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Abstract zur Publikation: 6. Retroviruskonferenz 1999 in Chicago Teil I

Marcus U (1999): 6. Retroviruskonferenz 1999 in Chicago Teil I.
Bundesgesundheitsbl. - Gesundheitsforsch. - Gesundheitsschutz 42 (5): 436-445.

Mehr als 3000 HIV-Experten aus Praxis und Forschung kamen vom 31. Januar bis 4. Februar 1999 zur 6. Retroviruskonferenz in Chicago zusammen. Die Tagung konzentriert sich in erster Linie auf Fragen der HIV-Grundlagenforschung und Therapieentwicklung, sie gilt neben der Internationalen AIDS-Konferenz als bedeutendste internationale, wissenschaftliche Konferenz zu HIV und AIDS. Die wichtigsten Ergebnisse der Konferenz wurden für Sie zusammengefasst: Teil I des Berichtes informiert vor allem über epidemiologische und Präventionsaspekte sowie über den Stand der Impfdiskussion. Teil II (folgt in Heft 6/99) berichtet über Therapie und Immunrekonstitution. Die dargestellten Ergebnisse diverser Therapiestudien erlauben einen besseren Vergleich unterschiedlicher Behandlungsstrategien bei Beginn und Wechsel antiretroviraler Therapieregime. Sie deuten darauf hin, dass Resistenzbestimmungen und Medikamentenspiegel-Monitoring eine sinnvolle Rolle bei der Optimierung der Therapie spielen können. Neue Daten zu Wechsel- und Nebenwirkungen bzw. zum Nebenwirkungsmanagement ermöglichen eine rationalere Therapieplanung, die sowohl Aspekte der Therapieeffizienz als auch der Lebensqualität berücksichtigt. Die spannendste Entwicklung stellt jedoch die Diskussion um Möglichkeiten und Chancen einer Rekonstitution auch der HIV-spezifischen Immunkompetenz mittels antiretroviraler und immunmodulierender Therapien dar, welche die Hoffnung auf eine Virusradikation ablöst. Ziel einer solchen Rekonstitution wäre eine langfristige Kontrolle des Immunsystems über die HIV-Infektion ohne Gefahr einer Krankheitsentwicklung, wie sie bei der natürlich vorkommenden SIV-Infektion bei Primaten und eventuell auch bei einer kleinen Zahl von sog. Langzeitinfizierten ohne Krankheitsprogression (LTNP) erfolgt.

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