Navigation und Service

Zielgruppeneinstiege

Schutzimpfung gegen Hepatitis A: Häufig gestellte Fragen und Antworten

Stand: 24.04.2017

Wer soll sich impfen lassen?

Die Impfung gegen Hepatitis A gehört zu den Impfungen, die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) nicht generell, sondern nur für gefährdete Personen empfohlen werden. Der gefährdete Personenkreis umfasst unter anderem:

  • Personen mit Lebererkrankungen,
  • Personen mit einem Sexualverhalten mit hoher Infektionsgefährdung (z.B. Männer, die Sex mit Männern haben),
  • Personen mit häufiger Übertragung von Blutbestandteilen (z.B. bei Hämophilie),
  • Bewohner von psychiatrischen Einrichtungen oder vergleichbaren Fürsorgeeinrichtungen sowie
  • Reisende in Regionen mit hoher Hepatitis-A-Prävalenz.

Darüber hinaus wird die Impfung von der STIKO für Personen aufgrund beruflicher Gefährdungen empfohlen. Dazu zählen im Gesundheitsdienst tätige Personen, die möglicherweise Kontakt zu infektiösem Stuhl haben oder bei der Essenszubereitung mitwirken (einschließlich folgender Bereiche: Küche, Labor, technischer und Reinigungs- bzw. Rettungsdienst, psychiatrische und Fürsorgeeinrichtungen, Behindertenwerkstätten, Asylbewerberheime), Personal in Kindertagesstätten (inkl. Küche und Reinigungspersonal) sowie Kanalisationsarbeiter mit Kontakt zu Abwässern.

Sie finden diese Angaben in den aktuellen Impfempfehlungen der STIKO.

Stand: 24.04.2017

Wann sollte eine Auffrischung der Impfung erfolgen?

Es konnte bisher noch nicht abschließend geklärt werden, ob immunkompetente Personen nach erfolgter Grundimmunisierung mit 2 Impf-Dosen im Abstand von mind. 6 Monaten für einen dauerhaften Impfschutz eine Auffrischimpfung benötigen. Studien weisen daraufhin, dass keine weitere Impfung notwendig ist, da ein Großteil der Geimpften (mind. 90-99%), je nach verwendetem Impfstoff, zwischen 25 und 40 Jahren immun bleiben (siehe auch Fachinformationen). Bei Aufbau eines Hepatitis A Impfschutzes mittels Hepatitis A/B Kombinationsimpfstoff müssen je nach verwendeten Impfschema mindestens 3 Impfstoff-Dosen verabreicht sein; der Abfall von schützenden Antikörpern nach Grundimmunisierung ist in Langzeitstudien vergleichbar mit dem nach Gabe von Einzelimpfstoffen (siehe Fachinformation). Es ist weiterhin nicht auszuschließen, dass selbst bei nicht nachweisbaren Antikörpern, die Geimpften durch das immunologische Gedächtnis geschützt sind. Die Entscheidung für eine Auffrischimpfung muss im Einzelfall getroffen werden; insbesondere bei Immunsupprimierten (z.B. HIV-Infizierte mit signifikanter Immunsuppression) kann eine Auffrischimpfung notwendig sein. Nähere Informationen können den Fachinformationen der jeweiligen Impfstoffprodukte entnommen werden.

Stand: 24.04.2017

Sollte der Immunschutz durch eine Titerkontrolle bestimmt werden?

Die Ständige Impfkommission empfiehlt eine serologische Vortestung auf HA-Antikörper vor einer erstmaligen Impfung lediglich bei vor 1950 Geborenen und bei Personen, die längere Zeit in Endemiegebieten gelebt haben oder in Familien aus Endemiegebieten aufgewachsen sind. Hierdurch soll eine unnötige Impfung bei bereits immunen Personen vermieden werden. Negative Folgen der Impfung bei einer bereits immunen Person sind allerdings nicht zu befürchten. Grundsätzlich empfiehlt die STIKO, dass routinemäßige Antikörperbestimmungen vor oder nach Standardimpfungen in der Regel nicht angebracht sind. Ausnahmen bilden z.B. die Überprüfung des Impferfolges bei Patienten mit Immundefizienz bzw. –suppression.

Stand: 24.04.2017

Zusatzinformationen

Gesundheitsmonitoring

In­fek­ti­ons­schutz

Forschung

Kom­mis­sio­nen

Ser­vice

Das Robert Koch-Institut ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit

© Robert Koch-Institut

Alle Rechte vorbehalten, soweit nicht ausdrücklich anders vermerkt.