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Schutzimpfung gegen Varizellen: Häufig gestellte Fragen und Antworten

Stand: 16.2.2017

Welche Kinder sollen geimpft werden, und warum ist die Impfung Kindern und Jugendlichen generell empfohlen?

Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) empfiehlt allen Kindern die Varizellenimpfung mit 2 Impfdosen vorzugsweise im Alter von 11 bis 14 Monaten (1. Impfung) und 15 bis 23 Monaten (2. Impfung). Die erste Impfung kann entweder simultan mit der ersten Masern-Mumps-Röteln-Impfung (MMR) durchgeführt werden oder frühestens vier Wochen nach dieser erfolgen. Die zweite Impfung kann mit einem Kombinationsimpfstoff gegen Masern, Mumps, Röteln und Varizellen (MMRV) erfolgen. Siehe dazu die Empfehlungen der STIKO.

Erfolgte die Impfung nicht im empfohlenen Alter, kann sie zu jedem Zeitpunkt nachgeholt werden. Ohne Impfung erkrankten etwa 750.000 Personen pro Jahr in Deutschland an Varizellen. Die Mehrzahl der Fälle trat bei Kindern unter 5 Jahren auf.

Komplikationen treten bei bis zu 5% Prozent der Erkrankten auf und nehmen mit dem Alter an Häufigkeit zu. Auftreten können bakterielle Superinfektionen der Haut, Mittelohrentzündung, Bronchitis, seltener auch Lungen­ent­zün­dun­gen und sehr selten Erkrankungen des Zentralen Nervensystems (cerebelläre Ataxie, aseptische Meningitis, Enzephalitis, Myelitis) oder Arthritis, Myo­kar­ditis und Glomerulonephritis. Besonders gefährdet sind immunsupprimierte Personen. Bei Erkrankungen in der Schwangerschaft kann ein Fehl­bil­dungs­syn­drom (kongenitales Varizellensyndrom) auftreten. Erkrankungen von Neugeborenen sind besonders gefährlich.

Die generelle Impfempfehlung hat dazu beigetragen, die hohen Erkran­kungs­zahlen an Vari­zellen in Deutschland zu reduzieren. Auch die Zahl der Vari­zel­len assoziierten Komplikationen und der Hospitalisierungen ist rückläufig. Es ist außerdem zu erwarten, dass in Folge der Herdenimmunität auch Säuglinge, Schwangere und Patienten aus klinisch relevanten Risiko­gruppen, wie z.B. Patienten mit Leukämie bzw. Patienten unter intensiver immun­sup­pres­siver Therapie, indirekt von der Impfempfehlung profitieren werden.

Die ausführliche Begründung der STIKO zur Impfempfehlung gegen Varizellen sowie zur Empfehlung einer zweiten Impfdosis finden Sie hier.

Stand: 01.08.2012

Welche erwachsenen Personen sollten gegen Varizellen geimpft werden?

Die STIKO empfiehlt die Impfung gegen Varizellen empfänglichen Personen mit besonderen gesundheitlichen Risiken wie z.B. empfänglichen (= seronegativen) Patienten vor immunsuppressiver Therapie oder Organtransplantation, unter besonderen Bedingungen auch unter immunsuppressiver Therapie und bei Leukämie, sowie Personen mit schwerer Neurodermitis und allen empfänglichen Personen, die engen Kontakt zu diesen besonders gefährdeten Personen haben. Besondere Bedeutung für den Schutz des Ungeborenen oder Neugeborenen hat die Impfung von seronegativen Frauen mit Kinderwunsch.

Darüber hinaus empfiehlt die STIKO auch seronegativem Personal im Gesundheitsdienst die Impfung gegen Varizellen. Insbesondere in den Bereichen Pädiatrie, Onkologie, Gynäkologie/Geburtshilfe, Intensivmedizin und im Bereich der Bereuung von Immundefizienten sowie bei Neueinstellungen in Gemeinschaftseinrichtungen für das Vorschulalter sollte eine Impfung erfolgen.

Stand: 16.02.2017

Wie viele Impfdosen sind für einen vollständigen Impfschutz notwendig?

