Logo Robert Koch-Institut (zur Startseite)



STIKO zur Impfung gegen MMR für Erwachsene

Wie sieht die Masern-, Mumps- und Röteln-Impfstrategie der STIKO aus? Sollen auch Erwachsene gegen diese Erkrankungen immunisiert werden?

Konsequent durchgeführte zweimalige Masern-, Mumps und Rötelnimpfungen im Kindesalter haben einen entscheidenden Einfluss auf die Reduzierung der Erkrankungshäufigkeit. Laut STIKO-Empfehlung erfolgt die Erstimpfung mit einem kombinierten MMR-Impfstoff ab dem 12. bis 15. Lebensmonat und als Zweitimpfung spätestens im Vorschulalter (5. bis 6. Lebensjahr). Diese kann jedoch auch schon eher durchgeführt werden, ein Mindestabstand von 4 Wochen zwischen beiden Impfungen ist einzuhalten.

Fehlende Impfungen sind umgehend nachzuholen, so dass bis zum 18. Lebensjahr jeder Jugendliche in Deutschland über zwei MMR-Impfungen verfügen sollte. Mit dieser Impfstrategie und durch Immunisierungsraten von über 95% können diese Krankheiten tatsächlich ausgerottet werden, wie das Beispiel anderer Länder in Europa zeigt.

Die große Mehrheit der Erwachsenen besitzt eine Immunität gegen Masern und Mumps als Folge einer Impfung, Erkrankung oder durch stille Feiung. Nur bei Röteln ist der Schutz nicht ausreichend. Die Impfung aller Erwachsenen bzw. serologische Testung der Personen mit unklarer Impf- bzw. Erkrankungsanamnese und nachfolgende Immunisierung der Seronegativen ist nicht kosteneffektiv und spielt vor allem für die Eradikation der Krankheit keine Rolle. Somit wird die generelle Impfung von Erwachsenen nicht empfohlen, wohl aber für bestimmtes Personal in medizinischen und kinderbetreuenden Einrichtungen.

Stand: 23.02.2001

Diese Seite: