Hautkrebs – GBE-Heft 22
Im Juli 2004 in der Reihe "Gesundheitsberichterstattung des Bundes" erschienen:
| ISBN 3-89606-153-4 |
In den letzen Jahrzehnten hat die Bedeutung des Hautkrebses in der Bevölkerung zugenommen. Die Hauptursache der seit den 1970er Jahren steigenden Neuerkrankungsrate (Inzidenz) ist in einem veränderten Freizeitverhalten und einer damit einhergehenden zunehmenden Belastung mit UV-Strahlen zu sehen. Der in der Allgemeinbevölkerung bekannteste Hautkrebstyp, das maligne Melanom der Haut, verursacht 3 % aller bösartigen Neubildungen. Für das Jahr 2000 wird eine Neuerkrankungsrate von etwa 12 Fällen/100.000 Einwohner geschätzt. Die Sterblichkeit aufgrund eines malignen Melanoms lag im Jahr 2000 bei Männern mit 2,6/100.000 höher als bei Frauen mit 1,6/100.000 und beträgt das Fünffache der Sterblichkeit an anderen Hautkrebstypen.
Sehr viel häufiger als das maligne Melanom kommen nichtmelanozytäre Hautkrebse wie das Basalzellkarzinom oder das Plattenepithelkarzinom vor. Das Risiko, an einem nichtmelanozytären Hautkrebs zu erkranken, steigt mit der lebenslang erworbenen UV-Dosis und daher mit zunehmendem Alter. Für das Jahr 2000 wird in Abhängigkeit von der betrachteten Region eine Inzidenz von 75 bis 100 Fälle/100.000 Männer und 45 bis 85 Fälle/100.000 Frauen angegeben.
Zur Vermeidung von Hautkrebs ist eine Fortsetzung der Aufklärung über die Gefahren der UV-Lichtexposition und der richtige Umgang mit natürlicher und künstlicher Strahlung erforderlich. Neben einer Steigerung der Inanspruchnahme von gesetzlichen Krebsfrüherkennungsuntersuchungen und einer Verbesserung der Diagnosequalität ist auch eine regelmäßige Selbstbeobachtung wichtig - denn früh erkannter Hautkrebs ist nahezu zu 100 % heilbar.

