Was ist die Vogelgrippe?
Das Wort „Vogelgrippe“ (aviäre Influenza) bezeichnet allgemein eine Erkrankung durch Vogel-Influenzaviren (das heißt Influenzaviren bei Vögeln). Vogel-Influenzaviren oder aviäre Influenzaviren werden in so genannte niedrigpathogene („wenig krankmachende“) und hochpathogene („sehr stark krankmachende“) Influenzaviren unterteilt. Hochpathogene aviäre Influenzaviren der Subtypen H5 (insbesondere H5N1) und H7 können bei Nutzgeflügel, zum Beispiel Hühnern, zu schweren Schäden an den Tierbeständen führen, weil ein Großteil des infiziertem Geflügels an der Krankheit verendet. Daher kommt auch der Begriff „Geflügelpest“, die also eine besonders schwere Form der Vogelgrippe meint. In der Umgangssprache werden die Begriffe Geflügelpest und Vogelgrippe jedoch häufig synonym verwendet. (Mit H und N werden die beiden wichtigsten Eiweiße der Virushülle (Hämagglutinin und Neuraminidase) abgekürzt. Im Tierreich existieren unterschiedliche Ausprägungen davon, die „durchnummeriert“ sind. Die in den letzten Jahrzehnten vorkommenden und in der Bevölkerung zirkulierenden Influenzaviren gehören entweder zum Subtyp H3N2 und H1N1, beides Influenza-A-Viren, oder es sind Influenza-B-Viren, die aber noch nie eine Pandemie ausgelöst haben.)
Seitdem in den letzten Jahren aber beobachtet wurde, dass die bei Vögeln vorkommenden Influenzaviren auch Erkrankungen bei Menschen hervorrufen, werden auch menschliche Erkrankungen durch diese Viren als Vogelgrippe bezeichnet. Die Übertragung von Vogel-Influenzaviren auf den Menschen ist nicht sehr effektiv, das heißt sie sind für den Menschen nicht sehr infektiös. Sollte eine solche Infektion jedoch stattfinden, kommt es in aller Regel zu sehr schweren Erkrankungen.
