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Internationaler Workshop zur Entwicklung eines Mental Health Surveillance Systems in Deutschland

Das Robert Koch-Institut (RKI) wurde als nationales Public Health-Institut vom Bundesministerium für Gesundheit beauftragt, ein Konzept für eine regelmäßige Gesundheitsberichterstattung zur psychischen Gesundheit in Deutschland (Mental Health Surveillance) zu erarbeiten. Ziel ist es, ausgewählte Kernindikatoren der psychischen Gesundheit regelmäßig zu berichten und dafür alle relevanten Daten aus Bevölkerungsstudien sowie Routinedaten des Versorgungsgeschehens zu bündeln. Um dies zu erreichen ist u.a. vorgesehen, ein Kernindikatorenset für Public Mental Health im Zuge eines strukturierten Konsentierungsprozesses mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Versorgungspraxis, Betroffenenvertretungen und Gesundheitspolitik zu entwickeln. Die systematische und regelmäßige Quantifizierung dieser Indikatoren soll eine verlässliche Datenbasis für eine evidenzbasierte Politikberatung und Begleitforschung von Public Health Maßnahmen zu schaffen.

Am 28. und 29. November 2019 veranstaltete das RKI-Fachgebiet 26 „Psychische Gesundheit“ der Abteilung 2 Epidemiologie und Gesundheitsmonitoring dazu einen Kick-off -Workshop mit dem Titel „Integration of International Expertise in the Development of a Mental Health Surveillance System in Germany“. Der Workshop war Auftakt und Standortbestimmung für das auf drei Jahre angelegte Projekt „Aufbau einer nationalen Mental Health Surveillance (MHS)“ für Deutschland.

Insgesamt nahmen 33 Vertreterinnen und Vertreter aus Gesundheitspolitik, Wissenschaft, Versorgung, Fachgesellschaften, Betroffenenvertretungen und internationalen Organisationen an dem Workshop teil. Vertreterinnen und Vertreter kamen u.a. aus dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG), aus Landesgesundheitsämtern, der Bundespsychotherapeutenkammer, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, der Deutschen Rentenversicherung, dem Zentralinstitut für seelische Gesundheit (ZI), der Deutschen DepressionsLiga e.V., der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und des Bundesverbands Psychiatrie-Erfahrener sowie der OECD, der WHO, der European Public Health Association (EUPHA), der Public Health Agency Canada (PHAC) und des Swiss Health Observatory (OBSAN).

Die beiden Workshop-Tage begannen jeweils mit Vorträgen und gingen dann in eine Gruppenarbeitsphase mit Ergebnisdarstellung im Plenum über. Am ersten Tag der Veranstaltung führte Elvira Mauz (Mental Health Surveillance Team, RKI) mit ihrem Vortrag „Development of a National Mental Health Surveillance at the Robert Koch Institute“ in das Projekt ein. Danach folgte ein Vortrag von Dr. Daniel Chisholm (WHO Europe, Kopenhagen) mit einem Bericht zur Indikatorentwicklungen für den Mental Health Atlas der WHO im Kontext von Mental Health Action Goals und SDGs. Emily Hewlett (OECD, Paris) fokussierte in ihrer Präsentation auf die internationale Vergleichbarkeit von Mental Health Indikatoren. Daniela Schuler (Obsan) referierte über die Mental Health Surveillance in der Schweiz. Der Input am zweiten Workshoptag startete mit einem Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Gaebel (LVR-Klinikum, Düsseldorf) zur „Mental Healthcare Surveillance in der Danube Region“. Danach folgte Dr. Heather Orpana (PHAC, Ottawa) mit ihren Ausführungen über die Mental Health Surveillance in Kanada. Ihr besonderer Fokus lag dabei auf Positive Mental Health.

Es ist nun vorgesehen, im weiteren Verlauf der ersten Projektphase ein Set handlungsleitender Kernindikatoren im Rahmen eines mehrstufigen Delphi-Verfahrens zu entwickeln. Der erste Workshop diente dabei zur Vorbereitung des sich anschließenden Konsensusprozesses.

Die am Workshop beteiligten Experten und Expertinnen werden nun gebeten, an zwei Online-Befragungen sowie an einem weiteren Workshop im nächsten Jahr in Berlin teilzunehmen, um Kernindikatoren zu identifizieren. Das Ergebnis des Konsentierungsprozesses soll in einer gemeinsamen Fachpublikation 2020 der Öffentlichkeit präsentiert und perspektivisch in eine NCD-Surveillance am RKI implementiert werden.

Stand: 04.05.2020

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