Für einen vollständigen Impfschutz sind zwei Impfdosen notwendig. Die erste Impfung sollte im Alter von 11 bis 14 Monaten, die zweite in einem Lebensalter von 15 bis 23 Monaten erfolgen. Älteren Kindern und Jugendlichen die bisher nur eine Varizellenimpfung erhalten haben, sollte eine zweite Varizellenimpfung als Nachholimpfung verabreicht werden. Nach den bisherigen Erfahrungen kann davon ausgegangen werden, dass die Impfung eine länger anhaltende Immunität induziert.

Fall-Kontroll-Studien zeigen, dass die Impfung mehr als 95% der Geimpften vor schweren Varizellen schützt und dass sie bei 70 bis 90% eine Erkrankung verhindert. Zusätzliche Hinweise finden Sie im Epidemiologischen Bulletin Nr. 32/2009 und auf unseren Internetseiten.

Stand: 12.08.2009

Ist eine Infektion Dritter durch das Impfvirus möglich?

Die Übertragung des Impfvirus von einem Impfling auf eine andere Person ist extrem unwahrscheinlich. Sie kann im Fall des Auftretens eines spezifischen Exanthems beim Impfling nicht völlig ausgeschlossen werden und ist in sehr seltenen Einzelfällen bei immungeschwächten oder schwangeren Kontaktpersonen beobachtet worden.

Stand: 02.10.2003

Kann das Kind einer seronegativen Schwangeren gegen Varizellen geimpft werden?

Zu dieser Frage hat die STIKO im Epidemiologischen Bulletin 31/2005 folgende Bewertung vorgenommen (Auszug): Seit Zulassung des Impfstoffes ist im Rahmen der postmarketing surveillance (Beobachtung von Ereignissen nach Zulassung) nur 1 Fall einer Übertragung des Impfvirus von einem geimpften Kind auf eine Schwangere beschrieben worden. Beim Fetus konnte im Anschluss keine Varizelleninfektion nachgewiesen werden. Nach Studienlage liegt das Risiko für seronegative Frauen, nach einer Erkrankung durch das Varizellen-Zoster-Virus während der Schwangerschaft, ein Kind mit Varizellensyndrom zur Welt zu bringen, zwischen 0,4 % und 2 % (in Anhängigkeit von der Schwangerschaftswoche). Zusätzlich besteht für seronegative Frauen bei einer Varizellenerkrankung zum Zeitpunkt der Entbindung das Risiko einer perinatalen Übertragung auf das Neugeborene mit einer „attack rate“ (Übertragungsrisiko) von 25-30 %. Das jährliche Erkrankungsrisiko für Kinder im Alter von 1-10 Jahre wird – bisher, vor Einführung der allgemeinen Impfempfehlung – auf etwa 8-10 % geschätzt.

Zusammenfassend ist das Risiko für ein konnatales Varizellensyndrom bei einer seronegativen Schwangeren mit Kontakt zu ihrem ungeimpften und damit ansteckungsgefährdeten Kind höher als das Risiko einer solchen Komplikation durch die Impfung und ggf. die Übertragung von Impfvarizellen durch ihr Kind.

Stand: 21.09.2005

Ab welchem Lebensmonat kann geimpft werden?

Die STIKO empfiehlt die Impfung frühestens im vollendeten 11. Lebensmonat (siehe Packungsbeilage). Nicht erfolgte Impfungen sollten zu jedem Zeitpunkt nachgeholt werden.

Besonders wichtig ist der Schutz von Jugendlichen, da Erkrankungen von Jugendlichen und Erwachsenen komplikationsreicher verlaufen. Besonders seronegative Frauen mit Kinderwunsch sollten gegen Varizellen geschützt sein, da Varizellen-Erkrankungen während der Schwangerschaft Schädigungen des Säuglings bedingen können.

Stand: 02.10.2003

Welche Nebenwirkungen können im Zusammenhang mit der Impfung beobachtetet werden?

