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Zielgruppeneinstiege

KOKPIT

Klinische und molekulare Surveillance von HIV/HCV-Koin­fek­tionen sowie HCV-Mono­infek­tionen vor dem Hinter­grund der Paradigmenwechsel in der HCV- und HIV-Therapie (KOKPIT)

Hintergrund

Aufgrund sehr ähnlicher Trans­missions­wege sind HCV-Infektionen bei HIV-Infizierten häufiger als in der Allgemein­bevölkerung. Die Bestimmung der Inzidenz und Prävalenz der HCV-Koinfek­tionen sowie diesbezüglicher Trends unter den HIV-Neu­diagnosen im Studien­zeitraum (2016-2019) ist insbesondere für die Risikogruppe der MSM (Männer die Sex mit Männern haben) und IVD (i.v. Drogen­gebraucher) hochrelevant. In den genannten Gruppen sind im Jahr 2016 unverändert hohe Inzidenzen und Prävalenzen zu erwarten. In den kommenden Jahren werden jedoch aufgrund der HCV-Therapie­erfolge bereits leicht sinkende Zahlen prognostiziert. Der frühere Beginn einer HIV-Therapie wird ebenfalls Auswir­kungen auf die Koinfek­tions­raten haben. Basis der Studie werden ca. 12.000 Proben von HIV-Neu­diagnosen sowie Proben der HIV-1 Sero­kon­verter­studie sein. Zusätzlich sollen Sekun­där­daten zur HCV-Therapie ausgewertet werden.

Ziele

Die Studie liefert repräsentative Daten zur Häufigkeit des Auftretens einer HCV-Koinfektionen bei HIV-Neudiagnosen von MSM, IVD und Personen anderer Bevölkerungsgruppen. Es werden Informationen über die zirkulierenden HCV-Genotypen und vorhandene Resistenzen ermittelt (molekulare Surveillance). Im Vordergrund steht die Analyse der dynamischen Veränderungen hinsichtlich Genotyp und Resistenz in den genannten Hochrisikogruppen. Zur Unterstützung der dafür benötigten Diagnostik soll ein HCV Rezenz-Test entwickelt und validiert werden. Des Weiteren sollen Erkenntnisse über die im Studienzeitraum in Deutschland verwendeten HIV- und HCV-Therapieregime auf Populationsebene gewonnen und ausgewertet werden sowie die Anzahl der sich unter Therapie gegen HIV und HCV befindlichen Personen ermittelt werden.

Methoden

Basis des Vorhabens sind Blut- und Plasmaproben der Projekte InzSurv-HIV und HIV-1 Serokonverterstudie sowie Abrechnungszahlen der Apotheken zu HIV und HCV. Mit Hilfe serologischer Assays und der PCR werden HCV-Koinfektionen diagnostiziert und in akute und chronische Fälle unterschieden. Ist HCV-RNA vorhanden, erfolgt eine Genotypisierung und genotypische Resistenzanalyse.

Ergebnisse

Erste Ergebnisse der Studie werden Ende 2017 erwartet.

Kontakt:

Projektleitung:
Prof. Dr. Norbert Bannert
Dr. Barbara Gunsenheimer-Bartmeyer
Prof. Dr. Claus-Thomas Bock

Projektkoordination:
Dr. Patrycja Machnowska
Dr. Andrea Hauser
Daniel Schmidt

Beteiligte Wissenschaftler:
Amare Eshetu, Dr. Karolin Meixenberger, Britta Altmann, Stefan Fiedler, Alexandra Hofmann

Stand: 01.07.2017

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