Navigation und Service

Zielgruppeneinstiege

Infektionsepidemiologische Studien zum Thema HIV

Folgende Forschungsvorhaben liefern neben den Erhebungsintrumenten für die primäre Surveillance die Datengrundlage für eine Beurteilung der HIV/AIDS-Epidemie.

KOKPIT

Der hohe Heilungs­erfolg durch neuartige HCV-Therapeutika und die Änderung der Leitlinien zur HIV-Behand­lung hinsicht­lich eines frühest­möglichen Therapie­starts können zu einer starken Verän­derung in der Epidemio­logie der beiden Infek­tionen führen. Zur Sicherung einer effek­tiven Präven­tion und evidenz­basier­ter gesund­heits­politischer Entscheidungen in Zeiten solcher Paradigmen­wechsel ist eine bestmögliche epidemio­logische und molekulare Surveillance erforderlich. Im Zuge des Projektes werden epide­mio­logische und molekulare Daten zu bundes­weiten HIV/HCV-Koin­fek­tionen und Therapie­daten zu HIV- und HCV-Mono­infek­tionen im Zeitraum 2016-2019 gewonnen und analysiert.

mehr

Molekulare Surveillance von HIV-Neu­diagnosen (MolSurv_HIV)

Bei mehr als 10 % der derzeit in Deutschland gemeldeten HIV-Neudiagnosen sind Mutationen nachzuweisen, die mit Resistenzen gegen HIV-Therapeutika verbunden sind. Die Überwachung und Analyse der über­tragenen HIV-Resistenzen und Virus­varianten gehört zu den Amts­aufgaben des Robert Koch-Instituts. Dazu wird von einem Großteil der HIV-Neu­diagnosen, die dem Institut nicht-namentlich gemeldet werden (§7(3) IfSG), die Sequenz der relevanten Bereichen des Virus ermittelt und eine genotypische Resistenz­bestimmung durch­geführt. Aus den Virus­sequenzen wird darüber hinaus Typ und Subtyp sowie ggf. die rekombinante Form bestimmt. In weitergehenden Analysen werden Transmissions­cluster und zeitliche Trends analysiert.

mehr

Monitoring von rezenten HIV-Infektionen in Deutschland (InzSurv_HIV)

Zwischen der HIV-Infektion, die oft unbemerkt verläuft, und dem Zeitpunkt der Diagnosestellung kann eine unterschiedlich lange Zeit – oft viele Jahre – vergehen. Die Ergebnisse der Routinediagnostik lassen jedoch keine Rückschlüsse zur Infektionsdauer zu. Mit Hilfe serologischer Testverfahren ist eine Differenzierung zwischen rezenten (kürzlich erworbenen) und länger bestehenden (prävalenten, chronischen) HIV-Infektionen möglich.

mehr

HIV-1 Serokonverterstudie (seit 1997)

Die HIV-1 Serokon­ver­ter­studie ist eine prospek­tive, multi­zentrische, deutschland­weite Langzeit­beo­bach­tungs­studie von Personen mit bekanntem HIV-Infektions­zeitpunkt (HIV-Sero­konversion). Die Studie dient der Ermittlung und Bewertung von Einfluss­größen auf den Verlauf der HIV-Infek­tion. Zu den analy­sierten Einfluss­größen gehören die Verbrei­tung von HIV-Sub­typen und HIV-Resis­tenzen sowie andere Eigen­schaften des Virus, Koinfek­tionen mit Hepatitis B (HBV) und Hepatitis C (HCV) sowie Aspekte der Therapie.

mehr

Klinische Surveillance der HIV-Krankheit (ClinSurv HIV)

Im Rahmen dieser Studie übermitteln klinische und ambulante Zentren fortlaufend anonymisierte Daten zu Infektionsweg, klinischem Verlauf, Laborparametern und Therapie der HIV-Erkrankung der von ihnen behandelten Patienten. In der Zusammenschau mit Informationen aus anderen Datenquellen ermöglicht die Studie zuverlässige Aussagen u.a. zur Anzahl der AIDS-Neuerkrankungen und -Todesfälle, zur Anzahl der in Behandlung befindlichen HIV-Patienten, zu den angewandten Therapieschemata und zu Veränderungen im Erkrankungsspektrum.

mehr

Surveillance von übertragener HIV-Resistenz und Hepatitis-Koinfektion (BEST HOPE)

Das transnationale Forschungsprojekt "Biomolekulare und epidemiologische Surveillance von HIV-übertragener Resistenz, Hepatitis-Koinfektionen und Übertragungsmustern in Europa (BEST HOPE)" ist eine europäische Kooperation der Länder Portugal, Deutschland und Rumänien.

mehr

Anonymes Unverknüpftes Testen (AUT) bei Neugeborenen

Im Rahmen dieser Studie wurden von 1993 bis 1998 Proben von insgesamt ca. 95% aller Neugeborenen in Berlin und Niedersachsen auf eine HIV-Infektion getestet. Ziel war die Ermittlung der HIV-Seroprävalenz bei gebärenden Frauen in Berlin und Niedersachsen als Marker für die HIV-Ausbreitung in einer Bevölkerungsgruppe mit eher niedrigem Infektionsrisiko in Ballungsgebieten und im ländlichen Raum.

mehr

Zusatzinformationen

Gesundheitsmonitoring

In­fek­ti­ons­schutz

Forschung

Kom­mis­sio­nen

Ser­vice

Das Robert Koch-Institut ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit

© Robert Koch-Institut

Alle Rechte vorbehalten, soweit nicht ausdrücklich anders vermerkt.