FG 24 Gesundheitsberichterstattung
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Leitung:
Thomas Ziese
Vertretung: Thomas Lampert
Die Gesundheitsberichterstattung (GBE) des Bundes hat als Ziel, ein adäquates Bild vom Gesundheitszustand der Bevölkerung oder von Bevölkerungsgruppen, deren Gesundheitsverhalten, der Verbreitung von Risikofaktoren, der Inanspruchnahme von Leistungen, sowie der Kosten und Ressourcen des Gesundheitswesens zu zeichnen. Ein Bestandteil der GBE ist die Dachdokumentation Krebs, die seit 1983 die Daten der bevölkerungsbezogenen Krebsregister in der Bundesrepublik Deutschland zusammenfassend und übergreifend ausgewertet. Die regionalen Krebsregister übermitteln dazu alljährlich ihre anonymisierten Daten an die Dachdokumentation Krebs.
In den fortlaufend erscheinenden Themenheften der GBE wird handlungsorientiert über gesundheitsrelevante Themen informiert; die Themen werden von externen Fachleuten aus verschiedenen Forschungseinrichtungen sowie von RKI-Wissenschaftlern bearbeitet. Als Ergänzung der Themenhefte werden in den "Beiträgen zur Gesundheitsberichterstattung des Bundes" den Lesern zusätzliche, vertiefende Informationen zu wichtigen Aspekten der Gesundheitsberichterstattung angeboten. Auf diese Weise liefern die Gesundheitsberichte die wissenschaftlichen Grundlagen für gesundheitspolitische Entwicklungen.
Aufgaben
- Konzeption, redaktionelle Betreuung und Publikation der Themenhefte, Schwerpunktberichte und Beiträge der Gesundheitsberichterstattung des Bundes, sowie die Erstellung eigener Berichtsmodule (u.a. Bericht "Gesundheit in Deutschland"; Broschüre "Krebs in Deutschland" in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft epidemiologischer Krebsregister in Deutschland e.V. (GEKID))
- Ausgestaltung und Aktualisierung des Themenspektrums der GBE in Abstimmung mit der Kommission für Gesundheitsberichterstattung und Gesundheitsmonitoring (GBEMON)
- Auswahl und Aufbereitung von GBE-relevanten Datenquellen in Zusammenarbeit mit dem Informations- und Dokumentationszentrum Gesundheitsdaten am Statistischen Bundesamt (IDG)
- Schätzung der Krebshäufigkeit (Inzidenz, Prävalenz) in Deutschland sowie Berechnung der relativen Überlebensraten von Krebspatienten auf der Basis der Daten der ausreichend vollzählig erfassenden regionalen Krebsregister
- Weiterentwicklung der methodischen Grundlagen der GBE: Ausbau des Indikatorensystems der GBE des Bundes unter Berücksichtigung der vertikalen und horizontalen Kompatibilität zu anderen Berichtssystemen
- Mitarbeit bei der Fortentwicklung weiterer, bundesweiter Berichterstattungssysteme, z. B. Sozialberichterstattung, Armuts- und Reichtumsberichterstattung, Familien-, Alten-, Kinder- und Jugendgesundheitsberichterstattung, Umweltberichterstattung, Arbeitsweltberichterstattung
- Vernetzung der GBE des Bundes mit vergleichbaren Berichterstattungssystemen auf Länder- und EU-Ebene
- Mitarbeit beim Aufbau eines europäischen Gesundheitsmonitoring-Systems; Mitarbeit bei der Entwicklung europäischer Gesundheitsindikatoren
- Umsetzung einer geschlechtsdifferenzierten Gesundheitsberichterstattung und Ausarbeitung von Vorschlägen und Empfehlungen für geschlechtergerechte Gesundheitsberichterstattung und epidemiologische Forschung
Die GBE des Bundes folgt einem pluralistischen Ansatz. Durch die Kommission GBE am RKI werden unter der inhaltlich-organisatorischen Verantwortung des RKI die Belange und Impulse der verschiedenen Akteure des deutschen Gesundheitssystem berücksichtigt.
Alle Ergebnisse der Gesundheitsberichterstattung werden zeitgleich im Informations- und Dokumentationszentrum Gesundheitsdaten (IDG) des Statistischen Bundesamtes bereitgestellt.
