Navigation und Service

Zielgruppeneinstiege

Übernahme von Kosten für Schutzimpfungen

Für die Kostenübernahme von Schutzimpfungen kommen unterschiedliche Träger in Frage. Außer den Krankenkassen (s.u.) zählt hierzu auch der öffentliche Gesundheitsdienst oder weitere in gesetzlichen Vorschriften (z.B. die Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge) benannte Stellen z.B. der Arbeitgeber.

Im Rahmen der Gesundheitsreform trat am 1.4.2007 das Gesetz zur Stärkung des Wettbewerbs in der gesetzlichen Krankenversicherung in Kraft. Der § 20 d dieses Gesetzes regelt den Anspruch auf Leistungen für Schutzimpfungen. Damit werden Impfungen zu Pflichtleistungen der Krankenkassen. Voraussetzung, Art und Umfang der Leistungen der Krankenkassen bestimmt der "Gemeinsame Bundesausschuss". Grundlage für die Festlegungen des Gemeinsamen Bundesausschusses sind die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO).

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 21. Juni 2007 erstmals eine Richtlinie über Schutzimpfungen nach § 20d Abs.1 SGB V (Schutzimpfungs-Richtlinie) beschlossen. Aus der Schutzimpfungs-Richtlinie ist im Einzelnen ersichtlich, welche Schutzimpfungen Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenkassen sind. Impfungen, die von der STIKO empfohlen sind, werden üblicherweise von den Krankenkassen finanziert und sind beihilfefähig. Die Regelungen der Schutzimpfungs-Richtlinie stimmen bis auf wenige kleinere Abweichungen mit den STIKO-Empfehlungen überein. Kommt eine Entscheidung nicht innerhalb von 3 Monaten nach Veröffentlichung der Empfehlungen der STIKO zustande, dürfen die von der STIKO neu empfohlenen Schutzimpfungen solange zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen erbracht werden, bis die Richtlinie vorliegt.

Die Schutzimpfungs-Richtlinie des G-BA, die auch Vorgaben zur Dokumentation von Impfungen enthält, ist einzusehen unter: http://www.g-ba.de/informationen/richtlinien/ab/60/

Die Krankenkassen können in ihren Satzungsleistungen die Kostenübernahme von weiteren Impfungen vorsehen, die nicht Bestandteil der Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses sind. Hierzu können z.B. bestimmte Reiseschutzimpfungen zählen. Das Robert Koch-Institut hat auf die Kostenübernahme keinen Einfluss.

Weitere Informationen: STIKO-Empfehlungen, Kapitel "Hinweise zur Kostenübernahme" (www.rki.de/stiko-empfehlungen).

Stand: 03.06.2016

Zusatzinformationen

Gesundheitsmonitoring

In­fek­ti­ons­schutz

Forschung

Kom­mis­sio­nen

Ser­vice

Das Robert Koch-Institut ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit

© Robert Koch-Institut

Alle Rechte vorbehalten, soweit nicht ausdrücklich anders vermerkt.