen SARS-CoV-2-Viren und eine Infektiosität für Dritte einhergeht. Das Gesundheitsamt wird ggf. in Rücksprache mit dem untersuchenden Labor, den jeweiligen Einzelfall bewerten.

b. Nach vorangehendem Krankenhausaufenthalt

(aufgrund eines schweren Krankheitsverlaufs)

- Frühestens 14 Tage nach Entlassung aus dem Krankenhaus nach klinischer Besserung gemäß Abschnitt Ia

UND

- Symptomfreiheit seit mind. 48 Stunden bezogen auf die akute COVID-19-Erkrankung (nach Rücksprache mit ärztlicher Betreuung)

III. Kriterien zur Entlassung von Personal aus medizinischen und Pflege-Einrichtungen (inkl. ambulanter Einrichtungen)

unabhängig von der Krankheitsschwere und dem Ort der Isolierung

- Symptomfreiheit seit mind. 48 Stunden bezogen auf die akute COVID-19-Erkrankung

UND

- Negative PCR-Untersuchung aus zwei zeitgleich durchgeführten Abstrichen: ein oropharyngealer und ein nasopharyngealer Abstrich (Einzelne PCR-Untersuchung ausreichend nach Überführung zweier Abstrichtupfer in das dasselbe Transportmedium oder Abnahme mit demselben Abstrichtupfer zunächst oropharyngeal, dann nasopharyngeal)

Hinweis: Die unter Abschnitt III genannten Kriterien zur Entlassung von Personal aus medizinischen und Pflege-Einrichtungen (inkl. ambulanter Einrichtungen) sind nur zu erfüllen vor Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit. Andernfalls können bei dieser Personengruppe die unter Abschnitt I bzw. II genannten Kriterien angewandt werden. Im Falle einer anhaltend positiven SARS-CoV-2-PCR-Untersuchung trotz Erfüllung des Kriteriums der Symptomfreiheit seit mind. 48 Stunden bezogen auf die akute COVID-19-Erkrankung ist bei relevantem Personalmangel und unter Anwendung eines Mund-Nasen-Schutzes während der gesamten Anwesenheit am Arbeitsplatz in Ausnahmefällen die Versorgung NUR von COVID-19-Patienten denkbar (siehe auch www.rki.de/covid-19-hygiene). Voraussetzung für die Wiederaufnahme der Versorgung von Nicht-COVID-19-Patienten bleibt die Erfüllung der unter III genannten Kriterien.

IV. Kriterien zur Entlassung von Bewohnern von Altenpflegeheimen

a. Aus dem Krankenhaus in die weitere Isolierung im Altenpflegeheim

- Klinische Besserung, die basierend auf ärztlicher Einzelfallbeurteilung eine ambulante Weiterbetreuung erlaubt

UND

- Voraussetzungen bzgl. Umfeld erfüllt (siehe www.rki.de/covid-19-ambulant)

Hinweis: Die Entlassung aus der weiteren Isolation im Altenpflegeheim erfolgt

- Frühestens 14 Tage nach Entlassung aus dem Krankenhaus

UND

- Symptomfreiheit seit mind. 48 Stunden bezogen auf die akute COVID-19-Erkrankung (nach Rücksprache mit ärztlicher Betreuung)

b. Vollständige Entlassung aus dem Krankenhaus ohne weitere Auflagen im Altenpflegeheim

- Symptomfreiheit seit mind. 48 Stunden bezogen auf die akute COVID-19-Erkrankung

UND

- Negative PCR-Untersuchung aus zwei zeitgleich durchgeführten Abstrichen: ein oropharyngealer und ein nasopharyngealer Abstrich (Einzelne PCR-Untersuchung ausreichend nach Überführung zweier Abstrichtupfer in das dasselbe Transportmedium oder Abnahme mit demselben Abstrichtupfer zunächst oropharyngeal, dann nasopharyngeal)

V. Kriterien zur Entlassung von durchgehend asymptomatischen SARS-CoV-2-Infizierten

aus der häuslichen Isolierung

- Frühestens 14 Tage nach labordiagnostischem Erstnachweis des Erregers

Hinweis: Bei asymptomatischen SARS-CoV-2-Infizierten kann das Kriterium der Gesundung nicht angewendet werden. Daher wird hier eine Entlassung frühestens 14 Tage nach labordiagnostischem Erstnachweis des Erregers empfohlen.

Stand: 15.05.2020

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