Für wen ist die Impfung gegen Neue Influenza besonders empfehlenswert?
Nach Einschätzung der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut können grundsätzlich alle Bevölkerungsgruppen von der Impfung profitieren. Jeder Bürger sollte deshalb im Rahmen der Zulassung der Impfstoffe die Möglichkeit einer Impfung gegen die Neue Influenza haben.Anfang Oktober war zunächst die Impfung für Medizinpersonal, chronisch Kranke und Schwangere empfohlen worden (Indikationsgruppen 1 bis 3). In einer aktualisierten Empfehlung vom 03.12.2009 wird nun empfohlen in zeitlicher Reihenfolge stufenweise auch mit der Impfung der weiteren Indikationsgruppen zu beginnen. Die STIKO betont, dass es weiterhin wichtig ist, in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit der Impfstoffe vorrangig die Indikationsgruppen 1 bis 3 zu impfen. Der überwiegende Anteil der in Deutschland im Zusammenhang mit der Neuen Influenza verstorbenen Menschen wiesen Hinweise auf eine Grundkrankheit auf. Die aktuellen Daten unterstreichen jedoch auch ein erhöhtes Risiko von jungen Kindern und von Jugendlichen, sowohl an der Neuen Influenza A (H1N1) zu erkranken als auch schwere Krankheitsverläufe zu entwickeln. Aus diesem Grund sollen weiterhin Haushaltskontaktpersonen ungeimpfter Risikopersonen (z.B. Eltern von Kindern unter sechs Monaten, die nicht geimpft werden können oder Haushaltskontakte von ungeimpften chronisch Kranken) (Gruppe 4) sowie Kinder und junge Erwachsene im Alter bis 24 Jahre ohne Grundkrankheit (Gruppe 5) eine Impfung erhalten. Im weiteren Verlauf sollen dann Personen im Alter von 25 bis 59 Jahren (Gruppe 6) und schließlich Personen ab 60 Jahre (Gruppe 7) geimpft werden.
In Abhängigkeit von der Verfügbarkeit der Impfstoffe empfiehlt die STIKO also folgende zeitliche Reihenfolge der Impfungen gegen die Neue Influenza:
- Beschäftigte in Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege mit Kontakt zu Patienten oder infektiösem Material
- Personen ab einem Alter von 6 Monaten mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens, wie zum Beispiel: chronische Krankheiten der Atmungsorgane, chronische Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenkrankheiten, Malignome, Diabetes und andere Stoffwechselkrankheiten, neurologische und neuromuskuläre Grundkrankheiten, angeborene oder erworbene Immundefekte mit T- oder B-zellulärer Restfunktion, HIV-Infektion
- Schwangere (vorzugsweise ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel) und Wöchnerinnen (Weitere Informationen dazu finden Sie unter den Fragen „Warum sollten sich Schwangere und Wöchnerinnen gegen Neue Influenza impfen lassen?“ und „Was muss bei einer Impfung gegen Neue Influenza von Schwangeren beachtet werden?“)
- Haushaltskontaktpersonen, die eine mögliche Infektionsquelle für ungeimpfte Risikopersonen (besonders Säuglinge unter 6 Monaten, Indikationsgruppen unter 2. und 3.) sein könnten
- alle übrigen Personen im Alter von 6 Monaten bis 24 Jahren
- alle übrigen Personen im Alter von 25 bis 59 Jahren
- alle übrigen Personen ab 60 Jahren
