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Schutzimpfung gegen Haemophilus influenzae Typ b (Hib): Häufig gestellte Fragen und Antworten

Wer sollte gegen Haemophilus influenzae geimpft sein?

Die Impfung gegen Haemophilus influenzae Typ b ist für alle Säuglinge und – falls nicht im Säuglingsalter erfolgt – für Kinder bis zu 4 Jahren empfohlen.
Für Personen (Kinder, Jugendliche und Erwachsene) mit fehlender oder nicht funktionierender Milz (anatomische und funktionelle Asplenie) besteht ebenfalls ein erhöhtes Erkrankungsrisiko, weshalb diese ebenfalls durch eine Impfung geschützt werden sollten.

Stand: 01.08.2012

Wann sollte gegen Haemophilus influenzae geimpft werden?

Säuglinge sollten mit 2 (3)*, 4 und 11 – 14 Monaten gegen Haemophilus influenzae Typ b geimpft werden.
Kleinkinder älter als 1 Jahr werden mit einer Dosis geimpft.
Personen mit anatomischer oder funktioneller Asplenie erhalten eine Grundimmunisierung nach Herstellerangaben.
Über die Notwendigkeit von Auffrischungsimpfungen für diese Personen liegen noch nicht ausreichend klinisch valide Daten vor.

* Diese Impfdosis entfällt bei Impfstoffen ohne Pertussis-Komponente.

Stand: 01.08.2012

Was ist nach engem Kontakt zu an Haemophilus influenzae erkrankten Personen empfohlen?

Eine antibiotische Prophylaxe mit Rifampicin (altersabhängige Dosierung beachten) nach engen Kontakten zu an Haemophilus influenzae erkrankten Personen wird empfohlen für alle Haushaltsmitglieder (Ausnahme: Schwangere), unabhängig vom Alter, wenn sich dort ein ungeimpftes Kind (Säugling ≤ 3 Dosen; älter als 12 Monate ≤ 1 Dosis) oder eine Person mit relevantem Immundefekt befindet. Außerdem sollten ungeimpfte Kinder bis zu 4 Jahren in Gemeinschaftseinrichtungen mit engen Kontakten zu an Haemophilus influenzae erkrankten Personen eine entsprechende vorbeugende antibiotische Therapie erhalten. Die antibiotische Prophylaxe sollte frühestmöglich, spätestens jedoch 7 Tage nach Beginn der Erkrankung des Indexfalls erfolgen.

Der Kontakt zu einer an Haemophilus influenzae Typ b erkrankten Person sollte zum Anlass genommen werden, um eine unvollständige Grundimmunisierung zu ergänzen oder fehlende Impfungen durchzuführen. Die postexpositionelle Impfung ersetzt nicht die antibiotische Prophylaxe.

Stand: 01.08.2012

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