Prostataerkrankungen – GBE-Heft 36
Im Januar 2007 in der Reihe "Gesundheitsberichterstattung des Bundes" erschienen:
| ISBN 978-3-89606-177-5 |
Neben dem Prostatakrebs sind die gutartige Prostatavergrößerung (Benignes Prostata Syndrom, BPS), das Prostatitissyndrom sowie Herzkreislauferkrankungen die häufigsten Krankheiten bei älteren Männern. An einem BPS erkranken ca. 50 % der über 60-jährigen und 90 % der über 80-jährigen Männer. Am Prostatitissyndrom einmal im Leben zu erkranken liegt bei einer Wahrscheinlichkeit von ca. 15 %.
Prostatakrebs ist in Deutschland zurzeit das häufigste Karzinom beim Mann. Jährlich wird bei fast 50.000 Männern ein Prostatakarzinom festgestellt und mehr als 10.000 Männer sterben daran. Dabei sind etwa 90 % der Erkrankten und 96 % der Verstorbenen über 60 Jahre alt. Ab einem Alter von 45 Jahren hat jeder gesetzlich krankenversicherte Mann einen jährlichen Anspruch auf die Teilnahme am Krebsfrüherkennungsprogramm, welches auch eine Tastuntersuchung der Prostata beinhaltet.
Es beteiligen sich allerdings nur gut 18 % der anspruchsberechtigten Männer. Besonders älteren Männern sollten Informationen sowohl zur Früherkennung als auch zu Therapiemöglichkeiten und den Folgen für die Lebensqualität besser zugänglich gemacht werden.

