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Abstract zur Publikation: AIDS und HIV-Infektionen bei Frauen und Kindern in Deutschland

Marcus U (1999): AIDS und HIV-Infektionen bei Frauen und Kindern in Deutschland.
Bundesgesundheitsbl. - Gesundheitsforsch. - Gesundheitsschutz 42 (7): 553-557.

Der Anteil von Frauen an den HIV-infizierten und AIDS-Patienten in Deutschland ist - wie in anderen Industriestaaten - deutlich geringer als der der Männer. Die unterschiedliche Betroffenheit von Frauen in den Industrie- und Entwicklungsländern ist auf soziale, kulturelle und ökonomische Ursachen zurückzuführen. Im Verlauf der HIV-Epidemie in Deutschland hat der Anteil von Frauen an den Infizierten langsam, aber stetig zugenommen und liegt derzeit bei etwa 20%. Auch die Infektionsrisiken haben sich gewandelt: Anfangs war die Mehrheit der weiblichen Infizierten i.v. drogenabhängig, seit Anfang der neunziger Jahre ist der heterosexuelle Übertragungsweg der bedeutendste Infektionsweg. Trotz der zahlenmäßigen Zunahme HIV-infizierter Frauen sank die Zahl perinatal mit HIV infizierter Kinder in den vergangenen fünf Jahren. Dies ist auf eine Kombination medikamentöser Prophylaxe und geburtshilflicher Maßnahmen zurückzuführen, die sich in Deutschland seit 1994 als Standardvorgehen etabliert haben. Mit diesem Vorgehen konnte das Übertragungsrisiko von Mutter zu Kind auf unter 2% gesenkt werden. Da die Massnahmen nur bei Kenntnis der HIV-Infektion der Mutter eingesetzt werden können, sollte möglichst allen Schwangeren ein HIV-Antikörpertest mit entsprechender Aufklärung und Beratung angeboten werden.

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