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Abstract zur Publikation: Kultursensible HIV/STI-Prävention bei Sexarbeiterinnen mit Migrationshintergrund

Santos-Hövener C, von Unger H (2012): Kultursensible HIV/STI-Prävention bei Sexarbeiterinnen mit Migrationshintergrund.
Präv. Gesundheitsf. 7 (2): 148-154. Epub Mar 25. DOI: 10.1007/s11553-012-0336-3.

Hintergrund. Frauen, die migrieren und in der Sexarbeit arbeiten, haben ein erhöhtes Risiko, sich mit STI oder HIV zu infizieren. Im Rahmen einer Expertenbefragung wurden Aspekte kultursensibler HIV/STI-Prävention bei Sexarbeiterinnen (SW) mit Migrationshintergrund untersucht.

Methodik. Es wurden Leitfaden-gestützte Interviews mit 12 Expertinnen in Berlin durchgeführt und ausgewertet.

Ergebnisse. Kultursensible HIV/STI-Prävention beinhaltet die Vermittlung von Wissen zu HIV/STI und Frauengesundheit, niedrigschwellige und aufsuchende Angebote, (mehr-)sprachliche und (inter-)kulturell kompetente sowie klientenzentrierte Beratungsangebote. Auch strukturelle Faktoren, die Vulnerabilität und Schutzverhalten beeinflussen, müssen berücksichtigt werden.

Schlussfolgerungen. Kultursensible HIV/STI-Prävention für SW mit Migrationshintergrund baut auf Grundsätzen und Angeboten auf, die sich in der Prävention für SW allgemein bewährt haben. Zusätzlich gilt es die spezifische Situation und Bedürfnisse von Migrantinnen zu berücksichtigen, z. B. im Hinblick auf Informationen zu Frauengesundheit und anderen Aspekten des Lebens und Arbeitens in Deutschland.

Culturally sensitive HIV/STI prevention with migrant sex workers

Background. Women who migrate to engage in sex work are at increased risk for infection with HIV and STIs. This study examines aspects of culturally sensitive HIV/STI prevention for female migrant sex workers.

Methods. Semi-structured interviews with 12 experts (representatives of NGOs and health authorities) were conducted and analysed.

Findings. Culturally sensitive HIV/STI prevention services address women’s health issues and the provision of sex education as well as specific information on HIV and STIs. Outreach and low-threshold services are crucial to reach the women. Language skills and cultural competency are needed as well as cultural mediators and the training of sex workers as peer educators. Structural factors that affect vulnerability and protective behaviour need to be addressed.

Conclusion. Culturally sensitive HIV/STI prevention services for migrant sex workers build on the principles and services that work well for sex workers in general. Additionally, the specific situation and needs of migrants need to be considered and information on women’s health and on other aspects of living and working in Germany should be provided.

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