Die Impfung wird in der Regel gut vertragen. An der Injektionsstelle können eine Rötung, Schmerzhaftigkeit und Schwellung beobachtet werden. Leichte bis moderate Temperaturerhöhungen treten bei etwa 10 % der Geimpften auf. Gelegentlich werden nach 1 bis 4 Wochen ein Hautauschlag und Fieber beobachtet (Impfkrankheit). Sehr selten können allergische Reaktionen im Zusammenhang mit der Impfung beobachtet werden. Auch Herpes zoster oder Pneumonien werden in seltenen Einzelfällen in der Literatur im Zusammenhang mit der Impfung berichtet. Andere Krankheitserscheinungen (Enzephalitis, Krampfanfälle, verminderte Blutplättchenzahl und allergische Hauterkrankungen) werden in seltenen Einzelfällen im Zusammenhang mit der Impfung berichtet. Es könnte sich in der Mehrzahl dieser Einzelberichte um das zufällige zeitliche Zusammentreffen von miteinander nicht ursächlich verbundenen, selbstständigen Ereignissen handeln.

Eine ausführliche Darstellung ist dem Hinweis zum Aufklärungsbedarf bei Schutzimpfungen im Epidemiologischen Bulletin 25/2007 zu entnehmen.

Stand: 07.12.2007

Kann nach einem Kontakt zu einem an Varizellen Erkrankten geimpft werden?

Eine postexpositionelle Impfung ist möglich und in Abhängigkeit von dem zeitlichen Abstand zur Exposition (maximal 5 Tage) auch wirksam. Bei der derzeitigen epidemiologischen Situation mit hohen Erkrankungszahlen wird diese von der STIKO zurzeit nur für ungeimpfte Personen mit negativer Varizellen-Anamnese und Kontakt zu Risikopersonen empfohlen. Eine Varizellenexposition stellt keine Kontraindikation zur Durchführung einer Impfung dar.

Stand: 02.10.2003

Wird durch die Impfung auch eine Erkrankung an Herpes zoster verhindert?

Die bisher mit der Impfung in den USA gesammelten Erfahrungen zeigen, dass gegen Varizellen geimpfte Personen einem geringerem Risiko unterliegen an Zoster zu erkranken und dass ein durch das Impfvirus ausgelöster Zoster meist leichter verläuft, so dass nach Impfung ein individueller Schutz gegenüber einer schwereren Verkaufsform des Zoster besteht. Da durch die Impfung aller Kinder die natürliche Boosterung in Zukunft wegfallen wird, ist die mittelfristige Auswirkung auf die Häufigkeit der Zostererkrankungen derzeit noch nicht endgültig abschätzbar.

Stand: 26.10.2016

Kann in der Schwangerschaft und Stillzeit geimpft werden?

Für Totimpfstoffe, wie z.B. gegen Influenza, Tetanus, Diphtherie, Pertussis, Hepatitis A und B, stellt eine Schwangerschaft keine Kontraindikation dar. Im ersten Drittel der Schwangerschaft sollten nur dringend indizierte Impfungen durchgeführt werden, um zu verhindern, dass die in der Frühschwangerschaft häufigen Spontanaborte fälschlicherweise mit der Impfung in Zusammenhang gebracht werden und so im Einzelfall für die Betroffenen zu einer besonderen psychischen Belastung werden. Eine erfolgte Impfung mit Totimpfstoff stellt keine Indikation für eine Schwangerschaftsverhütung dar.

Eine Impfung gegen Influenza ist Schwangeren sogar ausdrücklich ange­ra­ten. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Influenza-Impfung allen Schwangeren ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel, bei erhöhter gesund­heit­licher Gefährdung infolge eines Grundleidens (z.B. Asthma oder Diabetes) ab dem 1. Schwangerschaftsdrittel. Weitere Informationen zur Influenza-Impfung finden sich unter www.rki.de/impfen > Impfungen A-Z > Influenza.

