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STIKO-Impfempfehlungen für Frauen mit Kinderwunsch

Diese Empfehlungen gelten vor Eintritt einer Schwangerschaft, siehe auch "Kann in der Schwangerschaft und Stillzeit geimpft werden?"

Impfung gegenIndiziert fürEmpfehlungAnmerkungen
MasernNach 1970 Geborene mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der KindheitEinmalige Impfung, vorzugsweise mit einem MMR-Impfstoff a)

Röteln

a) Ungeimpfte Frauen oder Frauen mit unklarem Impfstatus im gebärfähigen Altera) Zweimalige Impfung, bei entsprechender Indikation mit einem MMR-Impfstoff a)

Bei mindestens 2 dokumentierten Impfungen gegen Röteln (egal, ob monovalent oder MR bzw. MMR) ist keine serologische Kontrolle erforderlich.

b) Einmal geimpfte Frauen im gebärfähigen Alterb) Einmalige Impfung. bei entsprechender Indikation mit einem MMR-Impfstoff a)
VarizellenSeronegative Frauen mit Kinderwunsch Zweimalige Impfung a)Impfabstand nach Angaben des Herstellers

Pertussis

Frauen im gebärfähigen Alter, sofern in den letzten 10 Jahren keine Pertussis-Impfung dokumentiert wurde

Einmalige Impfung mit Tdap-Impfstoff b)

Erfolgt die Impfung nicht vor der Konzeption, sollte die Mutter in den ersten Tagen nach der Geburt des Kindes geimpft werden.
Enge Kontaktpersonen des Neugeborenen: Vater, Geschwister, Betreuer (z.B. Tagesmütter, Babysitter, Großeltern), sofern bei diesen in den letzten 10 Jahren keine Pertussis-Impfung dokumentiert wurde.Einmalige Impfung mit Tdap-Impfstoff b), möglichst bereits 4 Wochen vor Geburt des Kindes oder eher
Tetanus, Diphtherie, PolioFehlende oder unvollständige Impfungen entsprechend den allgemeinen Empfehlungen der STIKO nachholen

a) Aufgrund theoretischer Überlegungen wird generell empfohlen, nach Lebendimpfungen (Masern, Mumps, Röteln, Varizellen, Gelbfieber) einen Zeitraum von mindestens 1 Monat bis zu einer Schwangerschaft einzuhalten. Allerdings sind bei Unterschreitung dieses Zeitraums und selbst bei versehentlicher Impfung in der Frühschwangerschaft bisher keine fetalen Schädigungen durch diese Impfungen bekannt geworden.

b) In Deutschland ist kein monovalenter Pertussisimpfstoff zugelassen. Eine Impfung mit Tdap oder Tdap-IPV kann erfolgen, sobald eine gegebenenfalls vorangegangene Impfung gegen Td mindestens 1 Monat zurückliegt. Siehe auch: "Welche Möglichkeiten gibt es ältere Kinder und Erwachsene, die keine Grundimmunisierung gegen Pertussis haben, gegen Pertussis zu impfen, nachdem der monovalente Impfstoff nicht mehr verfügbar ist?"

Siehe auch die ausführlichen Erläuterungen zum "Vorgehen bei Frauen im gebärfähigen Alter zur Vermeidung von Röteln und Varizellen in der Schwangerschaft".

Hinweis

Während der Influenzasaison wird für alle Schwangeren ab dem 2. Trimenon eine Impfung gegen Influenza empfohlen, bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung der Schwangeren infolge eines Grundleidens bereits ab dem 1. Trimenon.

Für weitere Informationen zu Impfungen während der Schwangerschaft und Stillzeit siehe: "Kann in der Schwangerschaft und Stillzeit geimpft werden?"

Stand: 17.04.2015

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