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Demografischer Wandel

Informationsgrafik: Krankenhausbehandlungsfälle der Männer im Jahr 2000 und 2010, aufgeschlüsselt nach Alter. Quelle: © RKIKrankenhausaufenthalte und demografischer Wandel - Anzahl der männlichen Patienten im Jahr 2000 und 2010, aufgeschlüsselt nach Alter Quelle: © Robert Koch-Institut 2013, Statistisches Bundesamt, Krankenhausdiagnosestatistik 2000 und 2010

Der Anteil der älteren Bevölkerung (65 Jahre und älter) in Deutschland wird von gegenwärtig 21 auf 29 Prozent im Jahr 2030 steigen.

Dieses als demografische Alterung bezeichnete Phänomen wird unter anderem durch den nachhaltigen Anstieg der Lebenserwartung und vor allem durch gegebene Unregelmäßigkeiten im Altersaufbau der Bevölkerung verursacht.

Mit zunehmendem Lebensalter steigen das individuelle Krankheitsrisiko und auch das Risiko für das gleichzeitige Auftreten mehrerer chronischer Krankheiten, der sogenannten Multimorbidität.

Altersbedingte chronische Krankheiten werden in einer alternden Bevölkerung immer häufiger auftreten. In der Konsequenz trägt das zu einem Wandel des Krankheitsspektrums bei, der durch das Gesundheitsversorgungssystem bewältigt werden muss.

Ein weiteres Merkmal des demografischen Wandels ist die Schrumpfung der Bevölkerung in verschiedenen Regionen der Bundesrepublik. Die Ursachen liegen vor allem in der Abwanderung aus diesen Regionen.

Die Folgen des Demografischen Wandels erforschen

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Robert Koch-Institut erforschen die Folgen des demografischen Wandels. Schwerpunkte sind Analysen, wie sich das Spektrum von Krankheiten und Todesursachen verändert.

Aufbauend auf diesen Ergebnissen werden Prognosen zur künftigen Entwicklung erarbeitet. Zum einen werden Häufigkeiten und Neuerkrankungsraten (Prävalenzen und Inzidenzen) von verschiedenen Krankheitsbildern berechnet, so beispielsweise für Krebserkrankungen und Schlaganfall. Zum anderen werden Prognosen dazu abgegeben, wie viele Krankenhausbehandlungen für verschiedene Krankheitsgruppen beansprucht werden.

Daneben werden die Folgen der Bevölkerungsschrumpfung für die Gesundheitsversorgung verschiedener Bevölkerungsgruppen untersucht.

Publikationen in Fachzeitschriften

Regionale Unterschiede der Entwicklung der Krankenhausbehandlungen. Effekt unterschiedlicher demografischer Trends?

Nowossadeck E, Prütz F (2018) Bundesgesundheitsblatt Gesundheitsforschung Gesundheitsschutz 61(3): 358-366 doi: 10.1007/s00103-018-2695-1

Einfluss der demografischen Alterung auf die Inanspruchnahme der medizinischen Rehabilitation in Deutschland bis 2040

Nowossadeck E (2018) Rehabilitation (Stuttg) ePub: May 25 DOI 10.1055/a-0603-6864

Regionale Unterschiede bei demografischer Alterung. Formelle und informelle Pflegepotenziale und Pflegepräferenzen älterer Einwohner als Grundlage für die kleinräumige Planung der Gesundheitsversorgung (Abstract)

Alltag S, Nowossadeck S, Stein J, Hajek A, König HH, Riedel-Heller SG, Nowossadeck E (2017) Psychiatr Prax ePub: May 12 DOI 10.1055/s-0043-102151

Small area variation in demographic aging: Informal and formal nursing care ratios inform health care planners (Abstract)

Alltag S, Nowossadeck S, Stein J, Riedel-Heller SG, Nowossadeck E (2016) Gesundheitswesen 78(8/9): A58 DOI 10.1055/s-0036-1586568

Alt und immobil auf dem Land? Mobilitätseinschränkungen älterer Menschen vor dem Hintergrund einer zunehmend problematischen Gesundheitsversorgung in ländlichen Regionen

Giesel F, Köhler K, Nowossadeck E (2013) Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 56(10): 1418-1424.

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