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Schutzimpfung gegen Gelbfieber: Häufig gestellte Fragen und Antworten

Stand: 25.10.2016

Welche besonderen Vorschriften gibt es bei der Impfung?

Die Impfung gegen Gelbfieber ist bei Reisen in Risikogebiete (die sich nur im tropischen Afrika und nördlichen Südamerika befinden) dringend angeraten und in einigen Ländern gesetzlich vorgeschrieben. Eine Gelbfieber-Erkrankung verläuft oft tödlich, und eine spezifische Therapie gibt es nicht. Das Gelbfieberrisiko ist in einzelnen endemischen Ländern lokal unterschiedlich, und Ausbrüche können auftreten. Daher ist vor einer Reise ins Ausland grundsätzlich eine reisemedizinische Beratung zu empfehlen.

Die Impfung muss nach den Internationalen Gesundheitsvereinbarungen in staatlich zugelassenen Gelbfieberimpfstellen erfolgen. Dokumentiert wird die Impfung im gelben internationalen Impfausweis. Die Unterschrift des Impfarztes zusammen mit einem amtlich vergebenen Siegel beglaubigt das Dokument. Nach dem Arzneimittelgesetz darf Gelbfieberimpfstoff außer an Apotheken nur an staatlich zugelassene Gelbfieberimpfstellen abgegeben werden. Adressen finden Sie unter www.rki.de/reise.

Die Impfung soll zum einen die geimpfte Person schützen, an der potenziell tödlichen Infektion zu erkranken. Zum anderen soll die Verschleppung von Gelbfieberviren durch den zunehmenden Reisetourismus aus Endemiegebieten in solche Gebiete verhindern, in denen es zwar die Überträgermücken gibt, wo aber das Virus bisher noch nicht endemisch vorkommt oder wo das Virus aktuell nicht zirkuliert (und dort z.B. zu Ausbrüchen führen kann).

Weitere Informationen sind auf den Internetseiten der WHO erhältlich.

Stand: 12.11.2012

Wo kann man sich impfen lassen?

Gelbfieberimpfungen dürfen nur besonders ausgewiesene Gelbfieberimpfstellen durchführen. Deren Adressen finden Sie unter Reiseassoziierte Infektionskrankheiten, über das örtliche Gesundheitsamt, über Landesärztekammern oder über Ihren niedergelassenen Arzt. In der Regel sind Gelbfieberimpfstellen auch an den Tropenmedizinischen Instituten der Universitätskliniken angesiedelt. Die Registrierung wird von den oberen Landesbehörden vorgenommen. Das Führen einer Liste für die reisemedizinische Beratung und die halbjährliche Publikation im "CRM-Handbuch für Reisemedizin" hat das Centrum für Reisemedizin in Düsseldorf, Hansa Allee 321, 40549 Düsseldorf übernommen.

Stand: 14.12.2012

Wie lange besteht ein Impfschutz nach der Impfung?

Auf der 67. Weltgesundheitsversammlung im Mai 2014 in Genf wurde die Änderung des Annexes 7 der Internationalen Gesundheitsvorschriften (IGV) beschlossen [1], wonach der einmalige Gelbfieber-Impfnachweis lebenslange Gültigkeit hat und keine Booster-Impfung mehr notwendig ist (http://apps.who.int/gb/ebwha/pdf_files/WHA67/A67_R13-en.pdf). Diese Änderung erfolgte unter Berücksichtigung der Stellungnahme der WHO-Expertenkommission [2] sowie dem aktuellen WHO-Positionspapier zu Gelbfieber [3] und ist am 11. Juli 2016 in Kraft getreten.

Für die Umsetzung der entsprechenden Änderung in den Internationalen Gesundheitsvorschriften hatten die Mitgliedsstaaten der WHO bis Juli 2016 Zeit. Es ist vorstellbar, dass sich diese Umsetzung in einzelnen Ländern verzögern wird und weiterhin der Nachweis einer höchstens 10 Jahre zurückliegenden Impfung verlangt werden könnte. Eine Übersicht über die aktuellen Einreisebestimmungen findet man auf der Webseite der WHO unter www.who.int/ith/2016-ith-county-list.pdf?ua=1 und www.who.int/ith/2016-ith-annex1.pdf?ua=1. Hier stellt die WHO eine Übersichtsliste der Länder zur Verfügung, bei denen das Risiko einer Gelbfieber-Übertragung besteht und eine Gelbfieber-Impfung empfohlen wird, sowie eine Liste der Länder, in denen der Nachweis der Gelbfieberimpfung für die Einreise vorausgesetzt wird.


World Health Organization (2008): International Health Regulations (2005); Second edition

Strategic Advisory Group of Experts on immunization (SAGE) (2013): Meeting of the Strategic Advisory Group of Experts on immunization, April 2013 - conclusions and recommendations. Releve epidemiologique hebdomadaire / Section d'hygiene du Secretariat de la Societe des Nations = Weekly epidemiological record / Health Section of the Secretariat of the League of Nations 88:201-206

World Health Organization (2013): Vaccines and vaccination against yellow fever. WHO position paper -- June 2013. Releve epidemiologique hebdomadaire / Section d'hygiene du Secretariat de la Societe des Nations = Weekly epidemiological record / Health Section of the Secretariat of the League of Nations 88:269-283

Stand: 25.10.2016

Ab welchem Alter können Kinder gegen Gelbfieber geimpft werden?

Kinder, die älter als sechs Monate sind, können unter strenger Indikationsstellung geimpft werden.

Stand: 14.12.2012

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