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Abstract zur Publikation: Zum Einsatz von Staubmasken zur Senkung der MRSA-Exposition von Tierärzten in der Bestandsbetreuung von Schweinebeständen – eine Pilotstudie

Nathaus R, Schulz J, Hartung J, Cuny C, et al. (2011): Zum Einsatz von Staubmasken zur Senkung der MRSA-Exposition von Tierärzten in der Bestandsbetreuung von Schweinebeständen – eine Pilotstudie.
Berl. Munch. Tierarztl. Wochenschr. 124 (3-4): 128–135.

Die Studie liefert erste Erfahrungen zum kontrollierten Einsatz von Staubmasken gegen eine nasale Besiedelung von auf die Tierart Schwein spezialisierten Tierärzten mit Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA). Die Untersuchung wurde als Praxisversuch in die tägliche Routine einer tierärztlichen Praxis für Schweine integriert. Nach Erhebung des MRSA-Status und Abschluss eines definierten Dekolonisationsprotokolls traten sieben Tierärzte in den Versuch ein (fünf mit Masken, zwei Kontrollen ohne Maske). Die fünf „Versuchstierärzte“ benutzten Handschuhe und Staubmasken über mindestens 30 Kalendertage und 30 Betriebsbesuche. Die beiden „Kontrolltierärzte“ trugen nur Handschuhe. In einem Intervall von sieben Tagen wurden Nasenabstriche entnommen. Die Nasenabstriche und zehn Staubmasken pro Tierarzt wurden zunächst bakteriologisch untersucht. Anschließend wurden die Stämme molekularbiologisch typisiert. Die Studie konnte zeigen, dass eine hohe MRSA-Exposition bestand. 68 % der Staubmasken waren MRSA-positiv. Während des gesamten Einsatzes der Staubmasken konnte bei vier Versuchstierärzten keine nasale Besiedelung mit MRSA nachgewiesen werden. Nur im Nasentupfer eines Versuchstierarztes waren MRSA trotz Maske nach zwei Wochen nachweisbar. Nach dem Ablegen der Masken wurden zwei Tierärzte rasch wieder mit MRSA besiedelt. Bei den beiden Kontrolltierärzten traten positive Nasentupfer erst nach 26 und 54 Tagen auf. Die hohe MRSA-Findungsrate an den Masken spricht für eine hohe Wahrscheinlichkeit, während der Routinearbeit in Schweinebeständen nasal mit MRSA besiedelt zu werden. Ob die Staubmasken das Potenzial haben, eine Besiedelung der Tierärzte mit MRSA zu vermeiden geht aus den Ergebnissen nicht hervor. Jedoch bestehen auch keine Hinweise, dass die geeignete Anwendung von Masken einen Risikofaktor für die nasale Besiedelung mit MRSA darstellt. Weitere Untersuchungen zum geeigneten Umgang mit Staubmasken und zur Quantifizierung ihrer protektiven Wirkung sind erforderlich.


Investigations into the use of respiratory masks for reducing the MRSA-exposure of veterinarians visiting regularly pig herds--first experiences

The study presents first experiences on the controlled use of respiratory masks against Methicillin-resistant Staphylococcus aureus (MRSA) in a multi-person veterinary pig practice. Seven veterinarians entered the trial (five wearing masks, two wearing no masks) after the veterinarians had performed a decolonisation protocol. The pig herds were visited regularly by the veterinarians during the study period. The five “trial” veterinarians wore gloves and respiratory masks for at least 30 days and 30 farm visits. The two “control” veterinarians wore gloves only. Nasal swabs were collected at a seven day interval. Swabs and ten masks per “trial” veterinarian were bacteriologically tested for MRSA including MLST- and spa-typing. The study showed a high MRSA-exposure for the veterinarians, since 68% of the masks were tested positive for MRSA. However, four vets stayed MRSA-negative while using the masks. Only one of the “trial” veterinarians became positive after two weeks. After the masks were not worn any more, two veterinarians returned to colonisation soon again. The two “control” veterinarians turned positive after 26 and 54 days, respectively. The high finding-rates of MRSA in the masks proof an enormous risk of nasal colonisation during routine work. The results of our study do not proof the potential of respiratory masks to prevent nasal colonisation of veterinarians with MRSA. However, there are no hints, that the proper use of masks could be a risk factor for becoming colonised. Further details of the proper use of masks and the quantification of their protective potential need further studies on a larger scale.

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