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Kosten alkoholassoziierter Krankheiten

Ansprechpartner:

E. Bergmann (FG 24), K. Horch (FG 24)

Kostenschätzungen von Krankheiten spielen in der Gesundheitspolitik eine immer größere Rolle. Sie sind ein geeignetes Instrument, um die sozioökonomische Relevanz einer Krankheit oder einer Gruppe von Gesundheitsstörungen zu quantifizieren. Nach Angaben der Deutschen Hauptstelle gegen die Suchtgefahren handelt es sich bei den alkoholbedingten Problemen und der Abhängigkeit vom Alkohol um das wichtigste Gesundheitsproblem. Die damit verbundenen gesellschaftlichen Kosten wurden für Deutschland bislang nicht systematisch erfaßt.

Ziel der am Robert Koch-Institut in Kooperation mit der kanadischen Addiction Research Foundation initiierten Studie "Kosten alkoholassoziierter Krankheiten in Deutschland" ist die differenzierte Berechnung der monetären gesellschaftlichen Belastungen durch Alkoholkonsum auf der Grundlage international anerkannter Standards. Dabei werden Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Kostenberechnung dieser Krankheiten berücksichtigt. Mit den Ergebnissen der Studie soll zum einen der Informationsbedarf der für die Gesundheitspolitik Verantwortlichen erfüllt und gleichzeitig ein Beitrag zur Krankheitskostenrechnung in Deutschland geleistet werden.

Insgesamt wird die Volkswirtschaft durch alkoholassoziierte Krankheiten jährlich mit fast 40 Milliarden DM belastet. Für 1995 sind dies 1,13 % des Bruttosozialprodukts. 60 % der Gesamtkosten werden durch indirekte Kosten verursacht, wobei die hohen Kosten durch Mortalität auf 42.000 Gestorbene mit 900.000 verlorenen Lebensjahren und 285.000 verlorenen Erwerbstätigkeitsjahre zurückzuführen sind.

Stand: 04.11.2004

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