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Wie wird ein Vitamin-D-Mangel festgestellt?

Die Bestimmung des Vitamin-D-Status erfolgt durch die Messung von 25-Hydroxyvitamin-D im Blut (siehe Frage: Was ist Vitamin D und welche Funktionen hat es im Körper?). Bei einem schweren Vitamin-D-Mangel ist die Aufnahme von Kalzium aus dem Dünndarm ins Blut so ernsthaft gestört, dass die Aufrechterhaltung der Kalzium-Spiegel im Blut gefährdet ist. Kalzium ist aber für viele lebenswichtige Funktionen nötig und wird in der Regel im Blut konstant gehalten. Daher wird bei einem schweren Vitamin-D-Mangel unter dem Einfluss von Parathormon Kalzium zum Ausgleich aus dem Knochen bereitgestellt. Parathormon ist daher bei einem schweren Vitamin-D-Mangel meist erhöht.

In der Regel setzt dieser Mechanismus (sekundärer Hyperparathyreodismus) bei sehr niedrigen Vitamin-D-Werten ein. Ein eindeutiger Grenzwert kann jedoch nicht angegeben werden, da offenbar zusätzliche Einflussfaktoren wie das Lebensalter oder die Kalzium-Aufnahme aus der Nahrung eine Rolle spielen. Hinzu kommt, dass die Bestimmung von Vitamin D mit einer Vielzahl von Messmethoden erfolgt, die auf unterschiedlichen Testprinzipien beruhen, so dass die Messergebnisse nicht unbedingt vergleichbar sind.

Für die am häufigsten eingesetzten Bestimmungsmethoden gelten nach aktuellem Stand der medizinischen Forschung folgende Richtwerte zur Beurteilung der 25-Hydroxyvitamin-D-Konzentration (in Nanomol pro Liter, abgekürzt nmol/L):
unter 12,5 nmol/L: schwerer Vitamin-D-Mangel mit einer Osteomalazie oder Rachitis einhergehend
12,5 bis unter 25 nmol /L: moderater Vitamin-D-Mangel mit wahrscheinlicher Auswirkung auf den Knochenstoffwechsel
25 bis unter 50 nmol/L (abhängig vom Lebensalter auch 25 bis unter 75 nmol/L): suboptimale Vitamin-D-Versorgung mit möglicher Auswirkung auf den Knochenstoffwechsel.

Stand: 26.03.2009

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