Welche Folgen kann ein Vitamin-D-Mangel haben?
Bei einem schweren Vitamin-D-Mangel kommt es zur Entkalkung der Knochen, Osteomalazie, bei Kindern Rachitis genannt. Die Rachitis führt zu schwerwiegenden Störungen des Knochenwachstums und bleibenden Verformungen des Skeletts. Dank der vorbeugenden Rachitisprophylaxe (Vitamin-D-Präparate für alle Säuglinge im ersten Lebensjahr und im Winter des zweiten Lebensjahres) ist diese Erkrankung in den Industrieländern sehr selten geworden. Auch die Osteomalazie im Erwachsenenalter zählt zu den insgesamt eher seltenen Erkrankungen. Neben der Entkalkung des Knochens kommt es zu Muskelschwäche, die Stürze und damit auch Knochenbrüche begünstigen kann. Ein Zusammenhang zwischen einem schweren bis moderaten Vitamin-D-Mangel und einem erhöhten Risiko für osteoporotische Knochenbrüche (Oberschenkelhalsfrakturen) ist wissenschaftlich gut belegt.
Ergebnisse aus der aktuellen medizinischen Forschung weisen darauf hin, dass sich auch mildere Formen eines Vitamin-D-Mangels langfristig nachteilig auf die Gesundheit auswirken könnten. So sind Zusammenhänge zwischen niedrigeren Vitamin-D-Spiegeln und verschiedenen chronischen Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder bestimmte Krebserkrankungen beschrieben. Der Beweis für einen ursächlichen Zusammenhang ist jedoch noch nicht erbracht.
