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HIV und AIDS – GBE-Heft 31

Im Juni 2006 in der Reihe "Gesundheitsberichterstattung des Bundes" erschienen:

GBE-Themenheft 31: HIV und AIDS

ISBN 3-89606-172-0
ISSN 1437-5478

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Die weltweite HIV/AIDS-Epidemie hat sich zu einem der größten Gesundheitsprobleme der heutigen Zeit entwickelt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rechnete Ende 2005 mit weltweit knapp 40 Millionen HIV-Infizierten, bei jährlich fünf Millionen Neuinfektionen und drei Millionen Todesfällen.

Die Infektion mit dem Human Immunodeficiency Virus (HIV) führt nach individuell unterschiedlich langer Inkubationszeit aufgrund einer schweren Schädigung der Immunabwehr zu einer lebensbedrohlichen Erkrankung, die ohne therapeutische Intervention zum Tod führt. Jeder mit HIV infizierte Mensch ist lebenslang potentiell ansteckungsfähig. Weltweit wird HIV am häufigsten durch ungeschützte sexuelle Kontakte übertragen. Weitere Infektionswege sind die Übertragung von HIV durch erregerhaltiges Blut und die Mutter-Kind-Übertragung.

Die Situation der Verbreitung von HIV/AIDS in Deutschland stellt sich im europäischen und internationalen Vergleich relativ günstig dar. Die Zahl der Menschen, die mit HIV/AIDS leben wurde Ende 2004 auf ca. 46.500 geschätzt.

Die Schätzung für die Zahl der jährlichen HIV-Neuinfektionen beläuft sich gegenwärtig auf etwa 2.600. Nach Infektionsweg unterschieden, bleiben Männer mit gleichgeschlechtlichen Sexualpartnern in Deutschland die zahlenmäßig größte Betroffenengruppe. Verglichen mit den 1980er Jahren ist der Anteil der Personen, die sich über heterosexuelle Kontakte infiziert haben, angestiegen. Die Zahl der Erstdiagnosen in dieser Gruppe ist aber in den letzten Jahren stabil geblieben.

Die Tatsache, dass sich vor allem jüngere Menschen mit HIV infizieren, eine Heilung nicht möglich ist und die lebenslange Therapie mit hohen Medikamentenkosten und einem erheblichem medizinischen Betreuungsaufwand verbunden ist, bestimmt die gesundheitspolitische Relevanz dieser Erkrankung.

Stand: 29.06.2006

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