Darmkrebs
| 2008 | Prognose 2012 | |||
|---|---|---|---|---|
| 1) je 100.000 Personen, altersstandardisiert nach Europastandard | ||||
| Männer | Frauen | Männer | Frauen | |
| Neuerkrankungen | 35.360 | 30.040 | 38.300 | 31.100 |
| standardisierte Erkrankungsrate¹ | 63,0 | 39,4 | 63,0 | 39,3 |
| Sterbefälle | 13.726 | 12.936 | ||
| standardisierte Sterberate¹ | 24,0 | 14,7 | ||
| 5-Jahres-Prävalenz | 103.100 | 87.200 | ||
| relative 5-Jahres-Überlebensrate (2007-2008) | 63 % | 62 % | ||
Unter Darmkrebs werden Krebserkrankungen des Dickdarms, des Mastdarms und seltenere Krebserkrankungen des Afters zusammengefasst. Im Jahre 2008 wurde bei rund 65.000 Menschen in Deutschland eine solche Diagnose gestellt.
Damit ist Darmkrebs die zweithäufigste Tumorerkrankung hinter Brustkrebs (Frauen) und Prostatakrebs (Männer). Sie macht einen Anteil von rund 14 Prozent an allen Krebsneuerkrankungen aus und ist auch die zweithäufigste Krebstodesursache in Deutschland.
Altersstandardisierte Erkrankungs- und Sterberaten, ICD-10 C18-21, Deutschland 1999 – 2008, je 100.000 (Europastandard)
Das Erkrankungsrisiko steigt mit fortschreitendem Alter stetig an. Mehr als die Hälfte der Betroffenen erkrankt ab dem 70. Lebensjahr, nur etwa 10 Prozent sind jünger als 55 Jahre.
Die altersstandardisierten Erkrankungsraten sind bei Frauen leicht rückläufig. Bei Männern bleiben sie eher stabil. Aufgrund demografischer Veränderungen, nämlich einer immer älter werdenden Bevölkerung, führt dies jedoch zu einem Anstieg der absoluten Fallzahlen.
Die altersstandardisierten Sterberaten dagegen sind in den letzten 10 Jahren bei beiden Geschlechtern um mehr als 20 Prozent zurückgegangen. In 2008 verstarben etwa 3.000 Frauen weniger an Darmkrebs als noch 1999, bei den Männern blieb die Zahl in etwa konstant. Immer mehr Menschen leben also längerfristig mit der Erkrankung.
Ernährung beeinflusst Tumorrisiko
Vor allem Ernährungsgewohnheiten wirken sich auf das Darmkrebs-Risiko aus: Übergewicht und Bewegungsmangel, eine fettreiche Ernährung sowie ein geringer Gemüse-Verzehr erhöhen die Wahrscheinlichkeit zu erkranken. Auch Rauchen und regelmäßiger Alkoholkonsum können einen Einfluss auf die Tumorentstehung haben.
Darmkrebs gehört zu den Krebserkrankungen mit mittlerer Prognose, fünf Jahre nach Diagnosestellung lebt noch etwa die Hälfte der Erkrankten.
Stand: 13.07.2012

