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Das “One Health European Joint Programme” (OneHealth EJP): Projekte der zweiten Förderphase

Das gemeinschaftliche europäische Programm One Health, in dem 38 nationale Public Health-, Veterinär- und Lebensmittelinstitute aus 19 EU-Mitgliedstaaten (für DE: RKI, BfR und FLI) zusammenarbeiten, hat die Entscheidung über die in der zweiten Phase geförderten Projekte bekannt gegeben.

Alle vier Projekte mit Beteiligung des RKI wurden zur Förderung empfohlen und können ab 1. Januar 2020 mit den beantragten Vorhaben beginnen. Die insgesamt geförderten 13 Forschungsprojekte, die in den thematischen Schwerpunkten „Food borne Zoonosis“ und „Antimicrobial Resistance“ und „Emerging Threats“ angesiedelt sind, wurden von einem externen Gutachtergremium bewertet. Diese Gutachten bildeten die Grundlage des abschließenden Auswahlverfahrens im Rahmen des Scientific Steering Board Meetings am 19. September 2019. Die bewilligten Projekte im Einzelnen:

BIOPIGEE - Biosecurity practices for pig farming across Europe
Die Kontamination von Produktionsstätten mit pathogenen Erregern, z.B. Salmonellen, ist ein großes Problem. Durch die Bildung von Biofilmen sind die Erreger zusätzlich geschützt vor Umwelteinflüssen sowie vor Reinigung und Desinfektionsmaßnahmen. Im Rahmen des Projekts wird die Wirksamkeit von Desinfektionsmitteln auf biofilm-assoziierte Salmonellen untersucht und mit dem Verhalten von plankonischen Counterparts verglichen. Die Untersuchungen werden mit bekannten Referenzstämmen und mit Isolaten aus Tierställen durchgeführt. Ziel ist, die Effektivität der derzeit durchgeführten Maßnahmen zu prüfen und ggf. zu verbessern. Bei diesem Projekt ist das FG14 im WP3 beteiligt.

TOXOSOURCES – Toxoplasma gondii sources quantified
In diesem Projekt geht es darum, die Wichtigkeit des Infektionswegs des Parasiten Toxoplasma gondii über Oozysten aus mehreren Blickwinkeln zu beleuchten. Die durch infizierte Katzen ausgeschiedenen Oozysten können über z.B. kontaminiertes Obst, Gemüse oder Wasser zur Infektion des Menschen führen. Allerdings existieren kaum Daten zur Bedeutung dieses Infektionswegs. FG16 hat es sich mit mehreren europäischen Partnern deshalb innerhalb des WP4 von TOXOSOURCES zur Aufgabe gemacht, Nachweissysteme mittels rekombinanten Oozysten-spezifischen Antigenen von T. gondii zu entwickeln. Diese Systeme sollen im Idealfall eine Aussage darüber ermöglichen, ob eine Infektion über Oozysten und nicht über Gewebszysten, wie z.B. durch den Verzehr von befallenem Fleisch, stattgefunden hat. Weitere Aspekte, die in TOXOSOURCES bearbeitet werden, sind epidemiologische sowie die molekulare Surveillance betreffende Fragestellungen.

PARADISE: PARAsite Detection, ISolation and Evaluation
Im globalen Kontext spielen gastrointestinalen Erkrankungen, die von zoonotischen Protozoen der Gattung Giardia und Cryptosporidium hervorgerufen werden eine wichtige Rolle. Die Übertragung kann direkt oder indirekt erfolgen, wobei große Ausbrüche durch kontaminiertes Wasser oder Lebensmittel hervorgerufen werden können. Die Parasiten zeichnen sich durch eine hohe genetische Variabilität aus und es existieren zurzeit keine standardisierten Verfahren zur Typisierung der Erreger, wodurch geeignete Ausbruchsuntersuchungen erschwert werden. Das Ziel von PARADISE ist es die Grundlagen für standardisierte Typisierungsprotokolle und effiziente Detektionsstrategien zu entwickeln, um zukünftig eine Basis für integrative Ansätze zur Kontrolle dieser Parasiten in Europa zu etablieren. FG16 beteiligt sich an der Durchführung dieses Projekts.

BeONE - Building integrative tools for OneHealth Surveillance
Ziel des BeONE-Projekts ist es, Standard-Methoden und -Tools für die Erkennung und Untersuchung von Ausbrüchen in einem One-Health-Ansatz zu erforschen und zu entwickeln, wobei es sich auf vier bestimmte Erreger konzentrieren wird. Ein Fokus ist die gleichzeitige Betrachtung epidemiologischer und molekularer Daten. In dem Projekt mit einer Laufzeit von zweieinhalb Jahren sind in Dutzend europäische Partnerinstitutionen tätig.

Das RKI (FG31) ist assoziierter Partner und beteiligt sich in einem relativ kleinen Umfang. Es wird der Entwicklung der Arbeiten im Konsortium folgen und dazu regelmäßig Feedback geben. Darüber hinaus werden definierte Datensätze vorbereitet, an denen die im Rahmen des Projekts entwickelten Tools getestet werden.

Stand: 28.11.2019

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