Impfungen mit einem Lebendimpfstoff, wie z.B. gegen Röteln, Masern-Mumps-Röteln (MMR) oder Varizellen, sind in der Schwangerschaft aus theoretischen Überlegungen grundsätzlich kontraindiziert. Nach einer Impfung mit Lebendimpfstoff sollte eine Schwangerschaft für 1 Monat vermieden werden. Eine versehentliche Impfung mit MMR-, Röteln- oder Varizellen-Impfstoff in oder kurz vor einer Schwangerschaft stellt jedoch nach nationalen und internationalen Empfehlungen keine Indikation zum Schwanger­schafts­abbruch dar. Bei vielen hundert dokumentierten Impfungen während bzw. kurz vor einer Schwangerschaft wurde kein erhöhtes Risiko für kongenitale Fehlbildungen festgestellt. Siehe auch die Hinweise in den Fachinformationen der jeweiligen Impfstoffe und den Übersichtsartikel des Paul-Ehrlich-Instituts im Bulletin zur Arzneimittelsicherheit 4/2014 (S. 16 ff.).

In der Stillzeit können sowohl die Stillende als auch der gestillte Säugling alle von der STIKO empfohlenen Impfungen bekommen. Lediglich die Impfung gegen Gelbfieber soll bei stillenden Frauen nicht erfolgen. Es sind weltweit vereinzelte Fälle beschrieben, in denen gestillte Säuglinge nach Impfung der Mutter gegen Gelbfieber an einer Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute (Meningoenzephalitis) erkrankt sind.

Möglicherweise kann die Wirkung der Rotavirus-Impfung optimiert werden, wenn eine Stunde vor und nach der Impfung nicht gestillt wird, soweit der Stillrhythmus des Kindes dies zulässt. Siehe auch "Was ist bei der Verabreichung der Impfstoffdosis zu beachten?"

Zur Varizellenimpfung im Umfeld einer seronegativen Schwangeren siehe: "Kann das Kind einer seronegativen Schwangeren gegen Varizellen geimpft werden?"

Zu Impfungen vor einer geplanten Schwangerschaft siehe auch die FAQ "STIKO-Impfempfehlungen für Frauen mit Kinderwunsch" sowie "Vorgehen bei Frauen im gebärfähigen Alter zur Vermeidung von Röteln und Varizellen in der Schwangerschaft"

Stand: 17.04.2015

Vorgehen bei Frauen im gebärfähigen Alter zur Vermeidung von Röteln und Varizellen in der Schwangerschaft

Von den in den Mutterschaftsrichtlinien vorgeschriebenen Untersuchungen des Immunstatus (Röteln, Lues, und fakultativ HIV) bzw. den zusätzlich häufig gewünschten Untersuchungen (Toxoplasmose, Zytomegalie, Varizellen, Parvovirus B19) haben unter dem Gesichtspunkt einer gegenwärtig möglichen Immunprophylaxe Röteln und Varizellen eine besondere Bedeutung. Beide Infektionen können in der Schwangerschaft zu schwersten Schädigungen des Embryos oder Feten führen (kongenitales Röteln- und fetales/kongenitales Varizellensyndrom mit Beteiligung einzelner oder mehrerer Organe). Das Risiko einer Schädigung hängt vor allem vom Zeitpunkt der Infektion ab und ist umso größer, je früher während der Schwangerschaft die Infektion erfolgt, bei Röteln 50 bis 60 % im ersten Schwangerschaftsmonat und absinkend bis zu 7 bis 10 % im vierten Schwangerschaftsmonat, bei Varizellen insgesamt geringer. Ein weiteres Risiko besteht in Falle einer Varizellen-Erkrankung der Mutter 5 Tage vor bis 2 Tage nach der Geburt. Die Infektion des Kindes kann hier zu lebensbedrohlichen neonatalen Varizellen führen.

Die STIKO empfiehlt die zweifache Rötelnimpfung für ungeimpfte Frauen im gebärfähigen Alter oder Frauen im gebärfähigen Alter mit unklarem Impfstatus. Frauen im gebärfähigen Alter, die bisher einmalig gegen Röteln geimpft worden sind, sollten eine weitere Impfung gegen Röteln erhalten. Da seit 2012 in Deutschland kein Röteln-Einzelimpfstoff mehr verfügbar ist, ist die Impfung nur noch mit einem Masern-Mumps-Röteln (MMR) -Kombinationsimpfstoff möglich. Dies stellt jedoch kein Problem dar. Die kombinierte Impfung führt nicht zu vermehrten unerwünschten Wirkungen, auch wenn bereits eine Teilimmunität gegen andere im Impfstoff enthaltene Komponenten vorliegt. Liegt der Nachweis über zwei erfolgte Rötelnimpfungen vor, ist von einer Immunität auszugehen, weitere Maßnahmen wie Titerkontrollen sind nicht erforderlich.

