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Allgemeines

zum Thema Alkoholkonsum

Alkohol ist eine psychoaktive Substanz, die Abhängigkeit erzeugen kann. Gesundheitsschädlicher Alkoholkonsum wird als mitverursachend für mehr als 200 Krankheiten angesehen und zählt zu den fünf wesentlichen Risikofaktoren für Krankheiten, Beeinträchtigungen und Todesfälle weltweit. Neben den gesundheitlichen Folgen für die Konsumenten führt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auch die sozioökonomischen Folgen für die Betroffenen sowie die Schäden für andere Personen und die Gesellschaft insgesamt als Folgen riskanten Alkoholkonsums auf. Zu den gesellschaftlichen Folgen des gesundheitsschädlichen Alkoholkonsums zählen neben den direkten Kosten für das Gesundheitssystem und Produktivitätsverlusten auch immaterielle Kosten wie der Verlust an Lebensqualität.

Zur Reduktion gesundheitsschädlichen Alkoholkonsums in der Bevölkerung hat die WHO Strategien auf globaler und europäischer Ebene entwickelt, zum Beispiel den "European action plan to reduce the harmful use of alcohol 2012 – 2020". In dem WHO "Global action plan for the prevention and control of non-communicable diseases" wird eine relative Reduktion des riskanten Alkoholkonsums um 10 Prozent bis 2025 (im Vergleich zu 2010) angestrebt.

Ergebnisse der Verbrauchsstatistiken und Trendanalysen zeigen in Deutschland einen rückläufigen Alkoholkonsum in der Bevölkerung; gleichwohl liegt der Pro-Kopf-Alkoholkonsum in Deutschland weiter deutlich über dem Durchschnitt der europäischen Mitgliedsstaaten. In Deutschland werden deutlich weniger regulatorische Maßnahmen zur Verringerung des gesundheitsriskanten Alkoholkonsums umgesetzt als im EU-Durchschnitt.

In der Studie GEDA 2014/2015-EHIS und in KiGGS Welle 2 wurden aktuelle Daten zum Alkoholkonsum in der Bevölkerung erhoben.

Nach den Ergebnissen von GEDA 2014/2015-EHIS trinken 14 % der Frauen und 18 % der Männer Alkohol in gesundheitlich riskanten Mengen. In der Altersgruppe 45 bis 64 Jahre ist bei Frauen und Männern die Prävalenz des riskanten Alkoholkonsums am höchsten (17 % Frauen, 22 % Männer). 25 % der Frauen und 43 % der Männer praktizieren mindestens einmal im Monat Rauschtrinken, das heißt, sie konsumieren 6 oder mehr alkoholische Getränke bei einer Gelegenheit. Am häufigsten ist Rauschtrinken in der Altersgruppe 18 bis 29 Jahre verbreitet. In dieser Altersgruppe trinken mehr als die Hälfte der Männer und über ein Drittel der Frauen mindestens einmal im Monat 6 oder mehr alkoholische Getränke bei einer Gelegenheit.

Die Daten von KiGGS Welle 2 belegen einen Rückgang des Alkoholkonsums bei 11- bis 17-jährigen Kindern und Jugendlichen in Deutschland. So sank der Anteil derjenigen, der jemals Alkohol konsumiert hat, zwischen KiGGS-Basiserhebung (2003 – 2006) und KiGGS Welle 2 (2014 – 2017) von 64 % auf 51 %. Auch die Anteile von Risikokonsumenten und regelmäßig Rauschtrinkenden ging zurück. Für diese Indikatoren lassen sich Daten von KiGGS Welle 1 (2009 – 2012) und KiGGS Welle 2 vergleichen. Der Anteil der Risikokonsumierenden fiel von 17 % auf 12 %, der Anteil der Rauschtrinkenden von 12 % auf 7 %. Trotz dieser positiven Entwicklung ist festzuhalten, dass Kinder und Jugendliche Alkohol möglichst meiden sollten und es keine etablierten Grenzwerte für risikoarmen Konsum in diesem Lebensalter gibt.

Stand: 22.05.2019

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