Thierfelder W, Seher C, Thefeld W (1998): Der Bundes-Gesundheitssurvey 1997/1998 - Untersuchungsteil. Für die Charakterisierung bzw. Prävalenzerhebung von gesundheitlichen Risiken und Krankheiten im Rahmen von Gesundheitssurveys haben sich aufgrund der Erfahrungen aus internationalen und eigenen Studien bestimmte labormedizinische und medizinisch-physikalische Messgrößen als aussagefähig erwiesen. Sie geben entweder eigenständig Hinweise auf eine gesundheitliche Gefährdung der Untersuchung oder dienen der Validierung der selbstanamnestischen Angaben. Der Vergleich mit Messdaten aus früheren Studien erlaubt objektive Aussagen zur zeitlichen Entwicklung von Risiken bzw. Krankheiten. Im Bundes-Gesundheitssurvey werden als als 50 Labor- und sechs Körpermessgrößen bestimmt. Die Erhebung findet unter standardisierten Bedingungen statt, um eine Vergleichbarkeit der Daten zu sichern. So werden alle Laboranalysen im Zentrallabor des Robert-Koch-Instituts unter Einhaltung strenger Qualitätssicherungsauflagen durchgeführt. Die Bedeutung der einzelnen Messgrößen für den Gesundheitssurvey wird dargestellt.
Gesundheitswesen 60 (Sonderheft 2): 69-76.
