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Armut bei Kindern und Jugendlichen – GBE-Heft 4

Im August 2005 in der Reihe "Gesundheitsberichterstattung des Bundes" erschienen:

GBE-Themenheft 4: Armut bei Kindern und Jugendlichen

ISBN 3-89606-125-9
ISSN 1437-5478
(überarbeitete Neuauflage 2005)

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Kinder und Jugendliche stellen in Deutschland mittlerweile diejenige Altersgruppe dar, die am häufigsten von Armut bedroht ist. Eine Armutslage in der Kindheit bedeutet einen schlechten Start ins Leben und hat oftmals nachhaltige Auswirkungen auf die soziale und gesundheitliche Entwicklung der Heranwachsenden. Das Themenheft »Armut bei Kindern und Jugendlichen« verdeutlicht dies anhand von Daten des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, der Krankenkassen sowie verschiedener epidemiologischer Studien und Gesundheitssurveys.

Schon vor der Einschulung werden bei Kindern aus sozial schwächeren Familien vermehrt Entwicklungsverzögerungen und Gesundheitsstörungen festgestellt. Sie sind außerdem häufiger von Unfallverletzungen und zahnmedizinischen Problemen betroffen. Im Jugendalter lässt sich ein Zusammenhang zwischen der sozialen Lage und dem psychosozialen Wohlbefinden, dem Vorkommen von Schmerzen sowie dem Gesundheitsverhalten herstellen. Eine benachteiligte Lebenslage geht aber nicht zwangsläufig mit Gesundheitsproblemen einher. Ein stabiles und unterstützendes soziales Umfeld, insbesondere in der Familie, Gleichaltrigengruppe und Schule, fördert die Ausbildung eines positiven Selbstbildes und sozialer Kompetenzen und damit den Umgang mit belastenden Lebensbedingungen. Sozial- und gesundheitspolitische Maßnahmen, die zum Ziel haben, die Auswirkungen von Armut auf die Gesundheit abzuschwächen, müssen hier ansetzen.

Stand: 15.08.2005

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