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Ist die Vogelgrippe für uns in Deutschland gefährlich?

Bisherige Erfahrungen menschlicher Erkrankungen mit Vogelgrippe haben gezeigt, dass vor allem Menschen mit engem Kontakt zu infiziertem Nutzgeflügel gefährdet sind. Insgesamt ist das Risiko jedoch auch bei Kontakt zu infiziertem Nutzgeflügel als sehr gering einzuschätzen. Dies ergibt sich schon daraus, dass weltweit mehr als hundert Millionen Geflügel infiziert wurden beim Menschen aber nur wenige hundert Fälle bestätigt sind (siehe Frage „Wie viele Fälle von Vogelgrippe sind bisher bei Menschen aufgetreten?“). In Deutschland ist die Vogelgrippe des Tieres vom Subtyp H5N1 bisher in einigen Geflügelbetrieben, bei mehreren hundert Wildvögeln, bei einem Steinmarder und (während des Ausbruchs auf Rügen 2006) bei drei streunenden Hauskatzen aufgetreten (näheres beim Friedrich-Loeffler-Institut).

Tritt H5N1 bei Nutzgeflügel auf, sind in erster Linie Beschäftigte in der Geflügelindustrie und Tierärzte in den Betrieben gefährdet, die sich entsprechend schützen müssten; für die breite Bevölkerung wird kein Risiko gesehen. Zu Wildvögeln hat man im Normalfall keinen engen Kontakt. Außerdem wurde weltweit nur in einem einzigen Fall mit ungewöhnlich intensivem Kontakt, beim Rupfen von Schwänen in Azerbaidschan, der Erreger übertragen. Bürger sollten kranke oder verendete Tiere aus hygienischen Gründen ohnehin nicht anfassen. Empfehlungen für Haustierhalter und weitere Informationen zur Vogelgrippe bei Tieren sind auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und des Friedrich-Loeffler-Institut / Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit abrufbar, außerdem auf den Internetseiten der Landwirtschafts- bzw. Verbraucherschutzministerien betroffener Bundesländer. Die Weltgesundheitsorganisation weist darauf hin, dass es bislang keine Hinweise gibt, dass Hauskatzen eine Rolle in der Verbreitung von H5N1 spielen (H5N1 avian influenza in domestic cats, 28.02.2006. Eine Übertragung der Vogelgrippe von einer Katze auf den Menschen ist bislang weltweit nirgends beschrieben worden.

Stand: 23.09.2010

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