Multimorbidität
Das Robert Koch-Institut hat repräsentative Ergebnisse zu Inzidenz und Prävalenz multimorbider Zustände auf Bevölkerungsebene in der Bundesrepublik Deutschland veröffentlicht. Wegen der herausragenden Rolle der Multimorbidität für das Gesundheitssystem und der Qualität gesundheitlicher Versorgung wird der methodische Zugang zur inhaltlichen Beschreibung von Multimorbidität aufgezeigt. Wesentliche Folgen und Konsequenzen von Mehrfachkrankheiten (wie zum Beispiel Inanspruchnahme von ambulanter Versorgung, Lebensqualität, Folgekosten, subjektiver allgemeiner Gesundheitszustand, körperlicher Funktionsfähigkeit) werden beschrieben. Ein Vergleich der Multimorbidität zwischen West- und Ostdeutschland wird vorgenommen und Abhängigkeiten zwischen Multimorbidität und sozialer Schichtzugehörigkeit dargestellt. Schließlich erfolgt eine Vorausberechnung der Inzidenz und Prävalenz sowie einiger Variablen der Krankheitsfolgen von Multimorbidität für die Bundesrepublik Deutschland bis zum Jahre 2050.
Literatur:
- Grimm J, Bittner E, Wiesner G. Geschlechtsdifferenzen bei Mehrfacherkrankungen. Bundesgesundheitsbl-Gesundheitsforsch-Gesundheitsschutz 1998; 41: 483-491.
- Wiesner G Todzy-Wolf I Grimm J: Multimorbidität und soziale Schicht. In: Ahrens W, Bellach BM, Jöckel KH (Hrsg) Messung soziodemographischer Merkmale in der Epidemiologie. MMV Medizin Verlag GmbH München, 1998, Seite 127-140
- Wiesner G, Grimm J, Bittner E, Kurth BM (2003) Multimorbidität in Deutschland. Stand-Entwicklung-Folgen. Robert Koch-Institut, 194 S. mit 51 Tab. und 51 Abb.