Der serologische Nachweis von Antikörpern ist nur bei Schwangeren ohne entsprechende Nachweise einer bestehenden Immunität (Ungeimpfte oder einmalig Geimpfte oder Impfanamnese unbekannt) sinnvoll. International wird als schützender Titer ein Wert von 10 bis 15 IU/ml im ELISA-Test angesehen. In Deutschland gilt bislang die Empfehlung der Diagnostik-Kommission der Gesellschaft für Virologie (GfV) und Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten (DVV), dass bei Werten zwischen 15 IU/ml und 34 IU/ml ein Zweittest herangezogen werden soll. Dafür kann der früher verwendete HHT eingesetzt werden, bei dem Titer ab < 1:8 als ausreichend positiv angesehen werden. Aufgrund der schlechten Standardisierbarkeit der Rötelnteste steht zu vermuten, dass in Zukunft der generelle Nachweis von anti-Röteln IgG Antikörpern, d.h. ein grundsätzlich positives Testergebnis ausreichend sein wird.

Analog zur Rötelnimpfempfehlung der STIKO sollten zur Verhinderung eines kongenitalen Varizellensyndroms und einer neonatalen Varizelleninfektion seronegative Frauen im gebärfähigen Alter zweimal gegen Varizellen geimpft werden. Im Falle einer ungeklärten Immunitätslage ist eine Antikörperbestimmung bei Frauen im gebärfähigen Alter notwendig. Eine ungeklärte Immunitätslage ist dann gegeben, wenn bei unsicherer Varizellenanamnese keine oder nur eine dokumentierte Impfung oder ein unklarer Impfstatus vorliegen.

Auch bei Varizellen können die ELISA-Testergebnisse auf einen internationalen Standard bezogen und in IU/l angegeben werden. Seropositiv sind Proben mit einem Antikörpertiter > 100 IU/l. Grenzwertige Ergebnisse (50 bis 100 IU/l) sollten als negativ betrachtet werden. Bei Verwendung anderer Teste sind die Hinweise des untersuchenden Laboratoriums zu beachten bzw. ist Rücksprache mit dem Labor zu halten.

Lebendimpfstoffe sind in der Schwangerschaft kontraindiziert. Da es sich beim MMR- und Varizellen-Impfstoffe um Lebendimpfstoffe handelt, wird ein zeitlicher Abstand von 1 Monat zur Konzeption empfohlen. Da bislang in den vielen bekannten Fällen einer versehentlichen MMR- wie auch Varizellen-Impfung in der Frühschwangerschaft (da diese noch nicht bekannt war) keine negativen Auswirkungen bekannt geworden sind, stellt eine versehentlich durchgeführte Impfung in der Frühschwangerschaft keinen Grund für einen Schwangerschaftsabbruch dar.

In diesem Zusammenhang wird auch auf die Richtlinie des G-BA zur Empfängnisregelung und zum Schwangerschaftsabbruch hingewiesen.

Siehe dazu auch die allgemeine FAQ zu Impfungen bei Frauen mit Kinderwunsch.

Stand: 17.04.2015

Wie soll verfahren werden, wenn in einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylsuchende aufgrund eines Varizellen-Ausbruchs eine Impfaktion gegen Varizellen geplant ist, nachdem bereits MMR-Impfungen verabreicht worden waren?

Informationen darüber, wie zu verfahren ist, wenn in einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylsuchende aufgrund eines Windpocken-Ausbruchs eine Impfaktion gegen Windpocken geplant ist, nachdem bereits MMR-Impfungen verabreicht worden sind, gibt es >> hier.

Stand: 14.01.2016

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